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Vom Gestus des Abbrechens

Abschied von Elfriede Gerstl

Elfriede Gerstl zählt, zumal in Deutschland, zu den weitgehend Unbekannten. Das ist mehrfach, und mit Recht, beklagt worden. Geändert haben die Klagen nicht viel. Abseits vom Markt und vom Literaturbetrieb, der sich um sie nicht kümmerte und von dem sie sich immer weiter entfernte, schuf sie ihr schmales und fast wie dahingehauchtes Werk. Man musste es selbst entdecken.


Einer, der »im Herzen barfuß« ging

Am 4. April starb der Kieler Dichter Klavki – ein Nachruf

Klavki (1972–2009) (Foto: © Frank Peter)Im März 2005 sprach er mich an, bei einem der Poetry Slams in den »wilden Mit(t)-Nullern« in der Schaubude, wo er wieder mal auf Platz Eins gelandet war. Konspirativ flüsternd mitten im Kneipenlärm: Er wolle in die Zeitung, wie man das mache. Da war Klavki schon drin, als jemand, der mit seinen performativen Textaktionen Aufmerksamkeit erregte, mit seinen seltsam erhellenden Flüchen, die er durch die Mikros der Slams jagte, durch die er in Kiel und rasch darüber hinaus bekannt wurde. Jetzt ist er 36-jährig gestorben


Just left the building: Elfriede Gerstl

Sie sei so gestorben, wie sie gelebt, wie sie geschrieben hat, schrieb uns an diesem Gründonnerstag Matthias Fallenstein aus der österreichischen Bundeshauptstadt: ganz still und ohne Aufhebens. Elfriede Gerstl, die vielfach ausgezeichnete Wiener Literatin, ist tot.


»Die Schrift war immer ein Refugium für die Juden«

Liliana Ruth Feierstein (Foto: buch-jugedu.de)Zum dritten »Fest des jüdischen Buches« lädt die Jüdische Gemeinde in Duisburg am Sonntag, den 15. März ein. Von 11 bis 19 Uhr dreht sich in der Synagoge am Duisburger Innenhafen alles um Literatur, unter anderem werden Robert Schindel, Lena Gorelik und der israelische Autor Assaf Gavron dort lesen. – Mit Organisatorin Liliana Ruth Feierstein sprach Stefan Andres.


»Fragen, Fragen, Fragen ...«

Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags.Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags. Schon während ihres Studiums hegte Ditta Kloth diesen Berufswunsch und absolvierte einige Praktika in Verlag, Presse sowie in der Veranstaltungsorganisation. Nach ihrem Studium arbeitete sie nebenher als freie Mitarbeiterin für diverse Verlage.


Quer einsteigen statt Karriere

Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen ...Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen – allen Unkenrufen zum Trotz sehr ansprechend und meist sogar noch vor der Geisterstunde.


Just left the building: Harold Pinter

»Was soll ich machen? Wo soll ich hin?« Mit diesen abschließenden Worten des berühmten Stückes The Caretaker wird ein wesentlicher Grundzug von Harold Pinters Arbeiten dargestellt: seine Figuren wissen oft selbst nicht, welchen Zielen und Motiven sie folgen sollen und stehen einer großen Ungewissheit gegenüber. Am Heiligen Abend verlor Harold Pinter nach vielen Operationen seinen langen Kampf gegen den Kehlkopfkrebs. Ein großer Mann des britischen Theaters ist tot.


Just left the building: Michael Crichton

Ich kann mich noch gut an die regelrechte Hysterie erinnern, die damals in unserer Grundschule ausgebrochen ist. Plötzlich wollte niemand mehr Sticker tauschen oder Fangen spielen. Das Einzige, was noch zählte, waren Dinosaurier. Ob Tyrannosaurus rex oder Brachiosaurus, man kannte und besaß sie alle – natürlich in Miniaturform und aus Gummi. Michael Crichton, der Vater dieses Hypes, ist am Dienstag vergangener Woche verstorben.


Traumberuf Buchredakteurin

Als im Sommer 2002 die Studierenden bundesweit für eine gebührenfreie Bildung auf die Straße gingen und die Hochschulen bestreikten, machte sich Andrea Essers, damals Vorsitzende der Fachschaft Germanistik an der Uni Bonn, Gedanken darüber, wie man dem Protest eine konstruktive Note verleihen könnte. Zusammen mit ihren FachschaftskollegInnen gelang es ihr, Lehrende fast aller Fakultäten für einen »24-Stunden-Vorlesungsmarathon« zu gewinnen, der zu einem viel beachteten und gut besuchten Event wurde.


Just left the building: Helmut Kindler

An ihm kam und kommt man einfach nicht vorbei. Ob als fleißiger Literaturstudent oder tratsch-verliebte Hausfrau, als geschichtlich Interessierter oder Tierfreund, als trotziger Teenager oder Liebesschmonzetten-Konsument – Helmut Kindler hat uns als Verleger wohl schon in den verschiedensten Lebenslagen begleitet. Nun ist er am vergangenen Montag im Alter von 95 Jahren in Küsnacht bei Zürich gestorben.


 

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