21.12. - Zwischen Licht und Schatten

2016: Prisma der Freundschaft und Beleuchtung des Untergrunds

Der meteorologische Winteranfang fällt für die meisten wohl eher in eine der stressigeren Zeiten des Jahres – entgegen den im Allgemeinen mit der Jahreszeit verbundenen Assoziationen von Stillstand, Ausharren, vielleicht aber auch Gemütlichkeit. Wer freut sich nicht auf das Vorbeiziehen von vorweihnachtlicher Hektik, auf die Ruhe nach dem Sturm und zwischen den Tagen? Wir nutzen die Zeit und erinnern uns an die beiden Ausgaben, die 2016 erschienen sind.

Vor einem Jahr produziert die Redaktion noch mit Andy Scholz als Layouter und Illustrator das Heft #30, in der sich alles um das Thema »Freundschaft« dreht. In seiner Soziologie der Freundschaft legt Georg Simmel den Anfang einer Freundschaft darauf, dass sich zwei Menschen begegnen, voneinander wissen und in die Sphäre des anderen eindringen. Derart weit fasst die erste der beiden 2016 erschienenen Ausgaben unseres Heftes das Thema, wenn sie von spätmittelalterlicher (Loher und Maller) bis zu gegenwärtiger Literatur (Wolfgang Herrndorfs Tschick) die Facetten dieses Phänomens auslotet. Ob Autorenfreundschaften oder Freundschaft als fruchtbares Sujet in der Literatur, ob Virginia Woolf oder Christa Wolf, Thomas Kling oder Thomas Mann – das zeitlich wie inhaltlich breite Spektrum macht die Lektüre der Beiträge umso spannender.

Nicht nur ein neuer Anstrich

Doch wo Licht ist, muss auch Schatten sein. Ganz in diesem Sinne beschäftigen wir uns am düstersten Tag des Jahres auch mit dem nicht minder breit gefächerten Thema unseres Heftes #31 »Untergrund«, das sich sowohl der Untergrund-Literatur als auch der Thematisierung des Untergrunds in der Literatur widmet. So bunt die Themenbeiträge hier auch sind, die Kritische Ausgabe kommt ab sofort im überarbeiteten, monochromen Layout von Ilja Klobertanz daher, der unserem Heft vom Titelblatt bis zur Schriftart einen ganz neuen Anstrich gibt. Die Fotografien, mit denen das Heft illustriert ist, stammen von Esteban Sánchez.

Auch sonst bringt das Jahr 2016 für die Redaktion viel Neues mit sich. Neben einigem Zuwachs in der Redaktion, der sich dank zweier Seminare an der Universität Bonn ergibt, verändert sich vor allem die Chefredaktion. Fabian Beer tritt als Chefredakteur, Isabella Daviotis als Stellvertreterin zurück. Ihre Posten übernehmen im Juni zunächst Milena Niesen und im Herbst dann Clarissa Benning, die gemeinsam mit Michael Preidel die Redaktion leiten.

 

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