Just left the building: Ulrich Plenzdorf

Der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf ist heute im Alter von 72 Jahren in Berlin gestorben.

Bekannt wurde er vor allem mit der Romanfassung seines Theaterstücks Die neuen Leiden des jungen W., die 1973 erschien und in der Bundesrepublik viele Jahre lang zur kanonischen Schullektüre gehörte – »ein Stück DDR-Weltliteratur«, wie die Berliner Akademie der Künste in ihrem Nachruf betont. Ulrich Plenzdorf sei »ein genauer Beobachter der sozialen Wirklichkeit und sensibel für die Lebensgefühle vor allem junger Menschen« gewesen.

Darüber hinaus schrieb Plenzdorf auch Drehbücher, so etwa zu dem DEFA-Klassiker Die Legende von Paul und Paula (1973, Regie: Heiner Carow) und für die ARD-Fernsehserie Liebling Kreuzberg, für die er 1995 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

[Quelle: Tagesschau]
 

addendum (10.08.07): Nachrufe finden sich heute beispielsweise in der Frankfurter Rundschau, im Tagesspiegel, in der FAZ, im ND und in der Welt.

 

Kleine Post am Rande:
 

Lieber Tod!

Normalerweise rede ich anderen ja eher ungern ins Handwerk, aber wenn ich mir Deine Ernte in den letzten zweieinhalb Wochen so anschaue – Ulrich Mühe (22.7.), George Tabori (23.7.), Michel Serrault (29.7.), Ingmar Bergman (30.7.), Michelangelo Antonioni (30.7.), Raul Hilberg (4.8.), Ulrich Plenzdorf (9.8.) –, möchte ich mir doch die Frage erlauben: Geht's vielleicht auch ein bisschen langsamer?! Man kommt ja aus dem Betroffensein gar nicht mehr raus – und das mitten im (zumindest hier in Berlin) schönsten Sommer!

Sorry, das musste mal gesagt sein ...

 

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