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Quer einsteigen statt Karriere

Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen ...Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen – allen Unkenrufen zum Trotz sehr ansprechend und meist sogar noch vor der Geisterstunde.


Just left the building: Harold Pinter

»Was soll ich machen? Wo soll ich hin?« Mit diesen abschließenden Worten des berühmten Stückes The Caretaker wird ein wesentlicher Grundzug von Harold Pinters Arbeiten dargestellt: seine Figuren wissen oft selbst nicht, welchen Zielen und Motiven sie folgen sollen und stehen einer großen Ungewissheit gegenüber. Am Heiligen Abend verlor Harold Pinter nach vielen Operationen seinen langen Kampf gegen den Kehlkopfkrebs. Ein großer Mann des britischen Theaters ist tot.


Just left the building: Michael Crichton

Ich kann mich noch gut an die regelrechte Hysterie erinnern, die damals in unserer Grundschule ausgebrochen ist. Plötzlich wollte niemand mehr Sticker tauschen oder Fangen spielen. Das Einzige, was noch zählte, waren Dinosaurier. Ob Tyrannosaurus rex oder Brachiosaurus, man kannte und besaß sie alle – natürlich in Miniaturform und aus Gummi. Michael Crichton, der Vater dieses Hypes, ist am Dienstag vergangener Woche verstorben.


Traumberuf Buchredakteurin

Als im Sommer 2002 die Studierenden bundesweit für eine gebührenfreie Bildung auf die Straße gingen und die Hochschulen bestreikten, machte sich Andrea Essers, damals Vorsitzende der Fachschaft Germanistik an der Uni Bonn, Gedanken darüber, wie man dem Protest eine konstruktive Note verleihen könnte. Zusammen mit ihren FachschaftskollegInnen gelang es ihr, Lehrende fast aller Fakultäten für einen »24-Stunden-Vorlesungsmarathon« zu gewinnen, der zu einem viel beachteten und gut besuchten Event wurde.


Just left the building: Helmut Kindler

An ihm kam und kommt man einfach nicht vorbei. Ob als fleißiger Literaturstudent oder tratsch-verliebte Hausfrau, als geschichtlich Interessierter oder Tierfreund, als trotziger Teenager oder Liebesschmonzetten-Konsument – Helmut Kindler hat uns als Verleger wohl schon in den verschiedensten Lebenslagen begleitet. Nun ist er am vergangenen Montag im Alter von 95 Jahren in Küsnacht bei Zürich gestorben.


Just left the building: Wendelin Schmidt-Dengler

»Jedenfalls sind Sie ein Mensch / der Augen und Ohren offen hat / und der nichts verschweigt / das ist seine Natur«, heißt es in Thomas Bernhards Jagdgesellschaft. Dieses Zitat Bernhards beschreibt sehr treffend die Lebens- und Arbeitsweise des kürzlich verstorbenen Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler. Der österreichische Literaturpapst erlag am vorvergangenen Sonntag, den 7. September 2008, nach kurzer Krankheit einer Lungenembolie ...


»Später erfuhr ich, dass es Luhmann gibt«

Zugegeben: Der Journalist und Buchautor Jürgen Kaube ist gar kein Germanist. Er hat dieses Fach »nur« sechs Semester und ohne Abschluss studiert. Gleichwohl, dachten wir, könne der Diplom-Volkswirt und Soziologe, der Kaube tatsächlich ist, sicher aufschlussreiche Antworten geben. Zumal er als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die »Forschung und Lehre«-Seiten ebenso verantwortlich zeichnet wie für die »Geisteswissenschaften«-Rubrik und demzufolge mit dem diesem Fragebogen zugrundeliegenden Thema gut vertraut sein dürfte …Zugegeben: Der Journalist und Buchautor Jürgen Kaube ist gar kein Germanist. Er hat dieses Fach »nur« sechs Semester und ohne Abschluss studiert.


»Gesunde Portion Größenwahn«

Eine »unwiderstehliche Affinität zum Medium Buch« nimmt Volker Oppmann in seinen Antworten zum »Germanisten-Fragebogen« für sich in Anspruch. Diese Affinität führte ihn zunächst zu einem Studium der Germanistik und Skandinavistik, doch hat er es nach dem Magister längst nicht bei einem fundierten Wissen um die Literatur allein belassen …Eine »unwiderstehliche Affinität zum Medium Buch« nimmt Volker Oppmann für sich in Anspruch.


»Ick bün al dor!«

Den Wert der Literatur hat Lektoratsassistentin Barbara Wermann bereits früh kennen gelernt. Bereits früh wusste sie auch, dass sie ihr beruflicher Weg am liebsten zu einem Schulbuchverlag führen sollte. Nach dem Studium der Germanistik in Bonn und einem einjährigen Verlagsvolontariat in Köln bewarb sie sich – und kann, nach ihrem Wunscharbeitsplatz gefragt, nun zu Recht antworten: »Ick bün al dor!« …Den Wert der Literatur hat Lektoratsassistentin Barbara Wermann bereits früh kennen gelernt. Bereits früh wusste sie auch, dass sie ihr beruflicher Weg am liebsten zu einem Schulbuchverlag führen sollte.


Romantiker in fremdem Land

Claus Sommerhage begegnete mir 1994 in Estland. Ich war zum ersten Mal dort. Mein Gastgeber Matti Sirkel, Präsident des Estnischen Schriftstellerverbandes, hatte ihn gebeten, in Tartu (Dorpat, ein baltendeutsches Klein-Athen des Nordens) im »Deutschen Haus« eine Lesung für mich zu organisieren. Sommerhage, damals Gastprofessor am Germanistischen Institut der dortigen Universität, sagte sofort zu. Schon nach unserem ersten Gespräch wußte ich: Hier stand mir kein abgebrühter Gedichtezerleger und ausgekochter Prosasezierer gegenüber, sondern jemand, der mit der lebendigen Wortkunst lebte und nicht von ihren Ruinen und Exkrementen ...


 

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