Viele Themen für eine Zielgruppe

Die Redaktion der Kritischen Ausgabe sucht Beiträge zum Thema »Jugend«

Jugendliteratur ist ein relatives junges Feld in der literaturwissenschaftlichen Forschung. Aus diesem Grund wollen wir uns nach den Themen »Wasser« und demnächst »Freiheit« in unserem Heft #34 ganz der Jugend widmen. Ausgehend von den vielen Abenteuer-, Detektiv- und Kriminalgeschichten suchen wir Beiträge, die interessante Aspekte der Jugendliteratur beleuchten.

Nach den Themenschwerpunkten »Wasser« und demnächst »Freiheit« wollen wir uns in der darauffolgenden Kritischen Ausgabe dem Thema »Jugend« widmen und es aus dem Blickwinkel der Literatur beleuchten. Bei Jugendliteratur handelt es sich um zielgruppengerichtete Literatur. Sie umfasst so gut wie alle Genres und ist sehr vielschichtig. Innerhalb der deutschen Literatur stellt die Jugendliteratur zudem ein verhältnismäßig junges Phänomen dar, so umfasst ihre Geschichte erst knapp 70 Jahre. Wendet man sich der Forschung zu, fällt auf, dass der Literatur, die sich explizit an Jugendliche richtet oder in der es vorrangig um Jugendliche geht, bisher eher wenig Beachtung geschenkt wird. Es ist daher an der Zeit, dieses Thema einmal aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten.  Bis zum 1. Oktober 2017 suchen wir daher schon jetzt Vorschläge für Beiträge, die sich diesem Thema essayistisch nähern.

Jugendliche als Protagonisten in der Literatur gab es bereits im 19. Jahrhundert, beispielsweise in Alice im Wunderland des britischen Schriftstellers Lewis Carroll. Aber erst in den 1950er Jahren kam der Begriff »Jugendliteratur« auf und ein Markt für diese Gattung etablierte sich. Im Mittelpunkt von Jugendromanen stehen meist die Probleme und Entwicklungen von Jugendlichen. Besonders beliebt sind Detektiv- und Kriminalgeschichten. In Deutschland sind es die Abenteuer um das Detektivquartett TKKG von Rolf Kalmuczak, die nach wie vor Jugendliche begeistern. Im englischsprachigen Raum unter anderem die Fünf Freunde von Enid Blyton und die Drei Fragezeichen, die nicht zuletzt durch die Hörspielserie in Deutschland Erfolg hatte. Aber auch im Fantasybereich gibt es zahlreiche Jugendbücher, die phantastischen Romane von Cornelia Funke war international erfolgreich und sie zog mit ihrer Tintenwelt-Trilogie zahlreiche junge Leser*innen in ihren Bann. Aber auch kontrovers diskutierte Inhalte wie die Judenverfolgung im Dritten Reich spielen in der Jugendliteratur eine Rolle. Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter gehört neben Judith Kerrs Als Hitler das rosa Kaninchen stahl zu den bekanntesten deutschen Jugendbüchern zum Thema Nationalsozialismus. Doch auch aktuelle Themen werden behandelt: Mit der Beschreibung eines Super-GAUs und seinen Folgen beschäftigte sich Gudrun Pausewang in ihrem Roman Die Wolke, in der Reihe Level 4 thematisierte Andreas Schlüter immer wieder Computer- und Technikfragen.

Anhand der vielfältigen Themenauswahl von Jugendliteratur lassen sich – auch in der Berücksichtigung anderer Disziplinen – letztlich anregende Fragen wie diese ableiten: Welche Unterschiede gibt es zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur? Hat sich die Darstellung von Jugendlichen in der Literatur mit der Zeit verändert? Wie werden kritische Themen für Jugendliche aufgearbeitet? Welche Rolle spielen Erwachsene in Büchern für Jugendliche? Antworten auf diese oder ähnliche Fragestellungen möchte die Kritische Ausgabe im nächsten Heft gerne darstellen und erörtern. Wenn Sie Interesse haben, inhaltlich zum Heft beizutragen, möchten wir Sie bitten, Ihr Thema in einem kurzen Exposé von etwa 3.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zu skizzieren. Bitte senden Sie dieses Exposé bis zum 1. Oktober 2017 an heft@kritische-ausgabe.de. Sie erhalten bis zum 7. Oktober 2017 eine Rückmeldung zu Ihrem Exposé, in dem wir Sie ggf. um einen ausführlich formulierten Beitrag bitten. Redaktionsschluss für die Beiträge ist der 18. November 2017. Der Text sollte einen Umfang von 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Anmerkungsapparat) nicht überschreiten. Erscheinungstermin des Hefts als Print-Ausgabe und E-Paper ist März 2018.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Spendenaufruf

Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Literatur im Dialog« sowie das Online-Magazin wird von einer jungen, ehrenamtlichen Redaktion betreut. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, mit unserer Arbeit weiterzumachen.

Detaillierte Hinweise für Spenden finden Sie im Impressum.

Wenn Sie mögen, können Sie uns auch ganz einfach unterstützen, während Sie online einkaufen, einen Flug oder Ihren nächsten Urlaub buchen – ohne, dass es Sie mehr als ein paar zusätzliche Mausklicks kostet. Wenn Sie vor dem Einkauf bzw. der Buchung über nachstehenden Button zu einem Online-Shop gehen und dort dann wie gewohnt einkaufen, bekommt die »Kritische Ausgabe« automatisch eine kleine Spende von etwa fünf Prozent des Einkaufswertes gutgeschrieben. Ihnen entstehen dadurch garantiert keine Mehrkosten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!