Gute Seiten, schlechte Seiten: Haruki Murakamis »Gefährliche Geliebte«

BuchcoverNun ist es also das "Buch für die Stadt": Der Roman Gefährliche Geliebte des Japaners Haruki Murakami. Im Original erschienen 1992, 1998 übersetzt ins Englische und schließlich im Jahr 2000 (aus dem Englischen) ins Deutsche. Viel wurde bereits darüber gesagt, im Rahmen der Matinee zu dem Kölner Festival hat Elke Heidenreich (nochmals) ihre Meinung kundgetan – und worüber sich das "Literarische Quartett" öffentlich zerstritten hat, das bedarf ohnehin keiner weiteren Erläuterung mehr.

Dennoch wollen wir, aus gegebenem Anlass und unter möglichst großer Nichtbeachtung des bereits gesagten, versuchen, den Roman einmal von den zwei Seiten zu beleuchten, die Literaturkritiker eigentlich vermeiden sollten: PRO und CONTRA. Eine "ultimative Lobhudelei" probiert Stefan Andres, einen Verriss sondergleichen Marc Petersdorff.

 

Pro

Wahre Liebe wartet
Von Stefan Andres

25 Jahre fehlen. Nicht irgendwelche, sondern genau die 25 Jahre, in denen Männer und Frauen üblicherweise beginnen, sich füreinander zu interessieren, sich näher zu kommen, sich gegenseitig zu erkunden, sich erst zurückhaltend und bald leidenschaftlich zu lieben – und schließlich für den Fortbestand ihrer Art zu sorgen. Der ewige Kreislauf des Lebens, der auf dem Prinzip von Liebe und Leidenschaft basiert, erblüht, auch bei vielen literarischen Vorbildern, mit dem zwölften Lebensjahr und endet – hier mag man streiten – irgendwo nahe dem vierzigsten.

Haruki Murakami stiehlt seiner Hauptfigur Hajime in Gefährliche Geliebte zwar nicht diese 25 Jahre. Aber er entzieht ihm das Mädchen, das für ihn für ebendiese 25 Jahre vorbestimmt zu sein schien – und mit dem es für diesen Roman zu nichts weiter als einer schönen, aber furchtbar uninteressanten Liebesschmonzette gereicht hätte: Shimamoto, wie Hajime ein Einzelkind und leicht gehbehindert, mit der gemeinsam er an vielen Nachmittagen die Plattensammlung ihres Vaters erkundet – und tiefe Freundschaft findet. Mit zarten zwölf Jahren trennt das Schicksal in Gestalt eines Schulwechsels die beiden voneinander, ohne Not – denn ihre Wohnungen liegen weiterhin nah beieinander – verzichtet Hajime darauf, Shimamoto nach der Schule zu besuchen und so bleibt es bei einer einzigen, eher beiläufigen Berührung ihrer Hände, die Hajime umso eindrücklicher in Erinnerung bleiben soll:

Wir hielten uns nur ein einziges Mal bei der Hand. Sie führte mich gerade irgendwohin und ergriff meine Hand, wie um zu sagen: Hier lang – beeil dich! Unsere Hände waren, wenn's hoch kommt, zehn Sekunden lang umeinander geschlossen, aber mir kam es eher wie dreißig Minuten vor. Als sie mich losließ, fühlte ich mich plötzlich verloren.

Und Hajime bleibt verloren: Fortan will ihm nichts mehr so recht gelingen. Seine erste richtige Freundin, die nicht wirklich hübsch ist und die er mit deren Cousine betrügt, eine vertane Studienzeit, die ihn nicht ausfüllt und ihn schließlich in einen uninteressanten Verlagsjob spült. In seiner Isolation bleibt Hajime, das Einzelkind (ein stets wiederkehrendes Motiv in dem Roman), in der ihn umgebenden Gesellschaft seit der Trennung von Shimamoto tatsächlich allein. Erst als er seine spätere Frau Yukiko kennen lernt, scheint sich das Glück für ihn zu wenden: Nun hat er eine hübsche Frau, zwei prächtig gedeihende Töchter, einen einflussreichen Schwiegervater, der der jungen Familie nicht nur das nötige Kleingeld besorgt, sondern Hajime auch die Möglichkeit verschafft, zwei Bars zu eröffnen und zu leiten. Er führt ein scheinbar zufriedenes Leben und betrügt seine Ehefrau nur gelegentlich.

Dennoch versteht es Murakami glänzend, das Dilemma, in dem sein Protagonist steckt, sehr eindringlich zu erzählen: Die sehnsuchtsvolle Erinnerung an die alte Schulfreundin nagt in ihm, immer wieder, über Jahre hinweg – und schließlich sitzt Shimamoto eines Tages in seiner Bar. Murakami umgibt sie mit einem Schleier des Geheimnisvollen, den Hajime nicht zu lüften imstande ist und der im Gegenteil immer undurchschaubarer wird, je genauer Hajime oder der Leser dahinter zu schauen versuchen. Sicher ist: Hajime sieht sich einer schönen, reifen Frau gegenüber, die seine Hoffnungen und Sehnsüchte in allen Punkten voll erfüllt. Beide haben das Alter von 37 Jahren erreicht, es gibt also keine Zeit zu verlieren.

Murakami verzögert aber geschickt und lässt den Leser so am Gefühlsleben eines Mannes teilhaben, der gerade eine Verwandlung durchmacht: vom Macho zum Familienvater. Beinahe wie einen Krimi spannt Murakami die sich entwickelnde Romanze, ohne dabei je die Sympathien des Lesers gegenüber Hajime, dem Familienvater, zu riskieren. Das letzte Aufflackern von bedingungsloser Leidenschaft und aufrichtiger Liebe beschreibt Murakami mit eindringlichen Bildern und hält sich dennoch fern von Klischees, wie es selbst in guter Literatur nur selten glückt. Dem Leser bleibt so die melancholisch-schöne Geschichte einer intensiven Liebe, die kurz vor dem Versickern leidenschaftlicher Fantasien noch ein letztes Mal mit soviel Wärme aufflammen kann, beschieden.

Übrigens gaben die (wenigen) Sex-Szenen ja einmal Anlass, den Roman in die Kategorie "Literatur-Fastfood" einzuordnen: Die ersten Erfahrungen des noch jungen Hajime sind in der Tat nicht unbedingt dazu angetan, sich neue Anregungen für daheim zu holen. Aber wer erwartet das schon vom Liebesleben Heranwachsender? Bei der Zusammenkunft zwischen Hajime und Shimamoto hingegen beweist Murakami, dass er mehr Spielarten körperlicher Liebe kennt (und auch beschreiben kann), als nur bis zur Besinnungslosigkeit (oder sollten wir sagen: "bis zur Hirnerweichung"?) betriebene Penetration.

Die Kölner Leser können sich glücklich schätzen, mit Nachdruck auf diesen Roman und auf diesen Autor hingewiesen zu werden.

 

Contra

Vom Wunsch, Analphabet zu sein
Von Marc Petersdorff

Das griechische Wort "synaptesthai" bedeutet "sich verknüpfen". Von ihm entlehnt ist der klangvolle Terminus "Synapse", wichtiger Teil des Gehirns, also eine erweiterte Bedeutung der Verknüpfung. Damit wären gleich zwei wesentliche Aspekte erwähnt, die dem Text Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami fehlen. Doch wie äußert sich dieser Mangel explizit?

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Hajime, die bedauernswerte Reflektorfigur (wobei der personalen Erzählperspektive auch gleich die Kondolenz ausgesprochen sei, da sie schon so viel hat über sich ergehen lassen müssen und auch hier nicht verschont bleibt). Dieser Hajime stellt gleich zu Anfang die Behauptung auf, seine Geburt sei völlig durchschnittlich verlaufen. Nun wird Textanfängen ebenso häufig wie fälschlich unterstellt, sie enthielten bereits latent das fundamentale Prinzip des gesamten Textes. Dabei handelt es sich um einen besonderen Befund des Fehlschlusses, er stimmt nämlich nur zur Hälfte: Mit der Geburt der tragenden (aber hier schließlich untragbaren) Hauptfigur geht oft die "Geburt" des Textes einher, nur sind in Gefährliche Geliebte beide, auch in ihrer Entwicklung, unterdurchschnittlich.

Aber der Text sei zunächst – auch wenn es schmerzt, ihm dadurch einen Kohärenzstatus zu verleihen, den er gar nicht hat – zusammengefasst:

Hajime wächst in einer Wohlstandsgesellschaft als Einzelkind auf, worunter er leidet, weil der Einzelkindstatus zu dieser Zeit noch selten ist. Er lernt die gehbehinderte Shimamoto kennen, die ebenfalls ein Einzelkind ist und in die er sich verliebt, worauf allerdings kein Geständnis folgt, bis beide sich im Alter von zwölf Jahren aus den Augen verlieren. Die Erlebnisse dieser Freundschaft bleiben prägend. Er besucht weiterführende Schulen, hat seine erste feste Beziehung und seine ersten erotischen Erlebnisse. Den ersten Beischlaf jedoch hat er erst später, mit der Cousine seiner ersten Freundin Izumi – davon dann aber auch reichlich: "Zwei Monate lang trieben wir es so leidenschaftlich miteinander, dass ich befürchtete, uns würde das Hirn zerschmelzen. [...] Vögeln war das einzige, was wir taten." Um mal eine Kostprobe dieses Textes gegeben zu haben. Die Cousine ist übrigens auch Einzelkind...

Hajime studiert, stellt allerdings nichts auf die Beine, arbeitet frustriert in einem Verlag, lernt seine spätere Frau kennen, setzt zwei Kinder in die Welt und erhält von seinem Schwiegervater die Möglichkeit, zwei Bars zu eröffnen, die erfolgreich laufen. Nur ist er, wie sollte es auch anders sein, unglücklich, weil unausgefüllt. Irgendwann, nachdem er die ganze Zeit natürlich an seine geliebte Schwester im Geiste Shimamoto hat denken müssen, in die er fleißig hineinprojiziert, taucht diese dann selbstverständlich auch auf. Sie ist geheimnisvoll, zwischen ihnen entwickelt sich ein Amouröschen, umflort von unterschwelliger Leidenschaft, sie verschwindet – wie es sich gehört – ab und zu geheimnisvoll, beide haben schließlich Sex, worauf sie – wie es sich gehört – ganz verschwindet, er bereut und kehrt, mehr oder weniger unfreiwillig, zu seiner Familie zurück – wie es sich gehört. Das sieht ja, wenn auch nicht allzu originell, so doch zumindest nach einem kurzweiligen Stoff aus: Das Trauma eines Einzelkindes, verschworene Seelenverschwisterung mit einem Mädchen mit Gehfehler, Verlust, Betrug, Projektion etc.

So könnte man denken.

Man kann aber auch bewährt spannende, mit Reflexionen auffüllbare Schablonen stümperhaft ausmalen und dann auch noch schlecht oder gar nicht miteinander verknüpfen. Dass dies überhaupt kein Problem ist, beweist Gefährliche Geliebte. Diese Einheiten werden nämlich alle angerissen wie laienhaft zusammengeschusterte Hollywoodplots, aber keine einzige findet eine genauere Ausführung, noch nicht einmal der latente Machismo Hajimes, der im Übrigen als einziges so etwas wie einen roten Faden darstellt. "Aber es gibt doch die subtilen Anspielungen! Das Nichtgesagte, die Leerstelle ist doch meist am aussageträchtigsten", könnte nun ein Einwand lauten. Nicht jedoch hier: Es wird alles gesagt, selbst das Unsagbare, das man nicht antasten sollte. Dass es auch unsagbar schlecht ausfallen kann, wenn man es dennoch versucht, wird hier bewiesen. Das Unsagbare zieht in den meisten Fällen, in denen es auch ungesagt bleibt, Konsequenzen nach sich: Folgen, die verloren im Raum späterer Textabschnitte stünden, hätte man vorher nicht zwischen den Zeilen mitgelesen. Und nur weil Murakamis Text wie ein Flickwerk aus bereits erwähnten Schablonen daherkommt, bedeutet das noch lange nicht, er enthalte tatsächlich solche Leerstellen.

Was meint hier aber Schablone oder das oben angekündigte Unverknüpfte? Man stelle es sich folgendermaßen vor: Jemand, der sonst nur daran gewöhnt ist, Love Storys à la Dr. Sommer für etwaige Adoleszenzmagazine zu schreiben, versucht plötzlich, eine totaaal anspruchsvolle Geschichte zu verfassen, in der gaaanz tiefe Gedanken vorkommen, und das Ganze soll dabei auch noch voll spannend sein. Bei besagten Storys sieht es ja so aus, dass sie in der Regel etwas kürzer gehalten sind und alles eigentlich nur auf die Sexszenen ausgerichtet ist. Damit der noch unverdorbene Leser aber nicht den Eindruck gewinnt, er lese einen softpornographischen Wisch, gibt es noch eine Handlung, die die Veröffentlichung der Story überhaupt erst legitimiert. Da es aber letztlich dann doch nur auf die Sexszenen und ihren Aufklärungswert ankommt, muss der Schreiber sich bei diesen Lücken auch keine Mühe geben und darf sie gewissenlos mit Alltagsklischees aus der Welt der Teenager füllen.

Dieses Unterfangen nimmt bloß fatale Züge an, wenn man, wie Murakami es anscheinend getan hat, versucht, dieses Genre zu dehnen, um eine ältere Zielgruppe zu erreichen, und auf über 200 Seiten plattzuwalzen. Die Durststrecken werden schmerzhaft gedehnt, erzählen von einem zum Gähnen anregenden Leben, in einer Sprache, die sich oben genanntem Genre fügt. Ein paar Versuche, bedeutsam salopp zu werden, stolpern und stürzen genauso wie die pseudo-weisen Sentenzen und möchtegern-poetischen Vergleiche, mit denen die Sexdurststrecken gespickt sind.

Ein Beispiel: Nachdem man wieder einmal eine lange Passage in einer "Briefmarkensammlungen-sind-prickelnd-gegen-mein-Leben"-Sprache zu lesen hatte, kommt unvermittelt ein Satz wie dieser: "Ein Lächeln spielte um ihren Mund, ein Lächeln wie ein durchscheinendes Rauchwölkchen, das an einem windstillen Tag himmelwärts schwebt." Kein Kommentar!
Ein weiteres Beispiel:"Mit einem wirklich schönen Lächeln, so schön, dass man das ganze Bild am liebsten eingepackt hätte, um es irgendwo sicher zu verwahren."
Noch mehr gefällig? "Das schmerzte, als habe sich ein kleines Loch in meinem Herzen aufgetan." Das schmerzt.

Dem Einwand, dass der Tandcharakter dieser Zeilen gemildert oder sogar aufgehoben werden könne, wenn das Bild sich mit dem weiteren Inhalt des Textes verknüpfte, wäre zu entgegnen, dass Rauchwölkchen und Konsorten ansonsten nicht auftauchen. Und so verfährt Murakami durchgängig. Man könnte schließlich, wie das häufig in derartigen Fällen geschieht, als letzte Rettung versuchen, Murakami dadurch zu entschuldigen, dass er schlecht übersetzt wurde. Aber der Plot und die Art und Weise, wie auf Details eingegangen wird, werden sich auch dann nicht ändern, wenn man eine ungeschickte Übersetzung auf Hethitisch, Manx oder Okzitanisch anfertigte. Allerdings dürfte das oben zitierte "Hirn" ein Zeugnis davon abgeben, dass die Übersetzung tatsächlich nicht die gelungenste ist, da davon auszugehen ist, dass Murakami das Gehirn meinte und weniger vom Metzgervokabular Gebrauch machen wollte.

Aber zurück zum Text. Ein gutes Beispiel für das wahllose Auf- und Abgreifen einiger Sujets ist Hajimes Verhältnis zu Büchern: "Schon immer hatte ich eine Schwäche für Bücher und das Lesen gehabt, und die Freundschaft mit Shimamoto hatte diese Neigung noch vertieft." Dass Hajime liest, findet häufig genug Erwähnung. Allerdings wird nur eine einzige Leseerfahrung geschildert und diese ziemlich dürftig. Ansonsten fällt kein Wort darüber, woher die besagte Schwäche stammt, inwiefern das Lesen ihn prägt oder welche Konsequenzen er daraus zieht und was ihn davon nun so besonders mit Shimamoto verbindet, ja verbündet. Auch bleibt unaufgeklärt, was genau er eigentlich liest, mit einer Ausnahme: Das einzige Buch, das namentlich überhaupt erwähnt wird, ist ein nichtssagender Sachtext, ansonsten bleiben "Buch" oder "Lesen" ein hohles Label, das wohl für nichts anderes steht als das lächerliche Verlangen, der ansonsten ziemlich dumpf konstruierten Figur des Hajime einen intellektuellen Einzelgängerstatus à la Hermann Hesse zu verleihen. Der allerdings hier völlig überflüssig ist, da er keine Funktion erfüllen kann, weil in diesem Text ohnehin nichts funktioniert. Man mag mäkeln, es bringe ihn enger mit Shimamoto zusammen, aber das erledigt schon die erwähnte Ausgangssituation beider als Einzelkinder (die übrigens auch nicht weiter behandelt wird, bis auf den Allgemeinplatz, Einzelkinder seien egoistisch und schwach).

In dem einzigen Gespräch über Bücher in Gefährliche Geliebte findet sich übrigens auch eine beinahe poetologische Aussage dieses Textes: "Wenn ich schlechte Romane lese, habe ich das Gefühl, meine Zeit zu verplempern." Diese Behauptung ist angesichts der Tatsachen nicht nur mutig, sondern auch wahr.

 

Bibliographie

Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte. Roman. Aus dem Engl. von Giovanni und Ditte Bandini. Köln: DuMont, 2001. 230 Seiten. ISBN: 3-8321-4781-0. 19,90 Euro. (bei amazon.de bestellen)

Was soll man zu dem Verriss

Was soll man zu dem Verriss sagen?
Es gibt im Roman den Hinweis, daß Gefühle Realitäten sind, unverückbare, die manchmal wie Steine im Weg liegen. Auch banale Lebenswege werden von ihnen heimgesucht, das sind Ansätze für Dramen. Manchmal wird alles gut, manchmal nicht, sicher sind wir vor nichts. So endet auch der Roman. Wenn etwas lakonisch berichtet wird, muß es nicht leer sein. Wir kennen ja die üblichen Geschichten, wenn's schlecht ausgeht. So kann es auch gut ausgehen, aber ohne Risiko geht es nicht. Das macht diese Geliebte gefährlich. Sie hätte das Steuer herumreissen können. Wozu?
Es wird die Möglichkeit angedeutet, daß Gefühle verschwinden oder sich verändern.
Wer ein starkes Gefühl hat, sollte womöglich dankbar sein, das gibt wenigstens eine Orientierung im ziellos verlaufenden Leben. So bietet sich eine Gelegenheit, aus dem Sumpf des Umhertreibens auszusteigen. Klärung könnte die Folge sein.
Ja, ich hatte mir gewünscht, daß sich Hajime vom Schwiegervater löst, das wird unvollkommen erfüllt im Aktienverkauf und Streit mit seiner Frau. Sein Name wird aber weiterhin mißbraucht für dunkle Geschäfte. Es ist wohl alles irgendwie unvollkommen und unbefriedigend. Der bohrende Kern des Romans ist die fehlende Lösung, die man aushalten muß. Er bietet indessen eine abwartende Perspektive:
Mal sehen, was noch kommt.

Glückwunsch, Marc! Das ist

Glückwunsch, Marc! Das ist mal ein Verriss, ich hab mich wirklich köstlich amüsiert!

 

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