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Crauss.

Fiktion und Tatsache

Das Werk Karl Mays als eine politische Lektüre

Ulrich von Thüna

Der Name Karl May ist emblematisch für die deutsche Abenteuerliteratur. Frei nach Goethes Bemerkung zu Eckermann am 21.10.1823, wo er große Wirkungen sehe, pflege er auch große Ursachen vorauszusetzen, ist Mays Wirken einzigartig im Vergleich mit anderen Autoren seines Fachs und seiner Zeit. In Deutschland kennt er keinen Rivalen, in Frankreich haben nur Jules Verne und in Italien Emilio Salgari die Abnutzung der Jahrzehnte überlebt.

Zunächst wurde er durch Erzählungen populär, die sich an ein erwachsenes katholisches Publikum wendeten. Mit Erscheinen der grün-goldenen Bände 1892 überwand sein Werk die konfessionelle Schranke. May wurde mehr und mehr zum Jugendautor. Dies ist einer der Gründe, weshalb es Jahrzehnte brauchte, bis man begann, sich ernsthaft mit seinem Œuvre auseinanderzusetzen.

 

Den ganzen Beitrag finden Sie in: Kritische Ausgabe, Sommer 2008, »Abenteuer«

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(15. April 2008)

Ulrich von Thüna: geb. 1935, Dr. iur., lebte acht Jahre lang in Frankreich, England und den USA. Von 1990 bis 1999 war er Geschäftsführer einer Fernsehfirma in Köln und jahrzehntelang Filmkritiker bei der NZZ und bei epd Film.

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