03.12. - Schluss. Aus. Ende?!

2001: Verkaufsverbot der Kritischen Ausgabe

Wer noch nicht weiß, was man heute an einem kalten, verschneiten ersten Advent machen kann, dem empfehlen wir neben Schneemann-Bauen einen Blick in unser drittes Türchen. Hier präsentieren wir euch unsere beiden Hefte aus dem Jahr 2001. Doch damit nicht genug. Vier Jahre nach dem ersten Heft steht für die Redaktion schon alles auf dem Spiel!

Verkaufsverbot - alles schon vorbei?

Die Lektüre von Heft #6 »DDR Literatur« und Heft #7 »Die literarische Provinz« ist keinesfalls so selbstverständlich, wie man annehmen könnte. Nach der erfolgreichen Auflage des Hefts zur Pop Literatur erscheinen die nächsten beiden Ausgaben mit einiger Verspätung. Hauptgrund dafür ist ein vom Rektorat der Universität Bonn ausgesprochenes Verkaufsverbot, da die KA durch den Verkauf, trotz Nullgeschäft, eine kommerzielle studentische Veranstaltung sei. Doch durch den Erwerb einer ISSN, den Vertrieb in zwei Bonner Buchhandlungen, die Hilfe der Fachschaft und die neue Internetpräsenz kann die Zeitschrift auch weiterhin erscheinen.

In der Redaktion bildet sich ein neuer fester Redaktionsstamm, wodurch sich die Arbeit auf mehr als zwei, ehrenamtlich arbeitende Studierende verteilen kann. Neue Rubriken wie Material und Portrait entstehen, auch in der Rubrik Forschung starten mit der deutschen Literatur in Europa und vergessene oder vom Vergessen bedrohte deutschen Autoren der Moderne zwei neue Serien. 

Doch worum geht es inhaltlich?

»Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur existiert in einer Vielzahl zueinander offener Szenen. Eine davon wird noch für längere Zeit die sich verändernde regionale ostdeutsche Szene auf den Spuren der einstigen DDR-Literatur sein.« (Wolfgang Emmerich, 1995). Bis zur Wende war westdeutsche Literatur in Ostdeutschland größtenteils noch unbekannt. Ein Austausch wurde zwar von Vertretern beider Literaturen gefordert, wurde allerdings nur schleppend umgesetzt. In Buchhandlungen und den Feuilletons der westdeutschen Printmedien war DDR-Literatur ein Mangelware. Berührungen der beiden Bereiche fand nur in wenigen Fachkreisen statt.

Die zweite Ausgabe aus dem Jahr 2001 begibt sich auf die Suche nach der Provinz zwischen Heimat und Großstadt. Besonders die Entprovinzialisierung sei ein typisch deutsches Thema, da die Verschiebung der Hauptstadt von der Provinzstadt Bonn in die Metropole Berlin den Rest der Republik zur Provinz mache. Das Motiv der Großstadt in der Literatur wird in den 90er Jahren wiederbelebt und mit der Rheinischen Brigade bildet sich in Abgrenzung zur neuen Großstadtkultur eine Interessengemeinschaft rheinischer Autoren und Autorinnen. Ein Sonderteil des Heftes beschäftigt sich mit der Literaturförderung und -produktion in Rheinland-Pfalz, wo im Jahr 2001 lediglich ein Autor auf 40 Quadratkilometer kommt.

Sowohl das Heft zur DDR-Literatur als die Ausgabe zur literarischen Provinz gibt es übrigens in unserem Online-Shop. Wir wünschen euch eine anregende Lektüre!

 

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