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»books outdoor« – Lesespaß im Grünen

Irgendetwas ist anders seit November 2003 auf der Poppelsdorfer Allee: Menschen tragen Bücher mit sich herum, sitzen lesend auf den Bänken und treiben sich traubenweise um einen Bücherschrank herum. Ein Bücherschrank auf der Poppelsdorfer Allee? Richtig gelesen, denn „books outdoor“, so der Titel des Projektes, sorgt für Outdoor-Lesevergnügen!


Jetzt wird's heimelig!

"Heimatjedöns" – unter diesem Titel werden wir hier in Zukunft Portraits zu künstlerischen, literarischen und allgemein kulturellen Projekten und Sehenswürdigkeiten im Bonn-Kölner Raum, der Heimat der Kritischen Ausgabe also, veröffentlichen.


»Wer dieser Stadt was geben will, der wird gestraft!«

Ein Kölner Literaturstreit

Aufregende Dinge geschehen zur Zeit in Köln - und damit ist zur Abwechslung mal nicht der Weltjugendtag gemeint. Im Kölner Stadt-Anzeiger vom vergangenen Samstag macht der Lyriker Dieter M. Gräf seinem Ärger über die Literaturpolitik in der Domstadt Luft und nennt Gründe für seine Entscheidung, wie so viele vor ihm nun auch nach Berlin umzusiedeln.


"... um Verwirrung zu vermeiden"

Der Tragödie x-ter Akt, oder: Das Gewurschtel geht weiter...

Zwei Wochen vor dem von den Kultusministern vereinbarten Start der neuen deutschen Rechtschreibung scheren drei zwei unionsregierte Bundesländer überraschend aus und wollen einen späteren Einstieg. Entsprechende Ankündigungen kommen von den Ministerpräsidenten der Länder Bayern, und Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Andere Landesregierungen bekräftigen dagegen, an dem Zeitplan festhalten zu wollen.


"Es droht ein gewisses Durcheinander..."

Vergangene Woche hat die Kultusministerkonferenz (KMK) noch einmal bestätigt, dass es bei der Einführung der neuen Rechtschreibung zum 1. August 2005 bleibt - obwohl der 'Rat für Rechtschreibung' bereits einige nicht gerade triviale Änderungen des Regelwerks angekündigt hat. Auch wenn von Seiten der KMK stets betont wird, dass die strittigen Teile der Reform lediglich 0,5 Prozent des Wortschatzes beträfen, ist der Unmut über ihre Entscheidung groß.


Blühendes Praktikanten(un)wesen

Viele Hochschulabsolventen in Deutschland müssen sich [...] zunächst mit Praktikantenjobs zufrieden geben. Statistiken darüber, wie viele es genau sind, gibt es bisher nicht. Doch laut Franziska Schreyer, Expertin für den Akademiker-Arbeitsmarkt am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), werden "Praktika nach dem Studium leider selbstverständlicher". Und längst betrifft das nicht mehr nur Sozial- und Geisteswissenschaftler. "Auch in anderen Bereichen, etwa bei den Juristen und den Architekten, blüht das Praktikantenwesen."


"Ich bin's nochmal"

"Wie schafft es ein klassischer E-Mail-Wurm heute überhaupt noch, irgendwelche Rechner zu verseuchen?" fragt der Spiegel und gibt sich die Antwort gleich selbst: "Indem er gut 'verkauft' wird." Z.B. so:

»Ich bin's nochmal« - Screenshot einer Sober-Mail


"Pro Geisteswissenschaften"

"Dieses Programm ist Balsam für geschundene Philosophen- und Germanistenseelen", schreibt der UniSpiegel in seiner neuesten Ausgabe und führt aus:


"Nur teilweise verbindlich"

Nochmal dazu, frei nach Brecht:

Ja, mach nur einen Plan
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch 'nen zweiten Plan
Geh'n tun sie beide nicht.

Wie der Spiegel meldet, sollen zum 1. August 2005 "nur die unstrittigen Teile" der Rechtschreibreform in Kraft treten.

Ausgenommen werden zunächst Teilbereiche der Getrennt- und Zusammenschreibung, Zeichensetzung und Worttrennung am Zeilenende, die nur einen relativ geringen Teil des Gesamtumfangs ausmachen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung wolle Anfang Juni Beschlüsse zu den noch strittigen Punkten vorlegen, gab die Kultusministerkonferenz (KMK) heute [12.04.2005] bekannt. Sie könnten dann nach dem 1. August 2005 Grundlage des Unterrichts werden.

"Mit diesem zwischen dem Vorsitzenden des Rates und der Kultusministerkonferenz abstimmten Vorgehen ist sichergestellt, dass die Schulen die Rechtschreibung im nächsten Schuljahr auf einer verlässlichen Grundlage unterrichten können", erklärte die KMK. [...]


Wächst bald wieder zusammen, was zusammengehört?

Neues von der Rechtschreibfront:

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat mit der Zusammen- und Getrenntschreibung am Freitag in München einen besonders strittigen Bereich der Rechtschreibreform überprüft und erste Vorschläge für eine Korrektur vorgestellt. Der Ratsvorsitzende und ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) erklärte, künftig sollten Verben wie "krankschreiben" wieder zusammengeschrieben werden, wenn eine sogenannte idiomatisierte Gesamtbedeutung vorliege.

Endgültige Beschlüsse will der Rat aber erst im Juni fassen. "Wir kommen voran, aber es ist mühsam", sagte Zehetmair.

Was zu erwarten war... Weitere Informationen in der Welt.

addendum (11.04.05): Lesenswert auch der Kommentar von Hubert Spiegel in der heutigen FAZ:


 

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