Die Blog-Monologe

Nachrichten aus der elektronischen Kneipe

Wieviele Blogs (= Web-logs, Tagebücher im Netz) in deutscher Sprache gibt es? Das ist die erste Frage, an der man schon scheitern kann. In den Suchmaschinen findet man Zahlen zwischen 27.000 und 750.000, sogar die Zahl eine Million wird genannt, und bei genauerer Betrachtung findet man die abenteuerlichsten Berechnungen auf der Basis geringfügigster Grundgesamtheiten. Ein Analytiker geht von 1 Prozent deutschsprachigen unter den 75 Millionen weltweiten Blogs aus, ein anderer rechnet munter die Ergebnisse der »Thüringer Blogzentrale« hoch auf ganz Deutschland, und ein Dritter peilt über den Daumen und kommt auf 400.000 bis 600.000 Blogs. Schon da tritt einem die ganze Konfusion und Zersplitterung entgegen, die die Blogszene kennzeichnet.

Viel heiße Luft (Foto: Manfred Poser)
Viel heiße Luft (Foto: Manfred Poser)

Im Sommer 2007 zählte www.blogcensus.de 110.000 aktive deutschsprachige Blogs, die in den zwei Jahren seither gewiss auf 150.000 gewachsen sein werden; das kommt einem realistisch vor. 3000 bis 3500 Corporate Blogs (von Industriefirmen geschrieben) sollen darunter sein. Man weiß wenig, es herrscht Anarchie. Doch schon die besten 100 Blogs auf blogoscoop.net kommen auf insgesamt rund 30 Millionen Abrufe im Monat, das sind eine Million Abrufe pro Tag. Da werden in nicht zu unterschätzender Weise Zeit und Energie verbraucht. Und täglich kommen neue Blogs hinzu, auf blogoscoop.net sind das 10 am Tag, nicht gerechnet die auf anderen Listen eingetragenen Blogs und die nicht registrierten. 100 neue Blogs am Tag im deutschsprachigen Raum, das könnte schon realistisch sein.

Die Seite www.bloggerei.de führt fast 7300 Blogs in 24 Kategorien. Davon sind 216 Literaturblogs, 120 Kunstblogs und 696 Computerblogs, wobei ganz vorne Internetblogs (829) und Privateblogs rangieren. Dass die privaten Dinger vom Typ »Liebes Tagebuch« mit 1163 Einheiten nur 16 Prozent des Angebots ausmachen, will man kaum glauben. Aber es kann sein, dass die Blogger selbst ihr Produkt einstufen, und sich dann natürlich in eine Kategorie eintragen. Blogs sind persönlich eingefärbte fortlaufend publizierte Beobachtungen. Oft wird beklagt, deutsche Blogs würden nicht zur Kenntnis genommen; in den USA etwa würden Blogbeiträge sogar in den Nachrichten verwendet. Gut, wenn Angela Merkel bloggen würde, wäre das ein anderes Kaliber. Aber hierzulande habe die Blogszene »ihre Handschrift noch nicht gefunden«, meint der junge Webadministrator Michael Mönnich aus München. Der (oder das) Blog als relevante Quelle, das gibt es hier nicht. Entweder herrscht die platte Privatheit – oder die tausendfältig bekannte PR-Sprache. Der Blog unterwandert die üblichen Kommunikationskanäle, aber es ist noch nicht klar, ob das zu mehr führt als zu dem derzeitigen Grundrauschen.

Anthropos mikros kosmos

Der griechische Philosoph Demokritos aus Abdera (ca. 450 vor Christus), Zeitgenosse des Sokrates, sprach einmal die bedeutenden Worte: »Άνδρωπος μίκρος κοσμος.« Das spricht man »Anthropos mikros kosmos« und heißt: »Der Mensch ist eine kleine Welt.« Als würden Blogger diesen Mini-Satz kennen, nennen sie ihre Erzeugnisse so: »Zaubi’s Welt«, »Bloggersworld«, »Roadrunnerswelt«, »Meine kleine Welt «. Blogs sind eben Tagebücher, bei denen man sich die Gefühlsschwere von Eintragungen ins »Liebe Tagebuch« (die Anspielung betrifft den Film von Nanni Moretti von 1994, Caro Diario, der allen empfohlen sei) erspart. Alles läuft streng auf der Faktenebene ab. »8 Tage super Wetter. 8 Tage super Strecken. 8 Tage super viel Spaß. So kann ich unseren Motorradurlaub in den Dolomiten in drei kurzen Sätzen beschreiben«, heißt es auf »ghostbiker.com«. Die Welten der meisten Blogger sind, gedanklich betrachtet, sehr klein und eng, Dolomiten hin oder her. Was sagt mir als Leser die Ghostbiker-Passage? Nichts. Die meisten Eintragungen sagen nichts. Es sind Bekundungen, dass jemand etwas gelebt hat. Der Student Sebastian Flemig lässt uns in seinem »Ironischen Blog« an seinen Überlegungen teilhaben: »Derzeit ist es ruhig hier im Blog. Das hat auch seinen Grund: Ich versuche immer ein gewisses Level an Unterhaltsamkeit der Beiträge zu erhalten, wenigstens ein wenig zu informieren oder sonst irgendetwas zu vermitteln. Die letzten Tage boten mir allerdings nichts, worüber es sich gelohnt hätte, einen Beitrag zu schreiben.« Jeder hat seine eigene Definition von »Relevanz«, von Bedeutung. Aber passieren muss etwas, und was passiert, wird eins zu eins rübergebracht. Das ist es dann auch. Kleine Begebenheiten denkend zu erweitern, ist nicht Bloggerding. Das Logbuch: »54 Grad westlich Walfisch. Sturm zieht auf. Kapitän seekrank.« – Das ist es, was ist. Diese eingeschränkte Sicht der Dinge, die wohl die Weltsicht der Meisten ist, prägt die Blogs. Und wenn ein paar Tage nichts war, beeilen sich Blogger oder Bloggerin, die Hoffnung zu schüren, dass schon bald »wieder etwas« käme, irgendwas halt. »Hallo meine Lieben. Ich wollte bloß Bescheid geben das es mich noch gibt. Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit meine März-Socken vorstellen, aber erst waren sie nicht fertig und dann konnte ich mich hier bei Overblog nicht anmelden ganz zu schweigen davon dass meine Seite nicht aufgerufen werden konnte ...« (29. März, »der Socken-Blog«)

Imperative: Glamour, Genuss

Aber warum schreiben Menschen Blogs? Man müsste sie fragen. Niemand zwingt sie dazu. Es ist nicht die Lust am Schreiben – denn hier liegt eher ein Protokollieren vor, ein Zeugnis-Ablegen, dass da ein mit Bewusstsein versehenes Lebewesen, in diese Welt geworfen (Heidegger), gewissen Projekten nachgeht, die seinen Bedürfnissen dienen oder dazu, ihm Unlust abzuwehren. Es ist die elektronische Kneipe, in der alle schreien und kaum einer zuhört, es ist »Socializing« für Egoisten und Eremiten: Ich rufe in den Wind und hoffe, dass mich einer hört. Alle erzählen exzessiv von sich selbst; allerdings spricht auch, wer über ferne Galaxien schreibt, von sich selbst. Vor hundert Jahren war für die Meisten das Leben etwas, das man durchzog und das seine Höhepunkte und seine Linie hatte. Heute steht im Warenkapitalismus alles unter dem Imperativ des »Genusses«, wie Theodor W. Adorno schon 1944 in den USA beobachtete und in »Minima Moralia« weitergab, und heute zudem im Banne des »Glamour«. Erst seit ein paar Jahren macht man den Leuten weis, sie hätten alle das Zeug zum Star, alles drehe sich um sie, sie stünden im Mittelpunkt, und kein Wunder, dass diese dauernde Indoktrination der Medien zu einer Überschätzung des eigenen Egos führt.

Viele unzusammenhängende Botschaften (Foto: Manfred Poser)
Viele unzusammenhängende Botschaften (Foto: Manfred Poser)

›Also da ist der Glamour-Imperativ, und soo spannend ist mein Leben nicht, aber wenn ich es aufschreibe (und sozusagen mein eigener Leser bin), sieht es gleich besser aus: Ich bin mein eigener Gesellschaftskolumnist.‹ Doch da Blogger und Bloggerinnen ihr Leben kennen, aber nicht übertrieben begabt in Empathie sind, wissen sie den niedergeschriebenen Fakten keine Schattierungen und Dimensionen beizugeben; sie wissen nicht, was den Anderen darüber hinaus interessieren könnte, vorausgesetzt, sie hätten überhaupt genügend Einblick in sich selbst. Sie schreiben »8 Tage super viel Spaß« und wissen, wie es war; aber wenn das etwas brächte, hätte Shakespeare Romeo und Julia in einer Inhaltsangabe von drei Sätzen abliefern können.

Es geht gar nicht um das Beleidigtsein der Autoren, die um den Fortfall ihres Redeprivilegs fürchten. Nicole: »Boha nu fang ich zum dritten mal nen Blog zu Schreiben ich hab so iwie om mom da Null Lust zu… Die Sonne zieht mich Magisch an… das is so schön Warm draußen… Und wenn ich gleich Wäsche aufhänge wert ich mich noch augenblich gemütlich in die Sonne setzen glaub ich… mal sehen… sonst gibst eigendlich nichts Neues bei mir die Heia Park Bilder hab ich immer noch nicht Online gestellt ...« Ja, sowas gibt es. Es gibt auch Technofreaks, die auf eine andere Art stammeln – Christian: »Ich hatte ja geschrieben, dass ich auf jabber umsteige. ab heute ist das der fall. damit meine icq korrespondenz aber nicht komplett wegfällt, hab ich einen transport zu icq eingerichtet. jeder der ein jabber konto bei mir hat kann diesen jetzt über service discovery finden und nutzen.«

Don Alphonso

Doch seien wir nicht zu böse mit Nicole und Christian. Die großen deutschen Zeitungen lassen bloggen, die FAZ lässt täglich fünf bis sechs neue Beiträge auf die Menschheit los, und da sie Geld hat, hat sie sich auf dem Transfermarkt den bekanntesten deutschen Blogger Don Alphonso aus Ingolstadt eingekauft. »Stützen der Gesellschaft« heißt der Blog und das darf man ruhig wörtlich nehmen. Dem Don darf man dann nach England folgen, wo er ein altes Jaguarmodell kauft, und würde man Don Alphonsos Werdegang verfilmen: Nur John Cleese käme für die Hauptrolle in Frage. Häufig gelesen: sein Beitrag »Garnelen, Buddha und Abwracken als deutsche Stilikonen«. Ein Titel, der seltsam sein soll und dann in diesem Wort endet, bei dem man zunächst »Silikon« liest, weil man die »Stil-Ikone« noch nicht draufhat. Übrigens finde ich, dass fast alle Don-Alphonso-Titel unelegant klingen. Analysieren wir die ersten Sätze. »Möchte ich, dass jeder wie ich lebt?« (So eine Frage habe ich mir noch nie gestellt.) »Wünsche ich mir Millionen Konkurrenten beim Erwerb victorianischer [sic] Möbel, soll jeder so erzogen sein wie ich, wünsche ich mir alle, wirklich alle in der Orgelmatinee zu sehen und wäre es wünschenswert, jeder kaufte seine Torten bei meinem Lieferanten?« Ja, so stellt man sich FAZ-Autoren vor. Orgelmatinee. Seine Antwort: nein. Dann: »Ich bin kein zwingender Befürworter eben jener Klassengesellschaft, deren Nutznießer ich am Ende der gesellschaftlichen Freßordnung ich bin ...« Ich ich; elitär, aber nicht zwingend, und sein Herumgeplauder ist auch nicht zwingend. Seine Blog-Kollegin ließ sich anlässlich eines Rom-Besuchs über John Ruskin aus, einen Kunstkritiker. Sind Blogs privat, solipsistisch, unkritisch, unpolitisch?

Viel Bierzelt-Gemurmel (Foto: Manfred Poser)
Viel Bierzelt-Gemurmel (Foto: Manfred Poser)

So kommen wir wieder auf den Kern des Metiers. »Il Mestiere di Vivere«, hieß das Tagebuch des italienischen Dichters Cesare Pavese. Im Italienischen klingen leben und schreiben ähnlich: vivere / scrivere. Das ist hübsch. Warum lesen wir etwas und warum lesen wir weiter? Entweder das Thema und die Geschichte sind packend (oder »relevant«) – oder die Darstellung ist so gut, dass es fein dahinfließt und man wissen will, wie es weitergeht. Man sollte aber nicht nur schreiben und leben lernen, sondern sein Leben auch lesen können. Man kann lernen, was in seinem Innersten abläuft, man kann lernen, was wichtig ist und wie man Sachverhalte sprachlich ausdrückt. Der Rest ist Auswahl. Das Elternhaus und die Schule sollten dabei helfen, aber da hapert es, und wie seit Jahrhunderten, vielleicht seit Jahrtausenden, bleibt die Mehrheit der Menschen sprachlos – und weiß oft genug nicht einmal, was sie in Sprache fassen könnte. Lesen hilft. Zuhören hilft. Die Stille hilft. Aber alle wollen ja gleich schreiben und schreien.

Der alltägliche Wahnsinn

Weiter im Blog. Blogs sind ein Sammelsurium der Gesellschaft, sind das ganze Chaos durcheinander murmelnder Stimmen. Städte und Gemeinden bloggen undercover (Rüdesheim, Freiburg, Dresden), ein paar Exoten melden sich aus Mexiko, Barcelona oder Thailand und spielen Auslandskorrespondenten; es gibt erotisch angehauchte Blogs (»Erotische Geschichten«, »Sexchat Stories«), dann die Corporate Blogs, die ihre Pressemeldungen in die Welt streuen; es gibt die Bösen (»Sargnagelschmiede«, »kreidebleich«, »hirnrinde«, »kotzboy«) und die Hobbyisten (»Reiter«, »Biker«, »Läufer«, »Modellbauer«). Ganz oben rangieren Schnäppchen-Blogs und Promi-Tratschseiten. Bei blogoscoop.net auf Nummer eins: »mydealZ«, der Schnäppchen-Blog mit 3,9 Millionen Abrufen im Monat, dann folgen der »Promi-Pranger« mit 1,8 Millionen, »BILDblog«, »Cartoonland« und »Stylicon.de« (Mode, Schuhe, Online-Shops), auch noch mit 1,1 Millionen. Diese Massenblogs sind eine Verlängerung der Kommerzwelt und zeigen, was die meisten interessiert: billig einkaufen, über Promis tratschen. Zur Erheiterung kann manche Stelle durchaus beitragen. »Fly Me to the Moon«ist ein schöner Blogname, und unter »Schlaflos in Alphaville« steht : »Wollte gestern ja schon die erfreuliche Mitteilung machen, dass ich eine Stunde länger geschlafen habe. ... Und heute morgen bin ich auch wieder zu früh wach geworden nach dem zweiten Schlafen weil ich geträumt habe mein Vater bringt sich, seine neue Familie und meine Schwester um. Was ein quatsch. Naja, irgendwie ist es passiert und dann war ich dabei und es ist doch nichts passiert. Alles sehr komich. Da soll jemand mal morgens erholt aufwachen.« Wenigstens etwas, das tiefer blicken lässt. Das Bloggen kann durchaus als Graswurzelbewegung verstanden werden, als Ventil einer alten Sehnsucht: sein eigenes Leben zu überhöhen, aufzuwerten, dem Leben der Stars anzunähern. Leitmotiv ist der »alltägliche Wahnsinn«, das Ideal ist es, eine irre, gehetzte, emotional angedrehte und spannende Existenz zu führen. Auch wenn die Mittel dürftig sind, macht sich der Wunsch bemerkbar, den anderen mit Worten verführen zu wollen, den Leser von der eigenen Relevanz zu überzeugen. Die kleinen Kämpfe, die großen Siege! »Zaubi« wirbt mit »Willkommen in meinem Universum«, hatte Anfang Juni 300 Gramm abgenommen, was ihr Gewicht auf 94,5 Kilo reduzierte, und am 20. Juli, als sie ihren 100. Beitrag schrieb, stand sie bei 93,7 Kilogramm. Ihre Adresse lautet: zaubis-kosmos.de. Anthropos mikros kosmos, da haben wir es wieder. Fremde Welten gibt es: schon in der Wohnung nebenan.

Also erstens bin ich in einem

Also erstens bin ich in einem Alten wo ich Kritik vertragen kann noch dazu du hast es mit dem Admin abgesprochen wegen dem Link ?? Nur zu Info der Admin bin ich... und ich wurde nicht gefragt... und es war auch nie ein Link hier vorhanden... noch dazu stellst du Text zeilen von mir mir online die nicht der Wahrheit
entsprechen... von mir aus lass den text drin aber ich will das meine URL und mein Name aus dem Text Verschwinden... den nach meiner Info musst du Fragen bevor du mich Namenlich nennst... !!!!
Und die seite hier... scheint es nicht gerade mit der Ehrlichkeit hier zu haben...

Hallo, Nicole! Wer sich

Hallo, Nicole!

Wer sich öffentlich äußert, muss es sich leider gefallen lassen, dafür auch öffentlich kritisiert zu werden, und zwar ohne vorher gefragt zu werden. So ist das nunmal, übrigens auch rechtlich. Allerdings wirst Du in dem vorliegenden Beitrag ja weder kritisiert noch (und schon gar nicht) beleidigt, sondern lediglich als eine von mehreren Stimmen zitiert. So what?

Aber sei's drum. In Absprache mit dem Autor habe ich den Link zu Deinem Blog entfernt, und da sich das fragliche Zitat dort ja ohnehin nicht mehr findet, dürfte Deine Anonymität, um die es Dir im Kern ja zu gehen scheint, ausreichend gewahrt sein.

Schöne Grüße
Marcel

noch dazu textezeilen wie

noch dazu textezeilen wie (»Boha nu fang ich zum dritten mal nen Blog zu Schreiben ich hab so iwie om mom da Null Lust zu… Die Sonne zieht mich Magisch an… das is so schön Warm draußen…) Hab ich NIE Geschrieben... das Wort Magisch... habe ich nie in meinem Blog benutzt...Wie gesagt ich möchte das die komplette Zeile aus dem Blog Text hier Verschwindet...

Also erstens der Ausdruck

Also erstens der Ausdruck Technofreak ist schon mal son Ding was Unterstellung nenne zweitens wenn du schon Über mich berichtest hast du mich vorher zu Fragen... und dritten Verlange ich das du diesen abschnitt mit deinen derart finde ich schon Frechen Anschuldigungen aus deinem Blog raus nimmst... ERST JEMANDEN FRAGEN OB MAN ÜBER IHN SCHREIBEN KANN UND DANN ERST ER LOS HAUEN

Wir vertragen schon Kritik,

Wir vertragen schon Kritik, ganz oben steht über Ihrem Artikel "Diskussion", also denke ich sollten wir hier über Ihren Artikel, der so ganz und gar nicht das wieder gibt was Blogger bezwecken, diskutieren, oder? Wenn das hier nicht erwünscht ist, dann bitte das Kommentieren abschalten. Nochmals zur Erinnerung: Blogger sind nun mal keine Diplom Journalisten, sondern haben neben dem Schreiben von Artikeln ja auch noch eine Arbeit. Wenn ich den ganzen Tag über einen Artikel nachdenken könnte, sähen diese mit Sicherheit professioneller aus. Aber ich erhebe nicht den Anspruch perfekt zu sein und mache das ganze aus Spaß an der Freude, den ich mir durch obige Artikel nicht nehmen lasse. Wie Sie auch so schön schreiben: "Es gibt schließlich noch andere Dinge auf dieser Welt als unser kleines Ich und unsere Alltagsprobleme." Dies ist ganz mein Motto. Es gibt Wichtigeres!

Keine Ursache. Ja, die

Keine Ursache.

Ja, die Anzahl überrascht mich bis heute. Aber mein Blog ist wohl das einzige, in dem es nicht um die Strickerei, sondern um Politik und Computer geht :-D

Hallo m.! Warum sollte man

Hallo m.! Warum sollte man nicht Dinge aus der Ferne "ohne weitere Kenntnisse" kommentieren dürfen? Was muss ich denn wissen über einen Satz, der mir doof vorkommt? Ihr vertragt einfach keine Kritik. Und überhaupt sind wir anderer Ansicht über das, was unterhaltsam ist. Du bist wie die meisten mit den Fakten zufrieden, und wenn dir das reicht, wunderbar. Das macht das Leben einfach. - Aber langsam sollte es gut sein mit dem Rumjammern und den Gegenattacken, denn sonst gebt ihr mir nur Recht mit meiner Vermutung, dass Blogger gemütlich in ihren privaten Welten dahinsegeln und nur reagieren, wenn sie privat betroffen sind. Es gibt schließlich noch andere Dinge auf dieser Welt als unser kleines Ich und unsere Alltagsprobleme. Ciao Manfred.

Als ein Freund von Ansgar

Als ein Freund von Ansgar (und seinen Blog gut kennend) möchte ich folgendes Anmerken: Manche Dinge sollte man nicht aus der Ferne ohne weitere Kenntnisse kommentieren.
Ich mache es jetzt aber auch und schreibe: In der Kürze liegt die Würze! Denn wenn ein Poser über "Hoch zum Mortirolo über den Passo del Tonale, Juli 2008" schreibt und dabei erst mal nicht in die Gänge kommt, sondern erzählt wie sich ein Indianer vorkommt, wenn er das Rennrad unter dem A.... weggeschossen bekommt, danach welches Fahrrad welchen Preis kostet so Frage ich mich schon an diesem Punkt über was er schreiben wollte. Wenn ich ein Buch will kaufe ich mir eines in der Buchhandlung.
So kann ich nur aus dem Werk des Hauptautors noch einmal zitieren: "Im Winter blickt man gern aufs Jahr zurück und sagt sich: Gut, dass ich das oder jenes gemacht habe"
Bei einigen Dingen war es weniger gut...

Hallo Maria! Du hast völlig

Hallo Maria! Du hast völlig recht, Blogs geben den Ungehörten im Lande ein Podium, um sich äußern zu können. Ich habe mich vielleicht ein wenig davontragen lassen und vergessen, dass Bloggen vielen Leuten Spaß macht. Aber wenn man das Phänomen ernst nimmt, muss man manchmal von oben draufschauen, und das ist dann eben der Professoren-Blick, der nicht allen gefällt. Einfach weitermachen mit Freude, dann kann es nicht falsch sein. Doch das hatte ich bemerkt, diese Bewegung von unten, die eine demokratische Bewegung ist. Irgendwann wird sie auch weiter oben ankommen, aber, wie von dir gesagt, es geht darum, dass der Mensch sich äußern kann und von einigen gehört wird. Ciao Manfred.

Hallo Ansgar! Ich wollte nie

Hallo Ansgar! Ich wollte nie sagen, dass deine Welt sehr klein und eng sei. Vielen tut man unrecht, aber Sprache verallgemeinert immer, Aussagen werden zugespitzt, aber das kann man auch als Provokation nehmen. Wenn jemand über eine Partei schreibt, sie habe kein Konzept, dann wird das auch falsch sein, denn in dieser Partei wird es viele geben, die doch ein Konzept haben. Alles, was man sagt, ist nur eine Generalisierung, und wollte man allen gerecht werden, müsste man mit dem Schreiben aufhören. Ich schreibe auch nicht mehr über Blogs; es wird genug geschrieben. Wir arbeiten dennoch alle und geben uns Mühe, mit jeden Satz, viele Grüße M. Poser.

Vielen Dank für den Hinweis!

Vielen Dank für den Hinweis! Die Quelle des Zitats lässt sich (zumindest auf die Schnelle) leider nicht mehr ausmachen. Beeindruckt hat mich allerdings die schiere Zahl (und Vielfalt) von Sockenblogs, auf die ich bei meiner Suche gestoßen bin ... ;-)
Wie dem auch sei: Den Link (und ein paar andere) habe ich entfernt.
Alles Gute!
Marcel

Ich finde es ja sehr nett,

Ich finde es ja sehr nett, dass sie da oben auf meine Seite (sockenblog.com) verlinken, aber das von ihnen zitierte Zitat stammt nicht von mir. Ich gehe stark davon aus, dass sie eigentlich über sockenblog.de (nicht .com) geschrieben haben.

Trotzdem bedanke ich mich natürlich für den Link ;-)

Hut ab! Sie schaffen es

Hut ab! Sie schaffen es aufgrund eines Artikels zu behaupten meine Welt wäre gedanklich betrachtet sehr klein und eng.
Da ich nun weiß, das meine "gedankliche" Welt nicht klein und eng ist, das wissen zum Glück auch all meine Freunde und die die ich durch das Bloggen/den Blog kennengelernt habe, kann ich mit dieser sachlich falschen Aussage sehr gut leben.

Meiner Meinung nach ist der

Meiner Meinung nach ist der Artikel leider viel zu eintönig. Blogs sind mittlerweile ein beliebtes Medium. Ich schreibe nicht von den blogs, die Sie zitiert haben, wo ich mich frage, wo Sie diese aufgegabelt haben. Vielleicht hätten Sie Ihre Zeit besser genutzt und hätten auf tolle blogs verwiesen; blogs, die sich auf bestimmte Themen wie Sport, Literatur, Mode, Kunst etc. beziehen und für Menschen, die sich für diese Themen interessieren, von großer Bedeutung sind und die Spaß machen. Natürlich sind diese blogs nicht wissenschaftlich fundiert, zum Glück!! Wissenschaftliche Aufsätze gibt es zu Hauf in unseren großen Bibliotheken, tolle Artikel von gut ausgebildeten Journalisten in unseren Zeitungen (wobei hier und dort oft auch großer Müll herauskommt!). Durch blogs ist jeder eingeladen, etwas Kleines zu publizieren, worüber er sich vorher Gedanken gemacht hat. Ob es nun qualitativ gut ist oder nicht, entscheidet nicht der Herr Professor, sondern die Leute, die den blog lesen. Da jeder blogger eine Statistik einsehen kann, wieviele Menschen den blog lesen, wird er schon informiert sein, ob er Interessantes zu sagen hat oder nicht. Man muss den blog-boom im großen Ganzen sehen. Blogs geben den vielen Unerhörten in unserem Land eine Chance, wenigstens ein bisschen wahrgenommen zu werden, ob auf psychischer oder beruflicher Ebene. Und wenn ein bisschen Spaß dabei ist, ist das nun wirklich nicht verwerflich.

Liebe Leserinnen und Leser!

Liebe Leserinnen und Leser! Gerade bin ich auf den/das Blog "Intensivkind" gestoßen und merke, dass ich bei meinem Rundumschlag natürlich auch vieles ausgelassen habe und zu wenig positiv gewesen bin. Denn wenn jemand psychisch krank ist, ein behindertes Kind hat oder womöglich einsam in einer fremden Weltgegend herumhängt, ist ein Blog sicher eine wunderbare Möglichkeit, sich mit Leidensgenossen auszutauschen, Gleichgesinnte zu finden oder sich etwas "von der Seele" zu schreiben. Das wäre immerhin ein Thema für eine Abschlussarbeit im Sozialwesen, und überhaupt: Das dürfen wir nicht vergessen. Blogs sind eine Welt, und mit einem Artikel kriegt man die nicht ganz in den Griff. Gruß Manfred Poser.

Hallo Herr Heller! Auch Ihre

Hallo Herr Heller! Auch Ihre Kritik meiner Kritik ist kritisierbar. Mit dem Verweis auf irgendeine "ernstzunehmende Blogforschung" und der Nennung zweier Namen können Sie mich nicht irre machen; die "relevanten Ergebnisse" bauen wir uns selber. Willkür bei der Auswahl der Zitate ist angesichts der willkürlich geschriebenen Blogs genau richtig. Außerdem, das zur Beruhigung, sollte das ja kein Verdikt, sondern nur der Versuch einer Beschreibung sein, und typisch deutsch daran war nur die Sprache. Bessere Beiträge zu den Blogs sind jederzeit willkommen. Gruss M. Poser.

Der Autor läßt das kleine Ein

Der Autor läßt das kleine Ein mal Eins der Literaturrecherche unberücksichtigt. Ansonsten hätte er neben einer höchst willkürlichen Auswahl aus Blogsauszügen, Gesprächpartnern sowie "Forschungsergebnissen" der Tagespresse auch die seit Jahren mit relevanten Ergebnissen aufwartende Blogforschung zur Kenntnis genommen. Hat er aber nicht im Ansatz: Weder Lilia Efimova, noch Jan Schmidt, noch irgend ein anderer Autor wird zitiert oder zumindest auf ihn verwiesen. Was für Herrn Poser den Vorteil hat, das typische deutsche Verdikt über das Medium Blog noch einmal ungestört und wortreich wiederholen zu können.
M.E. ist das keiner eingehenden Kritik würdig.

1. Ich bin sicher nicht der

1. Ich bin sicher nicht der bekannteste deutsche Blogger
2. Für mich ist das ein Hobby und de facto ein Zuschussgeschäft. Ich mache das vor allem aus sportlichen Gründen. Weil ich zeigen will, wie ein gutes Profiblog geht.
3. Es ist ein Sunbeam Supreme 90 Mk. III und kein Jaguar
4. Nicht Ingolstadt. Gmund am Tegernsee bitte.

Es ist schon beeindruckend

Es ist schon beeindruckend wieviele Leute über ihre täglichen Erfahrungen im Netz berichten... wohl mal eine neue Variante des seelenstriptease wie ich finde...

 

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