»Die Heteronormativität aufbrechen. Anderes denkbar machen.«

Der Begriff »Homosexualität« wurde 1868 von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny geprägt. Bis Anfang der 1990er in den USA, aufgrund der Re-Idealisierung von Heterosexualität im Zusammenhang mit AIDS, die Queer Theory entstand, war es ein weiter und schwieriger Weg. Ziel der Queer Theory in den 90er Jahren war die Dekonstruktion der Binarität von Sexualität und die Verwischung von normativen Identitätskonzepten. Sie wurde zum kulturwissenschaftlichen Projekt und zur Philosophie ausgeweitet. Veröffentlichungen wie Gender Trouble (1989; dt.: Das Unbehagen der Geschlechter) der Poststrukturalistin Judith Butler und La pensée straight (1992) der feministischen Theoretikerin Monique Wittig thematisieren einen neuen pluralistischen Identitätsbegriff.

Andreas Kraß, geboren 1963, wurde 2004 als Professor für Ältere Deutsche Literatur an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main berufen und hat eine Gastprofessur für Queer Studies an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich inne. Der deutsche Philologe, dessen Forschungsschwerpunkt Mediävistik und Queer Theory bzw. Gender Studies ist, wurde als Herausgeber des Sammelbandes Queer Denken. Gegen die Ordnung der Sexualität (2003) bekannt, in dem erstmals wichtige Basistexte der amerikanischen Queer Theory (u.a. von Eve Kosofsky Sedgwick, David Halperin, Teresa de Lauretis und Gayle Rubin) in deutscher Übersetzung erschienen.

K.A.-Redakteur Ansgar Skoda sprach mit Andreas Kraß über Grundlagen und Inhalte der Queer Studies, die Bedeutung von Queer-Perspektiven für die Literatur- und Medienwissenschaften, das Modethema »Metrosexualität« und das Problem, die »Zwangsheterosexualität« aufzubrechen.

 

Andreas Kraß (Foto: privat)K.A.: Herr Professor Kraß, Sie haben sich mit dem Thema »Queer Studies« aus literaturwissenschaftlicher Perspektive unter anderem im Rahmen Ihrer Vorlesung »Queer Reading« im Sommersemester 2006 und Ihrem Kolloquium »Queer Studies« im vorangegangenen Wintersemester beschäftigt. In bisher drei Bänden – Bündnis und Begehren (2002), Queer Denken (2003) und in Ihrer Habilitationsschrift Geschriebene Kleider. Höfische Identität als literarisches Spiel (2006) – thematisieren Sie Queer Theory und Queer Studies. Wie sind diese Werke konzipiert?

Andreas Kraß: Die Bücher, die ich zum Thema Queer Studies veröffentlicht habe, sind nicht an mein Fach, die germanistische Mediävistik, gebunden. Queer Denken, 2003 bei Suhrkamp erschienen, ist eine Sammlung von zehn Aufsätzen, die aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt worden sind. Es sind kanonische Aufsätze, wenn man das im Rahmen der Queer Studies so sagen kann. Bündnis und Begehren ist ein Tagungsband. Er ist aus dem Graduiertenkolleg »Geschlechterdifferenz und Literatur« in München hervorgegangen. Geschriebene Kleider ist eine Untersuchung über das Verhältnis von Kleidung und Identität in mittelalterlichen Romanen, dabei geht es auch um Fragen des Geschlechts und des Begehrens.

K.A.: Welche Bedeutung trägt das Wort »queer«, etymologisch wie auch im übertragenen Sinn?

Kraß: »Queer« ist ein englisches Wort, das etymologisch mit dem deutschen Wort »quer« verwandt ist. Die erste Bedeutung ist »seltsam«, »verquer«; daneben trägt das Wort aber auch die Sonderbedeutung »andersherum«. Es stammt aus einer Zeit, als die Begriffe »schwul« und »lesbisch« noch nicht gebraucht wurden. »Queer« war und ist teilweise noch eine diffamierende, abwertende Äußerung für Menschen, die wir heute alltagssprachlich als schwul oder lesbisch bezeichnen.

K.A.: Bezeichnet der Begriff »queer«, anders als »gay«, Schwule und Lesben?

Kraß: Ja, queer ist ein Dachbegriff. Er wurde gegen Ende des 20. Jahrhunderts von den Queer Studies und von der Queer Theory als affirmative Selbstbezeichnung übernommen. Die Pointe des Begriffes besteht darin, dass er ursprünglich negativ konnotiert war, dann jedoch positiv als Selbstbezeichnung aufgegriffen wurde, und zwar nicht nur von den Queer Studies, sondern früher noch von politischen Gruppen wie »Queer Nation«.

K.A.: Wie wird an Hochschulen »queer« studiert?

Kraß: In den USA sind schon seit längerem an vielen großen Universitäten Zentren für Queer Studies etabliert. In Deutschland führen die Queer Studies leider immer noch ein Schattendasein. Es gibt keine etablierte akademische Institution, die sich mit Queer Studies befasst. Das Institut für Queer Theory in Hamburg, das vor Ostern dieses Jahres gegründet wurde, ist eine außerakademische Initiative, die ohne institutionellen Rückhalt dasteht. Die Berliner Initiative Queer Nations macht gerade Lobbyarbeit, um das im Dritten Reich geschlossene Institut für Sexualwissenschaft von Magnus Hirschfeld als Queer-Studies-Institut neu zu gründen. Es ist mir ein großes Anliegen, die Queer Studies an der Universität Frankfurt zu etablieren.

K.A.: Was kann man sich unter Queer Studies vorstellen?

Kraß: Nach meiner Definition ist Queer Studies eine Forschungsperspektive, die interdisziplinär arbeitet und auf die Dekonstruktion von Heteronormativität zielt. Es geht um die Infragestellung und kritische Analyse einer Ordnung, die auf zwei Oppositionen basiert, die jeweils als einander ausschließende Gegensätze aufgefasst werden: der Opposition des Geschlechts, männlich-weiblich, und der Opposition der sexuellen Präferenz, homo-hetero. Die These lautet, dass wir uns in einer Gesellschafts-, Denk- und Zeichenordnung befinden, die auf diesen Oppositionen basiert. Queer Studies stellt sich der Aufgabe, diese Opposition, diese Ordnung kritisch zu hinterfragen und zu dekonstruieren.

K.A.: Also bauen die Queer Studies auf den Gender Studies auf, die durch den Feminismus und die Emanzipationsbewegung mitbegründet wurden.

Kraß: Ja, das ist richtig. Queer Studies und Gender Studies haben eine gemeinsame Schnittmenge und zwar insoweit, wie die Gender Studies auch dekonstruktiv oder poststrukturalistisch betrieben werden. Es ist mir wichtig zu sagen, dass Queer Studies nicht gleich Gender Studies, sondern eine Forschungsperspektive eigenen Rechts sind. Bedenken muss man dabei auch eine Verschiebung des Fokus vom Geschlecht zur Sexualität. Die Dekonstruktion der Geschlechterdifferenz, die in den Gender Studies geleistet worden ist, wird in den Queer Studies vorausgesetzt, jedenfalls dann, wenn Queer Studies so durchgeführt werden, wie ich sie mir vorstelle. Aber die Frage richtet sich eher noch auf die sexuelle Differenz als auf die Geschlechterdifferenz.

K.A.: Wie funktionieren Queer Studies? In der Literaturwissenschaft könnte ich mir vorstellen, dass unter dem Stichpunkt »Queer Reading« bestimmte Autoren eines Kanons unter die Lupe genommen und auf die Darstellung von Geschlechterbeziehungen, männliches und weibliches Rollenverhalten untersucht werden. Was wird genau betrachtet?

Kraß: Alles – und zwar deswegen, weil Queer Studies interdisziplinär sind. Sie sind in meinem Verständnis keine eigene Disziplin, sondern eine übergreifende Forschungsperspektive. Der gemeinsame theoretische Bezugspunkt ist die Queer Theory. Darüber hinaus gibt es eine Ausfächerung der Queer Studies in Bezug auf die verschiedenen Disziplinen. Es hängt viel davon ab, welche Fragen gestellt und welche Methoden gewählt werden. Ich betreibe Queer Studies vor allem aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive. Dabei ist mir die historische Dimension besonders wichtig. Das hat zum einen den zufälligen Grund, dass es das ist, was ich am besten kann, da ich ältere deutsche Literatur unterrichte. Die historische Perspektive ist jedoch auch deswegen wichtig, weil wir durch sie die Möglichkeit haben, die Sexualität und das Begehren zu historisieren. Dass heißt, wir müssen nicht in eine fremde Kultur schauen, um unsere eigene Gegenwartskultur zu relativieren. Wir haben vielmehr die Möglichkeit, einen Blick auf unsere eigene Geschichte zu werfen und zu fragen: Wie war das denn vor hundert Jahren? Wie war das in der frühen Neuzeit? Wie war das im Mittelalter? Wir sehen, dass die Verhältnisse, beispielsweise wie man Geschlechterrollen und Sexualität konzipiert hat, in Bewegung und historisch veränderlich sind. Die historische Perspektive ist somit besonders gut geeignet, um eine dekonstruktive Perspektive auf die Ordnung der Sexualität einzunehmen.

K.A.: Unterscheiden die Queer Studies zwischen Fragestellungen von – in den jeweiligen Medien aufgezeigter – lesbischer Liebe und denen schwuler Liebe?

Kraß: Die Queer Studies versuchen, gerade die Differenzierung der Geschlechter in Frage zu stellen. Deswegen wäre es ja nicht sinnvoll, sich entweder auf schwule oder auf lesbische Fragestellungen allein zu konzentrieren. Es geht gerade darum, diese Gegensätze zu entdifferenzieren. Queer Studies sind jedoch eine sehr heterogene Veranstaltung. Es gibt natürlich diejenigen, die vielleicht eher nach der Geschichte der männlichen Homosexualität fragen, und diejenigen, die eher nach der Geschichte der weiblichen Homosexualität fragen, aber man kann genau so gut innerhalb der Queer Studies nach der Geschichte der Heterosexualität fragen. Das finde ich besonders wichtig. Denn meine These lautet, dass Homosexualität, die ja erst im 19 Jahrhundert als solche erfunden worden ist – den Diskurs gibt es ja noch nicht länger –, letztlich benutzt wird, um damit die Heterosexualität als Prinzip zu stützen und überhaupt erst zu konstituieren. Es erscheint mir schon als methodischer Fehler, eine Teilperspektive herauszugreifen. Wichtig ist es, den Zusammenhang zwischen verschiedenen Diskursen über Sexualität zu sehen. Meine These würde lauten, dass die Homosexualität im Grunde auch deswegen »erfunden« worden ist, also als Diskurs über Liebe zwischen Männern oder über Liebe zwischen Frauen, um damit die Normalität der Heterosexualität überhaupt erst, sozusagen im Kontrast, herzustellen.

K.A.: Damit stimmen Sie ja auch mit Judith Butler überein, die in Ihrem Werk Gender Trouble das Geschlechterbegehren in die drei Begriffe »Sex« (das anatomische Geschlecht), »Gender« (die kulturelle Geschlechtsidentität) und »Desire« (das Begehren) auflöst.

Kraß: Da ich früher einmal Theologie studiert habe, sage ich gerne, dass es für mich in den Queer Studies ein Altes und ein Neues Testament gibt: das Alte Testament ist Michel Foucault und das Neue Testament ist Judith Butler. Butler bezieht sich unter anderem – nicht nur, aber auch – sehr stark auf Foucault. Im ersten Band seiner mehrbändigen Geschichte der Sexualität, Sexualität und Wahrheit: Der Wille zum Wissen, ist Foucault davon ausgegangen, dass Sexualität in erster Linie nicht ein Phänomen, sondern ein Diskurs ist. Man kann so die Geschichte des Diskurses über das, was heute »Homosexualität« genannt wird, zurückverfolgen. Dann sieht man, wie es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Umschlag vom Sodomiediskurs zum Homosexualitätsdiskurs, also von der Frage der verbotenen Praktik hin zu einer pathologisierten Identität gibt. Diese diskursgeschichtliche Fragestellung ist meines Erachtens ein ganz zentraler Sachverhalt. Damals wurde Sodomie noch als jegliche Form von Unzucht und nicht-prokreativem Sex verstanden. Heute versteht man unter Sodomie meistens Sex mit Tieren. Was bei Judith Butler hinzukommt, ist die von Ihnen angesprochene Unterscheidung von Sex, Gender und Desire. Eine der vielen wichtigen Gedankenfiguren bei Butler ist diejenige, dass das anatomische Geschlecht nicht mehr als Garantie und Begründung für kulturelle Geschlechterrollen genommen werden kann. Sie dreht das Verhältnis von Sex und Gender um, indem sie sagt, dass selbst der Körper nichts anderes als eine Allegorie des Geschlechts ist. Sie kritisiert, dass kulturell und sozial konstruierte Geschlechterrollen so auf den Körper zurückprojiziert und damit naturalisiert werden. Mit dieser Gedankenfigur unterscheidet sie sich von identitätspolitischen Ansätzen des Feminismus, die gerade auf die Körperlichkeit zurückgreifen. Judith Butler ist diesbezüglich auch bis heute notorisch falsch verstanden worden. Sie wird häufig verkürzt rezipiert. Man unterstellt ihr, sie würde einen beliebigen, postmodernen Pluralismus predigen, so als könnte man sich jeden Morgen in seiner Garderobe eine neue, beliebige Geschlechtsidentität aussuchen. Das ist natürlich nicht richtig. Es geht um die Performativität des Geschlechts. Damit ist nicht die Theatralität im Sinne der Performanz (»Ich führe jeden Tag ein neues Geschlecht auf«) gemeint. Im Gegenteil: Es geht eher darum, dass das Geschlecht und die Geschlechterrolle eine Art Zwangsjacke sind, dass sie performativ durch Wiederholung und praktischen Vollzug eingeübt werden. Das beginnt schon mit der Geburt. Das erste Urteil, das über den Menschen gesprochen wird, lautet ja: »Es ist ein Junge« oder »Es ist ein Mädchen«. Am Anfang des Satzes ist das Kind noch ein Neutrum. Am Ende des Satzes ist es auf ein Geschlecht festgelegt. Diese Festlegung wird dann ein Leben lang beständig wiederholt und eingeübt.

K.A.: Also ist bei Butler und Foucault die Sprache alleine schon identitätsstiftend. Könnte man dadurch, dass man sich in einer bewussten Performanz eine neue Rolle sucht, die eigene Identität spielerisch inszenieren und sich dem Diskurs entziehen? Würde das die Sprache verändern und Geschlechtszuschreibungen auflösen?

Kraß: Es gibt nicht nur die eine Auffassung, die ich hier zu Butlers Werk äußere. Mein Verständnis ist jedoch in der Tat, dass die Sprache eine sehr große Rolle spielt. Dass aber nicht nur die Sprache eine Rolle spielt, hat Butler von Foucault mit übernommen. Es gibt demnach so etwas wie ein Dispositiv. Dieser von Foucault geprägte Begriff ist ursprünglich ein strategisches Wort aus dem Bereich des Militärs und des Rechts. Gemeint ist damit eine Anordnung im doppelten Sinne: eine Anordnung, die sich aus bestimmten Institutionen, Diskursen, Praktiken zusammensetzt und eine Ordnung vorgibt, die einzuhalten ist. Hier würde ich die Heteronormativität dazuzählen. Das heißt also, die Sprache allein ist es nicht. Neben Sprachhandlungen treten nonverbale Handlungen. Dabei ist natürlich dennoch wichtig, dass alles über die Sprache vermittelt ist, denn Sprache ist das Medium, in dem wir denken. Das können wir nicht hintergehen. Ich habe immer ein bisschen Schwierigkeiten damit, zu sagen, dass Butler hier etwas Spielerisches wie Performanz vorschlägt, weil man dann immer gleich die Vorstellung von ›Drag Queens‹ und ähnlichem hat. Ein Begriff, der für sie wichtig ist, ist der der ›Zwangsheterosexualität‹. Den Zwang muss man vielleicht noch mehr betonen als das Spiel. Das spielerische Element besteht vielleicht in der Grundannahme, dass die Identitäten durch Wiederholungen und durch Performativität eingeübt werden. Wenn ich sie richtig verstehe, ist einer ihrer Ansätze – sie fragt sich auch, was können wir konkret, politisch ändern –, dass man in diese alltäglichen Wiederholungen immer wieder eine kleine Veränderung einbaut und durch diese kleinen Veränderungen – nach dem Motto: »steter Tropfen höhlt den Stein« –, diese Wiederholung mit einer kleinen Differenz, dann vielleicht auch die Norm nach und nach verändern kann. Ein wichtiger Begriff für sie ist ja auch derjenige der ›Intelligibilität‹. Gemeint ist damit die Art und Weise, wie man etwas wahrnehmen, erkennen und verstehen kann. Die Paradoxie besteht ja darin, dass man immer nur das verstehen kann, wofür man auch Begriffe hat. Man erkennt nur das, wofür man eine bestimmte Sprache hat. Die Hoffnung ist vielleicht die, dass es durch eine Veränderung im Sprechen, im Tun und auch in den institutionellen Praktiken möglich wird, Stück um Stück die Norm und damit auch die Wahrnehmung zu ändern. Das heißt, anderes denkbar zu machen, was heute vielleicht noch nicht so denkbar ist.

K.A.: Butler kritisiert in Gender Trouble Monique Wittig dafür, dass sie die lesbische Identität als dritte Geschlechtsidentität bezeichnet und so in der Sprache einen Begriff als neue Festlegung begründet. Liegt Wittigs gewagtes Konzept vielleicht auch darin begründet, dass die Frau in der Sozialgeschichte marginalisiert wurde, weil ihr Geschlecht in der Gesellschaft und in Rollenmodellen der kanonischen Literatur, etwa der Bibel, weniger thematisiert worden ist? Kann man die Bibel auch »queer« lesen?

Kraß: Selbstverständlich kann und muss man auch die Bibel queer lesen Es gibt eine queer-Richtung, die sich »Queer Theology« nennt. Im nächsten Semester veranstalte ich eine Ringvorlesung zum Thema Queer Studies, da wird es auch einen Beitrag zur Queer Theology geben. Die Bibel muss natürlich mitgequeert werden. Sie muss es gerade deswegen, weil sie ja für unsere westliche Kultur eine Art Grundbuch ist. Die Heteronormativität hat sozusagen einen Grundbucheintrag in der Bibel. Davor darf man sich natürlich nicht scheuen.
Zu ihrer Frage, ob Butler Wittig hinsichtlich ihres Konzeptes von Geschlecht kritisiert, möchte ich zunächst sagen, dass ich glaube, dass Butler den Forschungen, Überlegungen und Theorien von Wittig vor allen Dingen sehr viel Respekt entgegenbringt und bei ihr sehr viele Anschlusspunkte findet. Aber der Punkt, den Sie meinten, nämlich ob es hilfreich ist, lesbische Identität als ein weiteres Geschlecht zu konzipieren, ist in der Tat kritisch zu hinterfragen. Dann hätten wir vielleicht, wenn man weiterdenkt, eine Pluralität der Geschlechter. Dann wäre da »männlich straight«, »weiblich straight«, »männlich homosexuell«, »weiblich homosexuell«, eine ganze Palette von Transgender-Identitäten, Bisexualität usw. Das Problem liegt im Begriff der Identität. Identität ist ein Begriff, der aus der Perspektive der Queer Studies zu hinterfragen ist, weil Identitäten immer auch Klischierungen sind. Es geht ja gerade darum, die Schubladen aufzubrechen. Es ist sicher schon ein Fortschritt, darüber nachzudenken, dass es nicht zwei Geschlechter gibt, sondern eine Vielzahl von Geschlechtern. Wichtiger ist es, das Konzept der Geschlechtsidentität als solches infrage zu stellen. Das ist vielleicht der Punkt, den Butler thematisieren möchte. Ich fürchte, das ist eine verkürzte Antwort auf diese komplexe Diskussion von Wittig, die Butler in ihren Büchern vollzieht.

K.A.: Kann man grundsätzlich sagen, dass es eine Ignoranz gegenüber der Frau in der Geschichte gibt?

Kraß: Da bin ich als Literaturhistoriker immer sehr vorsichtig. Ich glaube, dass man immer schon etwas Falsches sagt, wenn man Generalisierungen über die Geschichte macht. Das verhält sich sehr differenziert. Es gibt eine Vielzahl von Kulturen und Epochen. Innerhalb einer Epoche oder einer Kultur gibt es immer verschiedene Diskurse, die man betrachten kann. Von Foucault kann man lernen, dass diese immer auch gegenläufig sind und es nie eine Homogenität gibt. Es gibt immer verschiedene Diskurse, die in einem Widerstreit stehen. Das kann man auch an der Rolle der Frau beobachten. Ein Beispiel aus meinem Metier, der höfischen Literatur des 12. Jahrhunderts, der Zeit des Minnesangs, der Artusromane, des Nibelungenlieds, aber auch der Ehetheologie und des Eherechts des Mittelalters, ist, dass es hier eine Vielzahl verschiedener Vorstellungen davon gibt, wie sich das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander gestaltet. Hier besteht einerseits die Vorstellung, dass die Frau dem Manne untertan zu sein hat, und auf der anderen Seite die Vorstellung, dass die höfische Dame dem Ritter überlegen ist und der Ritter um diese Dame werben muss. Beide Konzepte sind zeitgleich da. Die Frage ist dann, wie man das eigentlich komplex denken kann. Wenn wir uns tatsächlich auf eine allgemeinere Perspektive einlassen, ist es natürlich richtig, dass das Prinzip des Patriarchats, in dem wir uns immer noch befinden, den Mann vor der Frau privilegiert. Misogynie und Homophobie sind zwei Seiten einer Medaille. Man kann die Homophobie aus der Misogynie ableiten. Am schwulen Mann wird kritisiert, dass er unbotmäßig in seiner männlichen Rolle ist und angeblich weibliche Züge hat. Das wird anscheinend als etwas Ungutes angesehen und bestätigt noch einmal den negativen Blick auf die Frauen.

K.A.: Der § 175 hat sich in der Geschichte immer eher auf männliche Homosexualität bezogen. Werden lesbische Frauen dadurch geschichtlich marginalisiert, dass sie weniger ernst genommen werden? Es ist auch heute schwieriger, weibliche Homosexualität gesellschaftlich zu thematisieren als männliche, da es deutschlandweit weniger Angebote und Anlaufstellen für Lesben gibt.

Kraß: Den Gedanken, den Sie formuliert haben, finde ich sehr wichtig. In der Tat gibt es noch einmal eine Hierarchisierung in der Homosexualität. Das ist etwas sehr Vertracktes. Ich glaube, dass in einer patriarchalen Gesellschaft die männliche Homosexualität noch einmal anders betrachtet wird als die weibliche Homosexualität, weil die patriarchale Gesellschaft eine männliche, homosozial strukturierte Gesellschaft ist. Wenn eine Gesellschaft so konstruiert ist, dass die Männer einen privilegierten Zugang zur Macht haben, ist die Anfrage an die Männlichkeit, wenn sie von schwuler Seite gestellt wird, anders, als wenn sie von lesbischer Seite kommt. Die ablehnende Haltung gegenüber weiblicher Homosexualität ist in mancher Hinsicht Teil der allgemeinen Frauenfeindlichkeit. Sie wird oftmals als heterosexuelle Männerphantasie vereinnahmt. Die Bedrohung ist größer, wenn das Patriarchat mit männlicher Homosexualität konfrontiert wird, weil es dann Männer sind, die sich der Heteronormativität entziehen. Wenn sich das Patriarchat selbst als eine Art Männerbund versteht, ist es auf der anderen Seite aber auch so, wie Eve Sedgwick gesagt hat, dass das Bindemittel des Patriarchats ein männlich-homosoziales Begehren ist. Das bedeutet, dass Affekte jedweder Art als Bindemittel zwischen Männern zirkulieren. Es wäre dann so, dass in dem, was man als Homosexualität versteht, das zutage tritt, was ansonsten hinterm Tabu verborgen bleiben muss. Männliche Homosexualität ist also einerseits eine Bedrohung. Auf der anderen Seite kann sie in gewisser Weise in das übergreifende Prinzip der Homosozialität wieder eingebunden werden. Doch kann man mit gleichem Recht argumentieren, dass die weibliche Homosexualität eine besondere Bedrohung ist, weil sie sich noch stärker dem Prinzip des Patriarchats verwehrt, indem sie sich dem männlichen Begehren entzieht. Das ist eine ganz schwierige Konstellation.

K.A.: Welche Werke haben Sie im Rahmen Ihrer Lehrveranstaltungen zu Queer Studies untersucht? Und waren das Werke überwiegend männlicher oder auch weiblicher Autorschaft?

Kraß: Meine Ausrichtung innerhalb der Queer Studies ist das, was man »Queer Reading« nennt. Ich halte in diesem Semester eine Vorlesung, in der ich einen Bogen von mittelalterlichen Texten, ausgehend von Texten wie Tristan und Isolde von Gottfried von Straßburg bis hin zu Gegenwartstexten wie Brokeback Mountain von Annie Proulx, Der Freund und der Fremde von Uwe Timm und Du sollst von Navid Kermani schlage – das ist also eine ganz gemischte Reihe. Es ist mir völlig egal, ob die Texte von Männern oder von Frauen verfasst sind, weil ich als jemand, der Queer Studies betreibt, gerade nicht danach frage: Was ist »männliche«, was ist »weibliche« Literatur? Das ist eine Fragestellung, die zwar immer noch anzutreffen ist, die aber seit dreißig Jahren überholt sein sollte. Mich interessiert, wie in Texten und in historischen Epochen das Prinzip der Heteronormativität anzutreffen ist. Da kann man grob in solche Texte sortieren, in denen schon schwule und lesbische Themen explizit aufgegriffen werden, wie das beispielsweise in Brokeback Mountain der Fall ist, und solchen, in denen das Wort schwul oder lesbisch gar nicht fällt und in denen auch gar keine homosexuellen Handlungen zwischen Männern oder zwischen Frauen thematisiert werden. In denen wird dann oft ein Begehren untersucht, das sozusagen unter der Oberfläche wabert. Ein schönes Beispiel für diese affektive Dynamik, die in Texten zirkuliert und die das Prinzip der Heteronormativität in Frage stellt, ist in der Tat Tristan und Isolde von Gottfried von Straßburg. In diesem Roman ist deutlich zu erkennen, dass unter und letztlich auch wieder auf der Oberfläche eine Form der Liebe vorgestellt wird, die sich dem Patriarchat in gewisser Weise entzieht bzw., wenn man sie näher betrachtet, das Prinzip des Patriarchats infrage stellt. Denn die Liebe zwischen Tristan und Isolde wird ja vermittelt über eine dritte Figur, König Marke, den Ehemann von Isolde. Hier kann man gut beobachten, dass die Liebe zwischen König Marke und seiner Frau nur in der Dreieckskonstellation funktioniert, also nur in dem Dreieck von zwei Männern und einer Frau besteht. Das heißt, die Frau wird hier zum Schauplatz eines Begehrens, das ein Mann auf den anderen richtet. Diese trianguläre Konstellation findet man häufig wieder. Das ist auch ein Ansatzpunkt, den Eve Sedgwick in ihrem Buch Between Men herausgearbeitet hat. Die Frage nach triangulären Strukturen kann hilfreich sein, um auch solche Texte zu dekonstruieren und queer zu lesen, die von Haus aus erst einmal als mythologische Urtexte der heterosexuellen Liebe verstanden werden.

K.A.: Ein passendes Beispiel wäre auch der Roman Jules und Jim, ein Klassiker der modernen französischen Literatur von Henri-Pierre Roché, in dem die homoerotische Neigung der Titelcharaktere zueinander vor dem Hintergrund ihrer Dreierkonstellation mit Cathérine angedeutet wird. An der Universität Bonn haben Sie in diesem Semester einen Vortrag zum Thema »Metrosexualität« gehalten, in dem Sie auch auf die Dreierkonstellation, den männlichen Blick auf ein männliches Modell über den weiblichen Körper der Frau, zu sprechen kamen.

Kraß: Ja, das Thema »Metrosexualität« ist mir deswegen wichtig, weil das im doppelten Sinne ein Modethema ist. Es ist gerade modern, darüber zu sprechen, und es ist ein Thema, bei dem es um Mode geht – um die modische Kleidung und Frisur des Mannes. Queer Studies sind hingegen kein Mode-, sondern ein langfristig relevantes Thema. Die Metrosexualität ist ein Symptom, an dem man, mit Bezug auf eine Frage, die sehr hip und avantgardistisch klingt, sehr schön beschreiben kann, wie sich das Verhältnis der Geschlechter und Sexualität heute darstellt. Meine These zur Metrosexualität ist die, dass der heterosexuelle Mann sich noch einmal in seiner Männlichkeit bestätigt. Dies tut er aber auf eine neue Weise, indem er bei einem Habitus und einer Ästhetik Anleihen macht, die er sozusagen als schwul versteht. Die Wahl von modischer Kleidung und die Verwendung von Kosmetika usw. werden in den heterosexuell-männlichen Habitus übernommen – dies jedoch nicht deswegen, weil man gegenüber Schwulen besonders tolerant wäre, sondern um auf diese Weise besonders attraktiv für Frauen zu sein. Das kann man als eine Art von Jagdverhalten verstehen. Das heißt aber auch, dass in diesem Konzept der Metrosexualität durchaus eine homophobe und auch eine frauenfeindliche Note enthalten ist, weil die Frauen wieder zum Objekt des Begehrens gemacht werden. Auf der anderen Seite kann man auch argumentieren, dass die Metrosexualität die Emanzipation der Frau teilweise voraussetzt. Denn dass der Mann sich mehr um sein Äußeres kümmern muss, hängt auch damit zusammen, dass die Frau wählerisch werden konnte dadurch, dass sie ökonomisch unabhängig geworden ist. Das heißt, sie setzt den Mann in gewisser Weise in Zugzwang. Aber auch bei der Metrosexualität ist wichtig, dass man zwischen dem Phänomen und dem Diskurs unterscheidet. Natürlich hat es immer schon heterosexuelle Männer gegeben, die Wert auf ihr Äußeres legen. Mir ist die Frage wichtig, wie über Metrosexualität gesprochen und geschrieben wird. Welche Schlüsse können wir daraus ziehen hinsichtlich der Wertungen, die den Geschlechtern und der Sexualität entgegengebracht werden? Die Metrosexualität kann man ihrerseits auch historisieren. Den Mann, der Wert auf sein Äußeres legt, hat es auch in der Antike und im Mittelalter gegeben. Damals wurde das unter dem Effeminationsdiskurs abgehandelt.

K.A.: Welche Medien werden für Fragestellungen der Queer Studies untersucht?

Kraß: Das ist wieder eine Frage, die ich mit »alles« beantworten kann. Es ist ja so, dass die heteronormative Ordnung auch eine Zeichenordnung ist, Medien sind Zeichensysteme und die Menschen kommunizieren und interagieren immer in Medien. Das heißt also, wir müssen alle Medien untersuchen, um dieser Zeichenordnung auf die Spur zu kommen. Dazu gehören die Literatur, das Fernsehen, das Kino, Zeitschriften, kurz: jede Form kultureller Äußerung.

K.A.: Warum sind Fragestellungen der Queer Studies im Rahmen der Literatur- und Medienwissenschaften wichtig?

Kraß: Dafür, dass man Queer Studies in den Universitäten in Form von Studiengängen, Forschungszentren, Graduiertenkollegs oder wie auch immer etabliert, gibt es einen doppelten Grund: Es gibt ein politisches und ein akademisches Interesse, das zu tun. Das politische Interesse kann man erkennen, wenn man einen Vergleich zum Verhältnis zwischen Gender Studies einerseits und der Einrichtung von Frauenbeauftragtenstellen an Universitäten andererseits zieht. Es ist wichtig, dass auch an der lebensweltlichen Institution der Universität ein Bewusstsein dafür entsteht, welche Schwierigkeiten daraus hervorgehen, dass es die Diskriminierung von Schwulen und Lesben immer noch gibt. Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist der, dass, wenn man auf eine verantwortliche, lautere, integre Art Wissenschaft betreiben möchte, dies nicht unter ideologischen Vorannahmen machen kann. Es wird den Queer Studies oft vorgeworfen, dass sie eine Art ideologische Interessenpolitik von Minderheiten verträten. Das Gegenteil ist der Fall. Solange Queer Studies nicht im Bewusstsein der Universitäten sind, wird eine Ideologie propagiert, die sich selbst für die Norm hält, nämlich die Ideologie des Patriarchats, die Ideologie der Heteronormativität. Solange das Thema der Queer Studies in den Seminaren und Vorlesungen ignoriert wird, wird ganz klare Interessenpolitik gemacht, nämlich eine Interessenpolitik für eine Art des Denkens, die heteronormativ ist. Wenn ich beispielsweise den Roman Tristan und Isolde in meinem Seminar behandle und dabei nicht auf Fragestellungen der Queer Studies eingehe, werde ich diesen Roman weiterhin als einen Gründungstext und klassischen Mythos der heterosexuellen Liebe lesen. Das heißt also, ich werde das tun, was man immer schon gemacht hat, ich werde die alte, ideologische, heteronormative Vorstellung immer wieder neu wiederholen und reduplizieren. Das ist in meinen Augen keine gute Wissenschaft.
Eine gute Wissenschaft ist, wenn man die Prämissen infrage stellt und den Text unvoreingenommen behandelt – und dazu gehört auch der unvoreingenommne Blick darauf, ob vielleicht noch etwas anderes im Text geschieht als die Liebe zwischen Mann und Frau. Man kann das auch anders beantworten: Wenn man in einem Seminar als Dozentin oder als Dozent kein Bewusstsein für die Fragestellungen der Queer Studies hat, kann es sehr leicht passieren, dass man einen kleinen Scherz macht, so im Sinne eines Herrenwitzes, oder eine kleine, dumme Bemerkung, etwa: »Ich muss ja auch immer sagen, ›Studentinnen und Studenten‹, sonst werde ich hier womöglich noch schräg angesprochen«. Das sind solche kleinen Bemerkungen, die vielleicht auf einen Lacher zielen, mit denen aber ein differenzierter Blick im Keim erstickt wird. Ab dann wird sich sicherlich niemand mehr in diesem Seminar darauf einlassen wollen, in diese Richtung weiterzudenken oder eine kritische Frage zu stellen, obwohl ich mir wünschen würde, dass so etwas auch sofort von Seiten der Studierenden sanktioniert wird. Ein Seminar ist ja auch ein lebensweltlicher Zusammenhang, in dem Menschen interagieren. Wenn das nicht auf einem reflektierten Niveau passiert, dann wird auch ein Seminar in sozialer und akademisch-theoretischer Hinsicht zu einem Ort, wo dieses alte Muster der Heteronormativität wiederholt wird. Ich glaube, da können die Queer Studies eine ganz wichtige Funktion einnehmen, und das ist eine wichtige politische Funktion. Dabei geht es eben nicht nur um die Minderheitenvertretung. Es geht um die Dekonstruktion des Prinzips der Heterosexualität und um eine kritische Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse insgesamt. Da gibt es ganz viele vitale Probleme, die davon berührt werden. Es mag ja sein, dass es vielleicht ein Luxusproblem ist, Tristan und Isolde zu untersuchen, was ich allerdings nicht bestätigen möchte. Aber man kann ja auch einmal danach fragen, wie es mit der Einwanderungspolitik aussieht, mit Asylverfahren, mit Schulpolitik, mit dem, was auf den Schulhöfen geschieht, mit dem, was in den Amtsstuben geschieht, wo Asylbewerber, die sexuell verfolgt werden, sich vorstellen und um Aufnahme bitten. Wenn diejenigen, die dort wichtige Funktionen übernehmen – also die Lehrer, die Schuldirektoren, die entsprechenden Beamten, die Politiker –, wenn die voreingenommen sind, wenn sie Berührungsängste haben, wenn sie Schwierigkeiten haben, mit dem Thema Sexualität umzugehen, weil sie persönlich verwickelt werden... Deshalb brauchen wir ein hohes Reflexionsniveau, einen nüchternen Blick – und diesen nüchternen Blick können wir dadurch gewinnen, dass wir die Queer Studies als Perspektive ernst nehmen.

 

Das Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Kraß wurde für Radio Bonn/Rhein-Sieg aufgezeichnet und am 11. Juni 2006 im Rahmen der Bürgerfunksendung »Bunte Welle« ausgestrahlt.

 

addendum: Ein Interview mit Prof. Dr. Elke Brüggen und Andrea Schallenberg (Uni Bonn) zu den Themen weibliche Autorschaft im Mittelalter, Geschlechterspezifik in mittelhochdeutschen Texten und die Schwierigkeiten, als Frau an der Uni Karriere zu machen, ist in K.A. 1/2002 erschienen und steht hier als PDF-Dokument zum Download bereit.

[...] Warum wird unsere

[...] Warum wird unsere westliche/abendländische Kultur so sehr von Schwulen dominiert, warum begeistern sich besonders schwule Männer für Modedesign, das Ballett oder den erz-heteronormativen Bereich der Oper? Warum identifizieren sie sich mit Diven und all den leidenden Frauen, deren Schicksal es meistens ist in unerfüllter Liebe zu sterben?“ Ein Auszug aus einem Text zum Thema „Queer Studies“ von Prof. Dr. Andreas Kraß – »Die Heteronormativität aufbrechen. Anderes denkbar machen.« – öffnete mir regelrecht die Augen: [...]

 

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