On the road

Teenage Ennui und Angst bei Bret Easton Ellis’ Less Than Zero und Christian Krachts Faserland

I wanna outrace the speed of pain for another day. (Marilyn Manson, Speed of Pain)

Sowohl Bret Easton Ellis’ Debütroman Less Than Zero, den er 1985 als 21jähriger Collegestudent publizierte, als auch Christian Krachts Erstlingswerk Faserland (1995) schlugen bei ihrer Veröffentlichung hohe Wellen. Die meist unsachlich geführten Debatten1 der Literaturkritik ließen jedoch häufig die schlichte Erkenntnis vermissen, dass beide Romane die Geschichten von jungen Männern erzählen, die trotz finanziellen Reichtums arm sind an Freundschaft, Liebe und zwischenmenschlicher Nähe. Die zentrale Handlungsmotivation und gleichzeitig die größte Herausforderung für Clay, Protagonist und Ich-Erzähler aus Less Than Zero, und den namenlosen Ich-Erzähler aus Faserland, ist es den ›Speed of Pain‹ zu überholen, eine schwindelerregende Spirale aus Langeweile und Angst: das Taumeln von einer Party zur nächsten, die oberflächlichen Begegnungen mit Fremden und vermeintlichen Freunden, der allgegenwärtige Drogen- und Alkoholgenuss. In der Welt der Schönen und Reichen gibt es keine echten Höhepunkte mehr, aber viele Tiefpunkte. Der ›Speed of Pain‹ ist zum bestimmenden Moment geworden, weil Langeweile und neurotische Angst in einem fruchtbaren Wechselverhältnis stehen.

Ennui

Beide Romane weisen Ähnlichkeiten in der Struktur, den Motiven und dem Handlungsverlauf auf. Ihre Struktur erinnert an den Adoleszenz- oder Initiationsreiseroman2: Clay ist ständig ›on the road‹, fährt mit seinem Cabrio auf der Suche nach dem nächsten Nervenkitzel durch Los Angeles. Gleichzeitig ist er auf der Suche nach einem Sinn. Beides kann er nicht erlangen. Der Protagonist aus Faserland ist ebenfalls pausenlos unterwegs: Seine Reise beginnt auf Sylt und endet in Zürich, ein Nord-Süd-Gefälle quer durch Deutschland auf der Suche nach Heimat und Freundschaft. Auch seine Mission scheitert. Beide machen dabei die Erfahrung von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Entfremdung, was schließlich zu einer Flucht führt: Clay flieht von Los Angeles quer durch das Land in den Osten ans College – sein American Dream von Freiheit und Unabhängigkeit hat sich nicht erfüllt, Los Angeles kann ihm keine Zukunft bieten. Hier erwarten ihn ein Drogensumpf, falsche Freunde und Perspektivlosigkeit. Krachts namenloser Protagonist endet auf seiner rasenden Deutschlandreise ebenso in der Fremde und flieht schließlich, Gepäck und Vergangenheit hinter sich lassend, ins Ungewisse. Er besteigt ein Ruderboot und verschwindet über den Zürichsee ins Dunkel der Nacht.

(Foto: © Andy Scholz)
Foto: © Andy Scholz

Auf ihren Reisen machen beide Figuren ähnliche Erlebnisse: Sie probieren Drogen, trinken Unmengen an Alkohol, begegnen Fremden und Bekannten, machen sexuelle Erfahrungen und doch kann nichts davon befriedigen. Die Langeweile ist konstituierendes Element ihres Daseins. Beide leben in einer Welt, in der alles käuflich ist und die vom Diktat der Lustmaximierung beherrscht wird. Hier ist alles erlaubt oder zumindest nichts verboten. Drogenkonsum, Alkohol und Promiskuität stellen geeignete Mittel zur Zerstreuung dar und die Suche nach dem nächsten Kick hat traditionelle Werte abgelöst. Clay und Krachts Erzähler haben bereits alles erlebt, was ihre Welt zu bieten hat. Sie befinden sich in einem Dauerzustand der Ennui: Sie langweilen sich sinnbildlich zu Tode. Clay antwortet auf die Frage, was ihn glücklich mache mit der ernüchternden Zustandsdiagnose seiner Generation: »Nothing. Nothing makes me happy. I like nothing.« (LTZ, 205)3 Diese Gleichgültigkeit ist programmatisch für beide Figuren. Sie sind von ihrer Existenz als privilegierte, wohlstandsverwöhnte Jugendliche ermüdet und können nur durch extreme Erlebnisse aus ihrer Lethargie gerissen werden. Clay etwa durch die Konfrontation mit maximaler Gewalt: Er sieht sich mit Freunden einen Snuff-Film an, besichtigt die Leiche eines Drogentoten und erlebt die Vergewaltigung eines 12jährigen Mädchens durch seine Freunde. Erst Erfahrungen dieses Ausmaßes können seine Teilnahmslosigkeit erschüttern, zugleich erhöhen sie aber das Angstpotenzial in Clay; er bekommt Albträume und entwickelt paranoide Ängste vor Werwölfen und Monstern. Krachts Protagonist hingegen wird durch den Selbstmord seines Jugendfreundes Rollo, der sich während seiner eigenen Geburtstagsfeier unbemerkt im Bodensee ertränkt, aus seiner Indifferenz geweckt. Der unerwartete Tod Rollos schockt ihn so, dass ihm die eigene Sterblichkeit bewusst wird. Ob auch er im Boot auf dem Zürichsee Selbstmord begeht, wird jedoch offen gelassen. 4

Angst

So wie der Ennui bestimmender Faktor im Leben der beiden Figuren ist, den es als Bestandteil der Spirale des ›Speed of Pain‹ zu überwinden gilt, wird auch die Angst determinativ. Ellis führt Clays Angst schon mit dem ersten Satz des Romans vor: »People are afraid to merge on freeways in Los Angeles.« (LTZ, 9) Er bezieht sich auf die Furcht der Autofahrer, sich in den fließenden Verkehr einzuordnen. Noch auf derselben Seite verkürzt zu »people are afraid to merge« lädt sich diese Aussage mit einer Bedeutung auf, die auf Clays Angst vor Identitätsverlust und dem Verschmelzen mit der Masse verweist.5 An verschiedenen Stellen des Romans wird diese Aussage wiederholt, eine Metapher für Clays Angst – eine Angst, die neurotische Züge trägt, aber keineswegs so unrealistisch ist, wie sie anmutet. In Clays Umfeld sehen alle jungen Männer gleich aus, blond und braun gebrannt, alle tragen dieselbe angesagte Markenkleidung und sogar die Namen, die in ihrer Einsilbigkeit eher Spitznamen ähneln, sind teilweise zum Verwechseln ähnlich: Rip, Spit, Spin, Trent, Clay.6 Eine weitere Satzwiederholung metaphorisiert diese Angst: die auf einer Anzeigetafel gelesene Aufforderung »Disappear here« (LTZ, 38), die von Clay als drohende Gefahr des Verschwindens, des Sich-Auflösens interpretiert wird. Clays Angst manifestiert sich in Albträumen, in denen er im Matsch versinkt, der Schlick in jede Körperöffnung dringt und er erst aufwacht, nachdem er völlig im Schlamm untergegangen ist. In seinen Träumen realisiert sich seine Angst vor dem Identitätsverlust. Die Penetration seiner Augen durch den Matsch, also das schmerzvolle Erblinden, ist nach Freud ein Sinnbild für die Kastrationsangst, die durch die Blendung offenbar wird.

Hingegen mahnt uns die psychoanalytische Erfahrung daran, daß es eine schreckliche Kinderangst ist, die Augen zu beschädigen oder zu verlieren. Vielen Erwachsenen ist diese Ängstlichkeit verblieben, und sie fürchten keine andere Organverletzung so sehr wie die des Auges. […] Das Studium der Träume, der Phantasien und Mythen hat uns dann gelehrt, daß die Angst um die Augen, die Angst zu erblinden, häufig genug ein Ersatz für die Kastrationsangst ist.7

Die Angst vor der Kastration, also vor dem Verlust der maskulinen Identität, ist wiederum nur eine Spielart von Clays Identitätsangst, die sich gleichermaßen auf sein Selbst, wie auf seine Sexualität zu beziehen scheint. Clays zahlreiche Sexualkontakte zu Partnern beiderlei Geschlechts sind ebenso eine Vergewisserung des eigenen Selbst wie Ausdruck seiner Inkongruenz8 mit sich selbst. Clay hat kein ausgeprägtes, fertiges Selbstkonzept vorzuweisen und ist somit stets der Gefahr der Beschädigung seines Selbst ausgeliefert. Auch die paranoide Angst vor Werwölfen spricht für Clays Unreife. Die Geschichte angeblicher Werwölfe, die in den Hollywood Hills Jugendliche jagen und zerfleischen, verunsichert ihn so sehr, dass er glaubt, die Schreie Verwundeter zu hören; er glaubt, jemand oder etwas breche ins Haus ein und er bleibt verängstigt und verstört die ganze Nacht auf, um Werwölfe auszuspähen.9 Clays Identitätsangst hat ihre Wurzeln in einer Realangst: Das soziale Umfeld, in dem er sich bewegt, ist gekennzeichnet von Uniformität und Gleichheit. Clays Peer Group ist so sehr von Anpassungsverhalten geprägt, dass die Erhaltung von Individualität schwierig ist. Freese stellte in einer der ersten Untersuchungen zu Ellis’ Debüt fest, es handele sich um ein »irresistible movement from distinction and differentiation to sameness and interchangeability«.10 Clays Angst vor dem Verschwinden in der Masse ist also nicht völlig unberechtigt. Seine Reaktion auf diese Bedrohung mündet jedoch in einer neurotischen Angst. Freud sagt zur Unterscheidung von Realangst und neurotischer Angst:

Die Realangst erscheint uns als etwas sehr Rationelles und Begreifliches. Wir werden von ihr aussagen, sie ist eine Reaktion auf die Wahrnehmung einer äußeren Gefahr, d.h. einer erwarteten, vorhergesehenen Schädigung, sie ist mit dem Fluchtreflex verbunden, und man darf sie als Äußerung des Selbsterhaltungstriebs ansehen. […] Übergehen wir nun zur neurotischen Angst […] Wir finden erstens eine allgemeine Ängstlichkeit, eine sozusagen frei flottierende Angst, die bereit ist, sich an jeden irgendwie passenden Vorstellungsinhalt anzuhängen, die das Urteil beeinflußt, die Erwartungen auswählt, auf jede Gelegenheit lauert, um sich rechtfertigen zu lassen. Wir heißen diesen Zustand ›Erwartungsangst‹ oder ›ängstliche Erwartung.‹ […] Eine zweite Form der Angst ist im Gegensatze zu der eben beschriebenen vielmehr psychisch gebunden und an gewisse Objekte oder Situationen geknüpft. Es ist die Angst der überaus mannigfaltigen und sonderbaren›Phobien‹.11

Clay erlebt eine neurotische Angst der ersten Kategorie nach Freud. Es handelt sich um eine ursprüngliche Realangst, die sich in eine neurotische Angst gewandelt hat. Sie hängt sich an passende Vorstellungsinhalte (den Straßenverkehr in Los Angeles, Anzeigetafeln, Schauergeschichten über Werwölfe) an und äußert sich in Albträumen und paranoiden Angstanfällen. Er befindet sich in einem permanenten Zustand der »Erwartungsangst«: Er befürchtet stets, seine Identität zu verlieren. Auch Krachts Ich-Erzähler macht eine Identitätskrise durch und versucht, seine Persönlichkeit (neu) zu definieren. Gesche bemerkt zu dieser Problematik: »Der Held kann sich mit niemandem identifizieren, es existieren für ihn keine Ideale und Werte, er hat kein Ziel in seinem Leben und fühlt sich einsam und verloren.«12 Diese Grundhaltung der Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit bietet den Nährboden für eine Angst, die er weder vor sich selbst noch vor anderen zuzugeben bereit ist. Während Ellis Clays Ängste durch enigmatische Satzwiederholungen, Albträume und Monstergeschichten vermittelt, bleibt Kracht sehr zurückhaltend in der Darstellung der emotionalen Verfassung seiner Hauptfigur. Sein Protagonist versucht stets eine Haltung der Gleichgültigkeit und Coolness zu bewahren, die nur sporadisch durchbrochen wird. Ein seltenes Gegenbeispiel ist eine Party in Heidelberg, auf der er sich sehr unwohl fühlt.

Ich kann Nadja nirgends sehen, und auf einmal fühle ich mich sehr allein auf dieser Party, und sehr bedroht. Ich beschließe, jetzt erst einmal diese Nadja suchen zu gehen. […] Ich fühle mich scheiße. Mein Gott, fühle ich mich scheiße. Aber es kommt noch schlimmer: […] In der Ecke des Kellers, neben einer Kiste mit Weinflaschen, liegt Nadja. Sie stützt sich mit einer Hand auf die Kiste, und mit der anderen hält sie eine Spritze fest. Die Spritze steckt in ihrem Knöchel, knapp oberhalb des Schuhs. […] Das glaube ich einfach nicht. Ich habe das Gefühl, als würde ich innerlich vollkommen ausrasten, als ob ich völlig den Halt verliere. So, als ob es gar kein Zentrum mehr gäbe. (FL, 108 f.)13

Diese Szene zeigt deutlich die Gefühle des Ich-Erzählers, die von Bedrohung über Verzweiflung bis hin zu Panik reichen. Auf der Party wird er zum ersten Mal mit der Endlichkeit des menschlichen Lebens konfrontiert, als er seine Bekannte Nadja mit einer Heroin-Spritze in der Vene auffindet. Dieses Erlebnis löst in ihm einen immensen Angstzustand aus, der schließlich zu einem Ohnmachtsanfall führt. Als er wieder zu sich kommt, ist er in Begleitung seines Jugendfreundes Rollo in München angelangt, um von dort zum Bodensee weiterzureisen, wo Rollo im Haus seiner Eltern seinen Geburtstag zu feiern beabsichtigt. Krachts Held durchschaut schnell Rollos psychische Störungen; er ist ein medikamentenabhängiger Alkoholiker mit schweren Depressionen. Als Rollo weinend das Gespräch mit ihm sucht, bereits stark alkoholisiert und unter Valium-Einfluss, wendet er sich ab und tritt unter fadenscheinigen Vorwänden die Flucht an – die Konfrontation mit Rollos Hilflosigkeit und Verzweiflung überfordert ihn: »Ich denke, dass ich das nicht lange ertragen kann, dieses Schluchzen und Weinen. Es ist einfach zu viel.« (FL, 150) Gerade weil er sich in Rollo wiedererkennt, »der es allen immer recht machen wollte« (FL, 155), ist die Auseinandersetzung mit dessen labiler Psyche für ihn zu unangenehm. Stattdessen flüchtet er erneut vor der Situation. Diese Strategie wendet er im gesamten Romanverlauf an, wenn er in Umstände gerät, mit denen er nicht umgehen kann. Aus der Zeitung erfährt er vom Suizid Rollos und augenblicklich bricht ein Schuldgefühl über ihn herein. Die verweigerte Hilfe, der Diebstahl von Rollos Auto, mit dem er heimlich in die Schweiz abgereist ist, die Unmöglichkeit diese Enttäuschung wieder gut zu machen, führen ihm erneut die menschliche Sterblichkeit vor Augen und lösen in ihm Angst und Hoffnungslosigkeit aus. Auf der Suche nach Orientierung besucht er das Grab Thomas Manns und beschließt spontan, alles hinter sich zu lassen. Seine letzte Flucht führt ihn auf den Zürichsee in eine ungewisse Zukunft. Anke Biendarra schreibt hierzu, »seine Reise entfaltet sich in ihrer Rastlosigkeit und Zwanghaftigkeit als Flucht vor dem eigenen Selbst«.14 Während Clay von der Angst vor dem Verlust seiner Identität geplagt wird, erlebt Krachts Protagonist das Gegenteil: Die Angst vor der Erkenntnis der eigenen Identität treibt ihn in eine Flucht vor sich selbst, in eine ›Zerfaserung‹ seiner Identität. Auch seine Angst ist eine neurotische Erwartungsangst, kombiniert aus der Angst vor der eigenen Sterblichkeit und der Angst vor der Selbsterkenntnis und der damit verbundenen Einsicht der Sinnlosigkeit seiner von Ennui geprägten Existenz. Der ›Speed of Pain‹, der die Langeweile und Angst verdichtet, treibt beide Figuren in die Extreme. So wie sich Ennui und Angst gegenseitig bedingen, dienen beide dazu, den ›Speed of Pain‹ zu überholen, ein Paradoxon, das zum Scheitern verurteilt ist: Immer neue Partys, neue Bekanntschaften, neue sexuelle Intermezzi, neue Drogenerfahrungen sollen die Langeweile betäuben und sind gleichzeitig Auslöser für neurotische Identitätsängste. Die Flucht vor diesen Ängsten ist wiederum ursächlich für den taumelnden Sturz in den dekadenten Ennui. Beide Figuren befinden sich in der Abwärtsspirale des ›Speed of Pain‹. Ob ihnen der Ausbruch letztendlich gelingt, lassen beide Texte unbeantwortet.

  • 1. Beide Romane wurden von den Feuilletons entweder scharf verurteilt oder euphorisch gelobt. Man warf beiden Büchern vor, gesellschaftliche wie individuelle Probleme zu trivialisieren, bemängelte die angeblich fehlende politische Positionierung und beklagte den umgangssprachlichen, laxen Stil der Erzählungen, der Kohärenz und Kunstfertigkeit vermissen lasse. Andere Kritiker feierten die Romane als Sprachrohre ihrer jeweiligen Generationen und priesen die sprachliche Simplizität als modern und lesernah.
  • 2. Ein prominentes Beispiel ist J. D. Salingers The Catcher in the Rye: Auch Holden Caulfield, mit dem Clay häufig verglichen wurde, ist ständig in New York unterwegs und zieht rastlos von einem Ort zum anderen.
  • 3. Ellis, Bret Easton: Less Than Zero. New York 1998. S. 205. Der Roman wird nachfolgend im Text als LTZ zitiert.
  • 4. Vgl. Gesche, Janina: Versuch einer Selbst-Definition in der Konsum- und Spaßgesellschaft in Christian Krachts Roman Faserland. In: Moderna Språk 2007, Vol. 101, Nr. 2. S. 157–168.
  • 5. Die Vokabel ›to merge‹ bedeutet einerseits ›verschmelzen, verbinden, fusionieren‹, andererseits ›versinken, verschwinden, Identität verlieren‹. Siehe hierzu Steur, Horst: Der Schein und das Nichts. Bret Easton Ellis’ Roman Less Than Zero. Essen 1995. S. 73.
  • 6. Vgl. ebd., S. 55.
  • 7. Freud, Sigmund: Das Unheimliche. In: Ders.: Studienausgabe. Hrsg. v. Alexander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey †. Bd. IV. Psychologische Schriften. Frankfurt a. M. 1919. S. 254.
  • 8. Inkongruenz ist ein Terminus Technicus aus der klientenzentrierten Psychotherapie und bezeichnet die Diskrepanz zwischen dem Erleben des Organismus und dem Selbstkonzept, aus welchem psychische Spannungen entstehen können. Siehe hierzu bspw. Rogers, Carl: Eine Theorie der Psychotherapie, der Persönlichkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Köln 2002.
  • 9. LTZ, 78: »I’m pretty sure I can hear someone screaming in the house next to us, down the canyon, and I close my window. […] I’m drinking gin and melted ice in bed and imagine that I can hear someone breaking in. But Daniel says, over the phone, that it’s probably my sisters getting something to drink. It’s hard to believe Daniel tonight; on the news I hear there were four people beaten to death in the hills last night and I stay up most of the night, looking out the window, staring into the backyard, looking for werewolves.«
  • 10. Freese, Peter: Bret Easton Ellis, Less Than Zero: Entropy in the ‘MTV Novel’? In: Nischik, Reingard M. (Hrsg.): Modes of Narrative: Approaches to American, Canadian and British Fiction Presented to Helmut Bonheim. Würzburg 1990 S. 68–87. Hier: S. 82.
  • 11. Freud, Sigmund: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. Teil III: Allgemeine Neurosenlehre. In: Ders.: Studienausgabe. Hrsg. v. Alexander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey †. Bd. I. Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und Neue Folge. Frankfurt a. M. 1917. S. 381 ff. Siehe zum Angstbegriff von Sigmund Freud auch den Beitrag von David Ratmoko, der am 11.10.2010 in unserem Online-Magazin erschienen ist.
  • 12. Gesche, Janina: Versuch einer Selbst-Definition [wie Anm. 4], S. 161.
  • 13. Kracht, Christian: Faserland. München 2007. S. 108 f. Der Text wird nachfolgend als FL zitiert.
  • 14. Biendarra, Anke S.: Der Erzähler als ‚popmoderner Flaneur‘ in Christian Krachts Roman Faserland. In: German Life and Letters 2002, Vol. 55. S. 164–179. Hier: S. 167.
 

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