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Zum Begriff der Angst

Teil I: Aristoteles, Augustin und Kierkegaard

Vor Angst stockt uns der Atem und klopft uns das Herz, die Angst lähmt uns zugleich und setzt uns in Fluchtbereitschaft, sie liefert das Adrenalin für das Leben und hindert uns, dieses voll zu genießen. Diese zwischen Nervenkitzel und Phobie schwankende Ambivalenz verlangt nach einer Erklärung. Bei allen unerwünschten Erscheinungen ist die Angst offenbar dann ein wünschenswerter Zustand, wenn ihr Ausmaß bestimmbar und die Gefahren abschätzbar sind. So bietet die Unterhaltungsindustrie Geisterbahnen, Extremsport und Horrorfilme, die in kontrolliertem Rahmen Angst einflößen. Gemäß Stephen King sehnen wir uns aus drei Gründen nach Horrorfilmen: Um zu zeigen, dass wir keine Angst haben, um das Gefühl des Normalseins wiederzuerlangen und um Spaß zu haben. Eine postmoderne Auffassung wie die von Stephen King versteht sich in einer langen Tradition der Angstanalysen im Abendland, welche von Aristoteles über Augustin, Kierkegaard und Heidegger bis hin zu Freud reicht


Afghanistans »Gerettete Schätze«

Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul und vermittelt Kunst und Kultur eines präsenten und doch so fernen Landes

Afghanistan – dieser Name ist uns geläufig. Fast täglich hören wir ihn in den Nachrichten und assoziieren mit ihm das, was die Medien vermitteln: Gefahr und Krieg. Die Bilder dieses Landes haben wir in unseren Köpfen abgespeichert. Sie sind geprägt von Leid, Armut und Leere. Wir sehen karge Landschaften, Wüste und immer wieder Soldaten, Verwüstungen und hilflose oder gewalttätige Menschen. Doch verbirgt sich hinter den Bergen nicht noch mehr? Was meint der Titel der Bonner Ausstellung »Gerettete Schätze«?


Zwischen den Flüssen

Eine wissenschaftliche Tagung am 4. und 5. Juni widmet sich der »Literatur an der Nahtstelle zwischen Ruhr und Rhein«

Der Rhein ist der Ort der Romantik, der hübschen kleinen Städte und eines beschaulichen Miteinanders von Natur und Kultur. Die Ruhr dagegen barg lange Zeit schon in der Artikulation ihres Namens Assoziationen von grauen, hässlichen Industrielandschaften, verschmutzter Luft und dem Triumph der Technik über die geschändete Natur. Dabei lag das Ruhrgebiet schon immer im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Diskursen – und zwischen diesen beiden Flüssen.


Identität = Nationalität?

Ab dem 6. Mai sind in der Rheinlandhalle in Köln Werke aus allen Bereichen der bildenden Kunst zu sehen, die sich der Frage nach der Identifikation mit der eigenen Nationalität widmen

Du bist Deutschland – wer bin ich? Ausstellungsplakat, Copyright www.arts-and-lyrics.de»Du bist Deutschland« – so lautete vor ein paar Jahren der Slogan einer großen Werbekampagne, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, ein neues deutsches Nationalgefühl heraufzubeschwören. Sieben in Deutschland lebende Künstler nahmen diesen Slogan zum Anlass, sich die Frage »Wer bin ich?« zu stellen. Die individuellen Antworten werden vom 6. bis 24. Mai 2010 in einer Ausstellung in der Rheinlandhalle in Köln-Ehrenfeld präsentiert. Diese zeigt verschiedene Sichtweisen auf das Leben in Deutschland, die sich in ebenso vielfältiger Weise in allen Bereichen der bildenden Kunst manifestieren.


Raunende Dialoge am warm-wirren Strand.

Ein investigativer Sonntagsbesuch in der Ausstellung »James Cook – Die Entdeckung der Südsee«

Es ist Sonntag in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Noch drei Wochen läuft »James Cook« und wie immer lockt das nahende Ende einer Ausstellung viele Besucher. Zeit für einen Besuch und den Erlebnisbericht eines ganz persönlichen Museumstages.


Zwischen Klischee und Realität »sehen« lernen

Auslandserfahrungen unserer Korrespondentin aus Paris

Paris – eine Stadt voller Mythen und Klischees – kann an Frankophilie leidende Abenteurer schnell desillusionieren. Marion Acker berichtet, wie sie dort das richtige »Sehen« erst lernen musste und welche Strategien sie entwickelte, um der Reizüberflutung zwischen Eiffelturm und Sacré-Cœur Herr zu werden.


Die Kunst der Melancholie

Ein Künstlerporträt zum 90. Todestag von Amedeo Modigliani

Gestern vor 90 Jahren starb einer der bedeutendsten Künstler der Moderne und des 20. Jahrhunderts: Amedeo Modigliani. Seine Porträts mit den überlangen Gesichtern sind zu seinem Markenzeichen geworden und begeistern bis heute. Doch wer war dieser Mann, der in einem einzigen Werk die Seele seines Gegenübers zu erfassen vermochte?


Das 24. Türchen

Stephan Schneidewind, zurzeit arbeitslos, über persönliche Leseerlebnisse, Australien und die Kunst zu überleben …


Das 23. Türchen

Journalistin Karin Leukefeld über die Studentenproteste, Alexander von Humboldt und die Perspektive der Interkulturalität …


Das 22. Türchen

Antiquar Stephan Hartmann über die Lebenshilfe Literatur, Verwaltungsdespotie und den Generationenwechsel …


 

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