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Der Geist von Turin

Ein Interview mit der Journalistin Maike Albath über ihr Buch, das die wechselvolle Geschichte des Turiner Verlags Einaudi erzählt

»Der Geist von Turin erzählt von der Stadt, den Gründern des Verlages und ihren wechselhaften Biographien. Es handelte sich um Freunde mit einem gemeinsamen Projekt. Dazu gehörte auch, sich zu streiten, sich zu versöhnen, sich zu verlieben und sich zu trennen.« Mit diesen Worten beginnt Maike Albath ihr Buch über den berühmten Turiner Verlag Einaudi. Interview mit der ausgewiesenen Kennerin der italienischen Gegenwartskultur.


Grundlagen der Kritik

Dorothea Marcus ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Das Verhältnis von Theorie und Praxis war während des Studiums von Dorothea Marcus bestens ausgewogen: Bei Hans-Ulrich Treichel bejubelte und verriss sie Gedichte von Kommilitonen, mit einer Arbeit über den Begriff der Mystik in der Literatur um 1900 schloss sie ihr Germanistik-Studium ab. Erst danach entdeckte sie das Berufsfeld des Kulturjournalismus für sich: Während es in Berlin, wo sie studierte, stets aussichtslos erschien, Praktika-Plätze zu ergattern, kam ihre berufliche Karriere in Freiburg richtig in Schwung. Mittlerweile ist Marcus Autorin für Rundfunk, Theater-Magazine und überregionale Tageszeitungen. Seit Anfang 2009 ist sie Chefredakteurin der akT, der neugegründeten Kölner Theaterzeitung, mit der der Medienlandschaft in der rheinischen Metropole eine vernehmbare Stimme für die Kultur hinzugefügt wurde …


Mit dem Motorrad nach Mexiko

Ein Interview mit Kristof Magnusson, dem »Erklärbär« der Finanzwelt

Kristof Magnusson (Foto: © Thomas Dashuber)Im Januar dieses Jahres hat Kristof Magnusson seinen lange erwarteten zweiten Roman Das war ich nicht veröffentlicht. Mit Katrin Uelpenich sprach er in Köln über dessen Entstehung, die Angst vor den Erwartungen nach seinem erfolgreichen Romandebüt Zuhause, den künstlerischen Schock der Finanzkrise und seinen Traum, nach den nächsten fünf Projekten Urlaub zu machen.


»Lieber in einer anderen Zeitung«

Hermann Peter Piwitt wird 75

75 Jahre alt wird der Hamburger Schriftsteller Hermann Peter Piwitt heute. Grund zum Feiern, und hier eine Aufforderung zum Tanz: »Die lesende Welt bekommt noch einmal die Chance, einen Autor zu entdecken, den bislang nicht entdeckt zu haben ihr zum eigenen Schaden gereicht: einen der größten Stilisten, einen der berückendsten Erzähler der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.« So schreibt Matthias Altenburg in der ZEIT über Piwitt - freilich bereits Ende der 90er Jahre. Heute, mehr als zehn Jahre später, gilt Piwitt – immer noch oder schon wieder - als der »Geheimtipp«, als der er bereits 1965 mit seinem literarischen Debüt Herdenreiche Landschaften" gehandelt wurde.


»Der Herbst 1989 war wie Woodstock«

Jan Kuhlbrodt (Foto: Marie-Luise Marchand/Plöttner Verlag, Leipzig)Im Jahr des 20. Jubiläums des Mauerfalls läuft die Erinnerungsindustrie auf Hochtouren. Dutzende Verlage haben den Buchmarkt mit schöner Literatur und einschlägigen Sachbüchern über die friedliche Revolution im Herbst 1989 geradezu überschwemmt. Dass viele Zeitzeugen in Interviews, Memoiren und autobiografischer Literatur über den Zusammenbruch der DDR berichten, ist aber keineswegs nur den Gesetzen des Marktes geschuldet. Oft liegt der schreibenden Erinnerungsarbeit ein ganz persönliches Erinnern-Wollen, ein Durcharbeiten der eigenen Rolle in der Vergangenheit, zu Grunde. So auch bei dem 1966 in Karl-Marx-Stadt (seit 1. Juni 1990 wieder Chemnitz) geborenen Schriftsteller Jan Kuhlbrodt, für den das Schreiben einen »therapeutischen Effekt« hat, wie er selbst sagt.


Mit Bachmann ins Erzbistum

Elmar Funken ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Elmar Funken (Foto: Erzbistum Köln)Das »Buch der Bücher« gehört sicher zum festen Bestandteil der Lektüre von Elmar Funken, schließlich steht er im Dienste des Erzbistums Köln. Aber mit sozialkritischer Literatur wie Peter Weiss’ Ästhetik des Widerstands weiß er sich ebenso auseinanderzusetzen – und die Lyrik Ingeborg Bachmanns war das Thema des ersten Seminars, das er an der Familienbildungsstätte leitete. Die Erwachsenenbildung war Funkens Berufsziel, und nach seinem Studium der Theologie und der Germanistik stand dem nichts mehr im Wege. Als Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen stellt er heute selbst regelmäßig unter anderem ein Literaturprogramm mit Lesungen und Seminaren zusammen …


Just left the building: Adolf Endler

Rückblickend scheint das Leben des Dichters Adolf Endler auf einzigartige Weise mit der Geschichte der DDR verwoben. Doch Endler war mehr als ›sein‹ Thema, das ihm nah und gleichzeitig so fremd erschien: ein Dichter witziger Lyrik in einer Zeit, in der kein Mensch mehr Lyrik liest; ein Satiriker, dessen Texte stets die Balance zwischen kluger Kritik und heiterer Komik finden, ein Dichter, der bewusst in keine Schublade passen wollte; ein rastlos Umherziehender, ein Wanderer zwischen allen Stühlen – und irgendwie auch das Beispiel einer deutschen Karriere. Am vergangenen Sonntag starb er 78-jährig in Berlin …


Dann geschieht es einfach

Swantje Karich ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Swantje Karich (Foto: © F.A.Z.)Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie lautet die Studienkombination, die der Journalistin Swantje Karich den Karriereweg ebnete. Was in einer kleinen Buchhandlung in tiefer Provinz mit dem Schreiben von Kurzkritiken begann, hat seinen (vorläufigen) Höhepunkt gefunden in Kritiken über Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und über Kunst allgemein – als Redakteurin für das F.A.Z.-Feuilleton. Und dass ein solcher Job über gut vorbereitete und vielfältig interessierte Geisteswissenschaftler auch schon mal ganz unverhofft hereinbrechen kann, das schildert Karich in ihren Antworten zu unserem Fragebogen.


»… dann ging es zipp zapp«

Radio-Journalist Wolfgang Bender ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Wolfgang BenderVom historischen zum mythischen Faust – und weiter zum Radio: So verlief, kurz gefasst, der bisherige Karriereweg des Journalisten Wolfgang Bender. Zehn Jahre hat er studiert, zehn Tage nach seinem Studienabschluss war er Volontär und wechselte danach schnurstracks zum Westdeutschen Rundfunk. So ging schließlich also doch alles »zipp zapp« für den (laut freiwilliger Selbstauskunft) »Dauerquassler« seit Schulzeiten. Welche Vorbereitungen auf dem Weg zum Radio-Journalisten sonst noch notwendig waren, verrät Bender in unserem Fragebogen für »Germanisten, die es geschafft haben«.


Germanisten, die es geschafft haben

Am 10. Juli erzählen Swantje Karich, Wolfgang Bender und Jan Valk im Bonner »Forum B(eruf): Germanistik«, wie sie wurden, was sie sind

»Germanisten im Beruf« (Logo der »K.A. plus«-Rubrik)»Warum einer wurde, was er wurde – und wie: Das ist immer interessant«, meinte Fritz J. Raddatz einmal. Das gilt nicht nur für prominente Germanisten wie Peter Wapnewski, auf dessen Autobiographie sich Raddatz’ Aussage bezog, sondern auch für andere Studienabsolventen. Zumal, wenn sich aus den individuellen Erfahrungen eines »Germanisten im Beruf« mehr gewinnen lässt als launige Anekdoten – eine berufliche Orientierungshilfe für Sprach- oder Literaturwissenschaftler zum Beispiel.


 

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