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Simone de Beauvoir und die Angst

Eine Untersuchung zur Literatur als Heilmittel

Literatur und Angst – zwei Aspekte, die in Leben und Werk von Simone de Beauvoir untrennbar miteinander verbunden sind: Als Theoretikerin des Existentialismus ist für sie Angst ein Zentralbegriff von Ontologie und Ethik, im Privatbereich ist die Erkenntnis der irdischen Sinnlosigkeit und die daraus resultierende Todesangst Antrieb zur schriftstellerischen Arbeit. In ihren fiktionalen und autobiographischen Schriften ist sie eines der Hauptthemen.


Mahlers Angst

Daniel Kehlmanns Mathematik-Genie im Banne der Psychoanalyse

Es geht weiter mit dem Online-Schwerpunkt zu unserem aktuellen Themenheft »Angst«. Christoph H.P. Bartsch untersucht die Angst des Physikgenies David Mahler in Daniel Kehlmanns Roman Mahlers Zeit: »Ich fand Literatur immer am faszinierendsten, wenn sie nicht die Regeln der Syntax bricht, sondern die der Wirklichkeit. Das habe ich auch immer versucht […].« Diese oft zitierte Äußerung des Gegenwartsautors Daniel Kehlmann rekurriert auf die nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten des postmodernen Autors, in die scheinbaren Naturgesetze seiner erzählten Welt manipulierend eingreifen zu können.


Gimmicks für Geisteswissenschaftler – und noch mehr?

Der Kölner Kongress für Absolventen: Ein Messebesuch aus geisteswissenschaftlicher Perspektive

Aus ganz Deutschland strömten am 24. und 25. November junge Menschen zum Absolventenkongress auf das Kölner Messegelände. Die herausgeputzten Absolventen und Young Professionals waren alle auf dem Weg zur Halle 8, in der die größte deutsche Jobmesse stattfand. Dort präsentierten sich in diesem Jahr 250 Unternehmen.


Angst als Dialektik des inneren und äußeren Erlebens - das Alter

Man könnte sich keine gegensätzlicheren Frauen vorstellen. Simone de Beauvoir und Friederike Mayröcker: Beide Frauen müssen schreiben über Dinge, die sie beschäftigen. Die eine über soziale Missstände und Ungerechtigkeit. Die andere über sich. Beide schreiben aus unterschiedlichen Perspektiven über den Körper. Simone de Beauvoir untersucht und zerlegt, sie befragt und kritisiert. Ihre Studie »Das Alter« ist radikal und unverblümt. Aus Friederike Mayröcker fließen die Worte heraus, sie verbastelt Gefühl mit Lauten. Immer häufiger beschäftigt sie sich mit dem Altwerden; und mit der Angst als etwas basal Menschlichem.


Carlo Levi und die »Angst vor der Freiheit«

Ein italienischer Intellektueller während des Faschismus

Im Laufe der Geschichte wurde immer wieder von Schriftstellern, Künstlern und Philosophen versucht, das strittige Thema Angst zu definieren. Es wurde niemals eine definitive Antwort gegeben, hinter jedem Vorschlag bearbeitete jeder Autor seine eigene Definition, die zugleich in kritischen als auch narrativen Schriften eine neue Weltanschauung zeigen wollte.


On the road

Teenage Ennui und Angst bei Bret Easton Ellis’ Less Than Zero und Christian Krachts Faserland

Sowohl Bret Easton Ellis’ Debütroman Less Than Zero, den er 1985 als 21jähriger Collegestudent publizierte, als auch Christian Krachts Erstlingswerk Faserland (1995) schlugen bei ihrer Veröffentlichung hohe Wellen. Die meist unsachlich geführten Debatten der Literaturkritik ließen jedoch häufig die schlichte Erkenntnis vermissen, dass beide Romane die Geschichten von jungen Männern erzählen, die trotz finanziellen Reichtums arm sind an Freundschaft, Liebe und zwischenmenschlicher Nähe.


Böse Hexen und dunkle Wälder

Die Angst im Volks- und Kunstmärchen

Es bedarf keiner langen Überlegungen, um an jene der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen zu erinnern, in denen das Motiv der Angst eine tragende Rolle spielt. Etwa Hänsel und Gretel, jene Geschichte zweier Kinder einer armen Holzhackerfamilie, die, von den Eltern aus finanzieller Not in die weite Welt ausgeschickt, sich auf ihrem Weg im Wald verirren und dort von einer bösen Hexe beinahe verspeist werden.


Zum Begriff der Angst

Teil II: Heidegger und Freud

Die ersten säkularen oder diesseitigen Versuche einer Angstbestimmung wurden von Freud 1926 und dann von Heidegger 1927 unternommen. Stillschweigend übernehmen beide Autoren Kierkegaards Unterscheidung einer Furcht, die sich auf einen bestimmten Gegenstand richtet, und einer Angst, die keinen Gegenstand hat. Beide führen diese sprachliche Unterscheidung auf eine im deutschen Sprachgebrauch gängige zurück. Überdies bestehen jedoch grundlegende Unterschiede in den Angstanalysen der beiden Zeitgenossen.


Zum Begriff der Angst

Teil I: Aristoteles, Augustin und Kierkegaard

Vor Angst stockt uns der Atem und klopft uns das Herz, die Angst lähmt uns zugleich und setzt uns in Fluchtbereitschaft, sie liefert das Adrenalin für das Leben und hindert uns, dieses voll zu genießen. Diese zwischen Nervenkitzel und Phobie schwankende Ambivalenz verlangt nach einer Erklärung. Bei allen unerwünschten Erscheinungen ist die Angst offenbar dann ein wünschenswerter Zustand, wenn ihr Ausmaß bestimmbar und die Gefahren abschätzbar sind. So bietet die Unterhaltungsindustrie Geisterbahnen, Extremsport und Horrorfilme, die in kontrolliertem Rahmen Angst einflößen. Gemäß Stephen King sehnen wir uns aus drei Gründen nach Horrorfilmen: Um zu zeigen, dass wir keine Angst haben, um das Gefühl des Normalseins wiederzuerlangen und um Spaß zu haben. Eine postmoderne Auffassung wie die von Stephen King versteht sich in einer langen Tradition der Angstanalysen im Abendland, welche von Aristoteles über Augustin, Kierkegaard und Heidegger bis hin zu Freud reicht


Afghanistans »Gerettete Schätze«

Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul und vermittelt Kunst und Kultur eines präsenten und doch so fernen Landes

Afghanistan – dieser Name ist uns geläufig. Fast täglich hören wir ihn in den Nachrichten und assoziieren mit ihm das, was die Medien vermitteln: Gefahr und Krieg. Die Bilder dieses Landes haben wir in unseren Köpfen abgespeichert. Sie sind geprägt von Leid, Armut und Leere. Wir sehen karge Landschaften, Wüste und immer wieder Soldaten, Verwüstungen und hilflose oder gewalttätige Menschen. Doch verbirgt sich hinter den Bergen nicht noch mehr? Was meint der Titel der Bonner Ausstellung »Gerettete Schätze«?


 

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