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Wohin in Leipzig?

Leipziger Buchmesse, 17.-20.03.2005Über 1000 Veranstaltungen finden dieses Jahr auf und um die Leipziger Buchmesse herum statt. Um Euch die Orientierung vor Ort ein wenig zu erleichtern und den ein oder anderen Anreiz zu geben, präsentieren wir nachfolgend eine kleine Auswahl an Terminen aus den Pressemitteilungen, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben.

Alle Termine – von der Buch-Premiere über die Lesung bis hin zur Party, ergänzt um aktuelle Berichte, Interviews, Audios, Videos, Chats und Live-Streams, Gewinnspiele und Bilder zum Festival – findet Ihr übrigens unter www.mdr.de/leipzig-liest.


Ron Winkler erhält den Leonce-und-Lena-Preis 2005

Ron Winkler (c) echo online

Der 31-jährige Berliner Autor Ron Winkler hat am Samstag in Darmstadt den Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis für deutschsprachige Nachwuchsdichter gewonnen. Die renommierte Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert. Zudem gingen die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise im Wert von insgesamt 8.000 Euro an die Münchnerin Karin Fellner (34) und den in Berlin lebenden Autor Hendrik Jackson (33). Die Jury, in der unter anderem die drei früheren Leonce-und-Lena-Preisträger Kurt Drawert, Jan Koneffke und Raoul Schrott saßen, lobte an Winkler vor allem, dass er in der Tradition der deutschen Naturlyrik von der Romantik bis zur naturmagischen Dichtung geschult sei. Ihm gelinge es, "das Naturgedicht ein weiteres Mal zu aktualisieren und als Referenz eines modernen Lebensgefühls nutzbar zu machen".


Frankfurter Blog-Rundschau

Manche sehen in ihnen die Zukunft des Journalismus, für andere sind sie nur ein Vehikel für Gerüchte, Klatsch und ungefragte Meinungen. Weblogs oder kurz Blogs haben sich in den vergangenen Jahren virusartig über das Internet ausgebreitet. Weltweit soll es inzwischen mehrere Millionen dieser persönlichen Online-Journale geben. Allein 40.000 deutschsprachige Weblogs verzeichnet der Dienst BlogStats, etwa 15.000 werden regelmäßig aktualisiert.


Lesebühne Köln - Premiere am 11. März

Lesebühne am Brüsseler Platz, KölnIn Berlin erlebt sie eine Hochkonjunktur, in NRW ist sie noch wenig verbreitet: die Tradition der Lesebühne. Ab März wird es - organisiert und inszeniert von den Autoren Adrian Kasnitz, Enno Stahl und Achim Wagner - auch in Köln ein solches regelmäßiges Veranstaltungsforum geben, jeweils am dritten Donnerstag des Monats.

Zur Premiere werden am 11. März um 20 Uhr in der Nyland-Stiftung (Brüsseler Str. 72) die Stammautoren der Lesebühne aus neuen Texten lesen.

Außerdem treten auf: Ulrich Bogislav (Köln), Marcel Diel (Bonn), Guy Helminger (Köln), Rainer Junghardt (Köln), Agnieszka Lessmann (Bergisch Gladbach) und Richard David Precht (Köln).

Erster auswärtiger Gast der Lesebühne ist der Berliner Lyriker HEL.

HEL wurde 1957 im ostbelgischen Eupen geboren und lebt nun nach längeren Aufenthalten in Aachen und Düsseldorf seit Anfang der 90er Jahre am Prenzlauer Berg. Zahlreiche Lyrik-Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften.
Demnächst erscheint eine Sammlung von Gedichten der Jahre 1976-2004 im Verlag KRASH Neue Edition. HEL zeigt sich darin als einer der sprachgewaltigsten deutschen Lyriker, der in einzigartiger Radikalität nur für den Text und seinen besonderen Sprachkosmos lebt. Karriere und Literaturbusiness sind ihm fremd, eine absolute Ausnahmegestalt im großen Rattenrennen um Ruhm, Erfolg und Reichtum! Der Herausgeber Tom Schulz über HELs Werk: "Mit HEL haben wir einen Meister der gereimten Form, der es wie kein zweiter deutschsprachiger Dichter versteht, Alltägliches in ein Sonett zu bringen, Soziales und Politisches."

Nähere Infos zur Lesebühne unter www.lesebuehne-koeln.de.


Leonce-und-Lena-Preis 2005

Leonce-und-Lena-Preis 2005Das dürfte mal wieder spannend werden! Am 11. und 12. März finden die öffentlichen Lesungen zum diesjährigen Leonce-und-Lena-Preis statt, dem wohl renommiertesten deutschen Lyrikpreis, der seit 1979 alle zwei Jahre von der Stadt Darmstadt vergeben wird.

Zum Wettlesen ausgesucht wurden in diesem Jahr 13 Autorinnen und Autoren, darunter auch einige durchaus bekanntere Namen der jüngeren Generation: Gyde Callesen (Hannover), Renatus Deckert (Berlin), Sabine Eschgfäller (Innsbruck), Karin Fellner (München), Gerald Fiebig (Augsburg), Andrea Heuser (München), Hendrik Jackson (Berlin), Adrian Kasnitz (Köln), Jörg Matheis (Ingelheim), Christian Schloyer (Erlangen), Katharina Schultens (Hildesheim), Mikael Vogel und Ron Winkler (beide aus Berlin).


Literatur-Café bloggt live aus Leipzig

LiteraturcaféDas Literatur-Café, einer der beliebtesten Tummelplätze für Autoren im Internet, wird an der Leipziger Buchmesse sowohl real (nämlich in Halle 5 an Stand C 213), als auch virtuell teilnehmen:

Von den Vorbereitungen bis zur Heimfahrt: in unserem Messe-Blog lesen Sie, was wir mit dem Literatur-Café auf der Leipziger Buchmesse erleben. Sollten Sie nicht zur Buchmesse kommen können, dann werden wir für Sie berichten und unsere persönlichen Eindrücke schildern.


Rezensionen zur Frauen- und Geschlechterforschung

Anläßlich des Erscheinens der neuen Ausgabe von Querelles-Net heute nachmittag (und ja, als Mitglied der Redaktion betreibe ich hiermit gnadenlose Eigenwerbung) möchte ich gerne auf dieses Forum für Rezensionen zur Frauen- und Geschlechterforschung hinweisen. Querelles-Net erscheint alle drei Monate (jeweils Anfang März, Juli und November), üblicherweise mit einem Schwerpunktthema (diesmal ausnahmsweise nicht). Neben den Rezensionen, die das Gros der Texte ausmachen, finden sich in der Rubrik Forum ein Beitrag oder mehrere Texte zum Schwerpunkthema der jeweiligen Ausgabe.


"Offensive in Sprache und Schrift": [sic !]

Soeben erschienen: die erste Ausgabe der Literaturzeitschrift [sic !]"Mut zu qualitativer Vielfalt", ist das Motto der Literaturzeitschrift [sic !], deren erste Ausgabe soeben erschienen ist. Die Redaktion um Christoph Wenzel und Daniel Ketteler möchte vor allem jungen Autoren ein adäquates Forum und damit den nötigen Spielraum zur Entfaltung bieten.

[sic !] ist eine Jahresschrift für zeitgenössische Literatur.
[sic !] will heißen: „Es steht wirklich so da!“, Du hast Dich nicht verlesen!
[sic !] schafft Platz für Texte, die verstören dürfen, sich ins Gedächtnis hieven, Spuren hinterlassen.
[sic !] rückt den Text ins Zentrum.
[sic !] sucht die Offensive in Sprache und Schrift, sucht Texte, die begriffs-stutzig machen ohne sprach-los zu sein.
[sic !] schärft den Blick für die Wortwörtlichkeit der Metapher und die Bildlichkeit des Buchstäblichen.


Arbeitsfeld Literatur

uni magazin 2/2005: Arbeitsfeld Literatur Studierenden berufliche Perspektiven aufzuzeigen ist das erklärte Ziel des uni magazins, das von der Bundesagentur für Arbeit in zweimonatlichem Rhythmus herausgegeben wird. Geboten werden fundierte Informationen von Experten, ansprechend aufbereitet und gestaltet, die eine erstklassige Orientierung auf dem immer komplexer werdenden Arbeitsmarkt ermöglichen. uni magazin 2/2005: Arbeitsfeld Literatur


Ende ndl

Der Blütenleser teilt mit:

Die "neue deutsche literatur", eine der traditionsreichsten Literaturzeitschriften im deutschsprachigen Raum, stellt auf Ende Jahr ihr Erscheinen ein. Wie der Verlag Schwartzkopff Buchwerke in in einem Schreiben an die Abonnenten mitteilte, fanden sich zu wenig Leser, die "auch Käufer sind". Ein kleiner Verlag könne dies auf die Dauer nicht ausgleichen. Der Verleger und Filmproduzent Peter Schwartzkopff hatte die Zeitschrift Anfang des Jahres vom Aufbau Verlag übernommen, der sich von der ndl trennen wollte. Bislang gibt es laut Auskunft des Verlages keine Interessenten, die die Literaturzeitschriften übernehmen möchten.

Schade - sehr schade! Auch wenn der Verlag in Aussicht stellt, statt der Zeitschrift nun jährlich eine Anthologie erscheinen zu lassen, kann dies wohl kaum einen adäquaten Ersatz für diese Institution darstellen.


 

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