15.12. - Schund, genossen und verdammt

2012: Ein eigener Comic entsteht

Wir kennen sie alle: Die Arztromane, die Liebesromane, die Westernheftchen und Weltraumgeschichten, bei denen nach einigen Minuten die komplette Handlung und das Ende ersichtlich ist. Dennoch oder vielleicht sogar aus diesem Grund erfreuen sich diese Texte großer Beliebtheit, was sich nicht zuletzt auch in den Verkaufszahlen wiederspiegelt. Der Bösewicht lacht hämisch, bevor im nächsten Moment sein Ende naht, die Helden werden von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt, bevor sie sich der Rettung der Menschen widmen können und das offensichtlich füreinander bestimmte Liebespaar muss einige Hindernisse überwinden, bevor sie zusammen sein können. Doch warum liest eine so große Anzahl von Menschen immer wieder die gleichen, oft als Schund bezeichneten, Geschichten. Und was genau ist überhaupt Schund? Und wo sind die Grenzen zu ziehen? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Ausgabe #22 der Kritischen Ausgabe.

Anerkennung für die Graphic Novel

Nicht nur in der Literatur, sondern auch beispielsweise im Film und anderen Medien lässt sich Schund finden. Einst als Schund abgetan, entwickelt sich heute der Comic, auch unter dem Namen der Graphic Novel,  zum Gegenstand von Feuilleton und Literaturwissenschaft weiter. In unserem Heft #22 hat KA-Redakteur Dirk Walbrühl gemeinsam mit der Diplom-Physikerin und selbstständigen Künstlerin Stefanie Blum den Comic »Schund« illustriert, den ihr euch hier in Auszügen ansehen könnt.

Wie eng die Geschichte des Comics mit den Praktiken der Rechtsgeschichte verwandt ist, wird an Fabian Beers Artikel über die Schmutz- und Schundgesetzgebung anhand von Kästners Philippiken ersichtlich. In den 1920er - 1950er Jahren wurde der angebliche Schutz der Jugend oft als Vorwand für eine Zensur genommen.

 

Spendenaufruf

Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Literatur im Dialog« sowie das Online-Magazin wird von einer jungen, ehrenamtlichen Redaktion betreut. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, mit unserer Arbeit weiterzumachen.

Detaillierte Hinweise für Spenden finden Sie im Impressum.

Wenn Sie mögen, können Sie uns auch ganz einfach unterstützen, während Sie online einkaufen, einen Flug oder Ihren nächsten Urlaub buchen – ohne, dass es Sie mehr als ein paar zusätzliche Mausklicks kostet. Wenn Sie vor dem Einkauf bzw. der Buchung über nachstehenden Button zu einem Online-Shop gehen und dort dann wie gewohnt einkaufen, bekommt die »Kritische Ausgabe« automatisch eine kleine Spende von etwa fünf Prozent des Einkaufswertes gutgeschrieben. Ihnen entstehen dadurch garantiert keine Mehrkosten!