Verlangen nach Freiheit

Die Redaktion der Kritischen Ausgabe sucht Beiträge zum Thema »Freiheit«

Nach den Themenschwerpunkten »Freundschaft«, »Untergrund« und bald »Wasser« soll es in unserem Heft #33 um die Freiheit gehen. Nicht erst die wachsende gegenwärtige Angst vor dem Terror führt vor Augen, dass um sie als Ideal der Gesellschaft gekämpft werden muss. Freiheit ist schon immer Thema – gerade auch in der Literatur. Bis zum 5. April suchen wir deshalb Vorschläge für Beiträge, die sich diesem Themenkomplex widmen.

Freiheit beschreibt einen Zustand, in dem man unabhängig, nicht unterdrückt oder aber gefangen ist. Sie ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass das menschliche Zusammenleben reibungslos funktionieren kann. Nicht erst der Terror, der gegenwärtig zur allgemeinen Verunsicherung beiträgt, führt uns jedoch vor Augen, dass um die Freiheit als Ideal der Gesellschaft immer wieder von Neuem – mit Anderen oder aber auch sich selbst – gekämpft werden muss. Gerade in der Zeit der großen Aufklärer erlebte die Diskussion der Freiheit einen Höhepunkt und hat seitdem vielleicht an Tiefe, jedoch nicht an Prägnanz und Brisanz verloren. Wie abstrakt ihre Konzeption auch sein mag, die Frage nach der Freiheit ist schon immer Thema und gerade die Literatur stellt eine geeignete Folie dar, um diesen Urstreit in verschiedensten Formen auszutragen. So begegnet uns der Kampf um Freiheit nicht nur als Thema, wenn Raskolnikow mit der Moral oder K. mit dem Verwaltungsapparat hadert. Er begegnet uns auch, wenn Hans Arp die Grenzen der Lyrik oder Samuel Beckett die des Theaters sprengt. Und zuletzt begegnet er uns, wenn Literatur selbst zum Kampfmittel um die Freiheit wird, beispielsweise wenn Nadja Tolokonnikowa ihre Erfahrungen in eine »Anleitung für eine Revolution« umdichtet.

Für die Herbstausgabe 2017 suchen wir essayistische und wissenschaftliche Beiträge zum Thema »Freiheit«. Dabei sollen bei der thematischen Orientierung folgende Fragestellungen eine Anregung liefern: Wie wird Freiheit in den verschiedenen Geisteswissenschaften begrifflich definiert und welche Überschneidungen und Gegensätze zeigen sich in den verschiedenen Konzeptionen? Handelt es sich bei Freiheit um ein angeborenes menschliches Bedürfnis, oder ist es ein abstraktes Konzept, das sich erst mit dem Entstehen vom gesellschaftlichen Zusammenleben herausgebildet hat? In welcher Form kann Literatur als Medium für politischen Freiheitskampf gelten? Wie findet sich (Un-)Freiheit als Topos in literarischen Texten verarbeitet? Wie zeigt sich Literatur nicht nur auf dem Papier als eine Spielwiese der Freiheit?

Sie haben Interesse daran einen Beitrag zu verfassen? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an heft@kritische-ausgabe.de und skizzieren Sie Ihr Thema in einem kurzen Exposé von etwa 3.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Die Deadline für das Einsenden der Exposés endet am 5. April 2017. Sie erhalten bis zum 19. April eine Rückmeldung, in der wir Sie ggf. um einen ausführlich formulierten Beitrag bitten. Redaktionsschluss für die fertigen Beiträge ist der 20. Juni 2017. Der Text sollte einen Umfang von 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Anmerkungsapparat) nicht überschreiten. Erscheinungstermin des Hefts als Print-Ausgabe und E-Paper ist Oktober 2017.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge für Heftbeiträge!

Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: heft@kritische-ausgabe.de.

 

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