Alles ist aus dem Wasser entsprungen!

Die Redaktion der Kritischen Ausgabe sucht Beiträge zum Thema »Wasser«

Nach den Themenschwerpunkten »Glaube«, »Freundschaft« und bald »Untergrund« dreht sich in unserem Heft #32 alles um das Thema »Wasser«. In jüngster Vergangenheit haben nicht nur die Nachrichten über schmelzende Pole, gesteigerten Verkehr von Handels- und Kreuzfahrtschiffen und Verschmutzung zugenommen. Auch die naturwissenschaftliche Beschäftigung mit Meeren, Seen und Flüssen hat sich entwickelt. Es wird Zeit, das breite Themenfeld »Wasser« einmal aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.

Das Wissenschaftsjahr steht 2016/2017 ganz im Zeichen der Meere und Ozeane. Mit unserem nächsten Heft möchten wir daran anknüpfen und das Thema »Wasser« als Grundbaustein des Lebens auch aus literaturwissenschaftlicher Perspektive betrachten. Neben Feuer, Luft und Erde ist Wasser eines der vier antiken Elemente. Es tritt längst nicht nur flüssig, sondern beispielsweise auch in Form von Wasserdampf oder Eis auf. Bereits in der Bibel wird dem Wasser eine zentrale Rolle zugeschrieben. So wird es als Gegenpol zur Erde geschaffen, es tritt in Form von Sintfluten auf und wird im rituellen Kontext nicht nur bei der Taufe verwendet. Wasser ist ein Medium, das nicht nur einen eigenen Lebensraum bildet, und auf diese Weise immer wieder Einzug in literarische Texte findet. Das beweisen nicht zuletzt auch Geschichten, in denen das Reisen per Schiff von Bedeutung ist. Erzählungen wie Homers Odyssee sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Geschichten vom oder über das Wasser über die Jahrhunderte hinweg Autoren in ihrem Schreiben immer wieder beeinflusst hat.
Dass das Thema »Wasser« ganz besonders in der deutschsprachigen Literatur eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich, wenn man neben den Meeren gerade die Präsenz der großen Flüsse in literarischen Texten berücksichtigt. Im Nibelungenlied zieht sich beispielsweise der Rhein quasi durch die gesamte Erzählung und auch die Romantiker haben diesen Fluss sehr geschätzt. In den Gedichten von Max von Schenkendorf, Nikolaus Becker und Heinrich Heine ist häufig vom Rhein die Rede. Und auch mit Blick auf die Gegenwart ist Wasser – nicht zuletzt aus ökologischen Gründen – immer wieder Teil der Literatur. So sind Werke wie Frank Schätzings Schwarm Beispiele für deutschsprachige Science-Fiction, in denen unter anderem auch aktuelle naturwissenschaftliche Fragestellungen behandelt werden.
Anhand dieser verschiedenen Darstellungen von Wasser in der deutschsprachigen Literatur seit dem Mittelalter lassen sich mit Blick auf das breite Themenfeld für die Literaturwissenschaft – auch in der Berücksichtigung anderer Disziplinen – letztlich anregende Fragen wie diese ableiten: Welche Spannungsverhältnisse ergeben sich aus gegensätzlichen literarischen Darstellungen von Wasser, beispielsweise der Sehnsucht nach dem Meer und der Idylle gegenüber der rohen Naturgewalt? Haben Fortschritte in den Naturwissenschaften auch die Darstellungen von Wasser in der Literatur beeinflusst? Wie werden Wasserknappheit und Durst literarisch abgebildet? Welche Rolle spielen nicht nur Ozeane, sondern auch Regenpfützen in literarischen Texten?
Antworten auf diese oder ähnliche Fragestellungen möchte die Kritische Ausgabe im nächsten Heft gern durch wissenschaftliche oder aber auch essayistische Beiträge darstellen und erörtern. Wenn Sie Interesse haben, inhaltlich zum Heft beizusteuern, möchten wir Sie zunächst bitten, Ihr Thema in einem kurzen Exposé von etwa 3.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zu skizzieren. Bitte senden Sie dieses Exposé bis zum 23. September 2016 an heft@kritische-ausgabe.de. Sie erhalten bis zum 7. Oktober 2016 eine Rückmeldung, in dem wir Sie ggf. um einen ausführlich formulierten Beitrag bitten. Redaktionsschluss für die Beiträge ist der 18. November 2016. Der Text sollte einen Umfang von 18.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Anmerkungsapparat) nicht überschreiten. Erscheinungstermin des Hefts als Print-Ausgabe und E-Paper ist März 2017.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

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