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Just left the building: Helmut Kindler

An ihm kam und kommt man einfach nicht vorbei. Ob als fleißiger Literaturstudent oder tratsch-verliebte Hausfrau, als geschichtlich Interessierter oder Tierfreund, als trotziger Teenager oder Liebesschmonzetten-Konsument – Helmut Kindler hat uns als Verleger wohl schon in den verschiedensten Lebenslagen begleitet. Nun ist er am vergangenen Montag im Alter von 95 Jahren in Küsnacht bei Zürich gestorben.


Just left the building: Wendelin Schmidt-Dengler

»Jedenfalls sind Sie ein Mensch / der Augen und Ohren offen hat / und der nichts verschweigt / das ist seine Natur«, heißt es in Thomas Bernhards Jagdgesellschaft. Dieses Zitat Bernhards beschreibt sehr treffend die Lebens- und Arbeitsweise des kürzlich verstorbenen Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler. Der österreichische Literaturpapst erlag am vorvergangenen Sonntag, den 7. September 2008, nach kurzer Krankheit einer Lungenembolie ...


»Später erfuhr ich, dass es Luhmann gibt«

Zugegeben: Der Journalist und Buchautor Jürgen Kaube ist gar kein Germanist. Er hat dieses Fach »nur« sechs Semester und ohne Abschluss studiert. Gleichwohl, dachten wir, könne der Diplom-Volkswirt und Soziologe, der Kaube tatsächlich ist, sicher aufschlussreiche Antworten geben. Zumal er als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die »Forschung und Lehre«-Seiten ebenso verantwortlich zeichnet wie für die »Geisteswissenschaften«-Rubrik und demzufolge mit dem diesem Fragebogen zugrundeliegenden Thema gut vertraut sein dürfte …Zugegeben: Der Journalist und Buchautor Jürgen Kaube ist gar kein Germanist. Er hat dieses Fach »nur« sechs Semester und ohne Abschluss studiert.


»Gesunde Portion Größenwahn«

Eine »unwiderstehliche Affinität zum Medium Buch« nimmt Volker Oppmann in seinen Antworten zum »Germanisten-Fragebogen« für sich in Anspruch. Diese Affinität führte ihn zunächst zu einem Studium der Germanistik und Skandinavistik, doch hat er es nach dem Magister längst nicht bei einem fundierten Wissen um die Literatur allein belassen …Eine »unwiderstehliche Affinität zum Medium Buch« nimmt Volker Oppmann für sich in Anspruch.


»Ick bün al dor!«

Den Wert der Literatur hat Lektoratsassistentin Barbara Wermann bereits früh kennen gelernt. Bereits früh wusste sie auch, dass sie ihr beruflicher Weg am liebsten zu einem Schulbuchverlag führen sollte. Nach dem Studium der Germanistik in Bonn und einem einjährigen Verlagsvolontariat in Köln bewarb sie sich – und kann, nach ihrem Wunscharbeitsplatz gefragt, nun zu Recht antworten: »Ick bün al dor!« …Den Wert der Literatur hat Lektoratsassistentin Barbara Wermann bereits früh kennen gelernt. Bereits früh wusste sie auch, dass sie ihr beruflicher Weg am liebsten zu einem Schulbuchverlag führen sollte.


Romantiker in fremdem Land

Claus Sommerhage begegnete mir 1994 in Estland. Ich war zum ersten Mal dort. Mein Gastgeber Matti Sirkel, Präsident des Estnischen Schriftstellerverbandes, hatte ihn gebeten, in Tartu (Dorpat, ein baltendeutsches Klein-Athen des Nordens) im »Deutschen Haus« eine Lesung für mich zu organisieren. Sommerhage, damals Gastprofessor am Germanistischen Institut der dortigen Universität, sagte sofort zu. Schon nach unserem ersten Gespräch wußte ich: Hier stand mir kein abgebrühter Gedichtezerleger und ausgekochter Prosasezierer gegenüber, sondern jemand, der mit der lebendigen Wortkunst lebte und nicht von ihren Ruinen und Exkrementen ...


Ein Mäeut im besten sokratischen Sinne

Vor fünf Jahren, am 17. Juni 2003, ist Professor Dr. Peter Pütz im Alter von 68 Jahren verstorben. In den über dreißig Jahren seiner literaturwissenschaftlichen Tätigkeit am Germanistischen Seminar der Universität Bonn hat er das Gesicht der neueren germanistischen Abteilung in einer Weise geprägt, die es mehr als angebracht erscheinen läßt, ihn in eine Reihe mit den prominentesten Vertretern seiner Disziplin, die wie er hier gelehrt und geforscht haben, zu stellen. Seine schriftlichen Publikationen über Lessing, Nietzsche, Thomas Mann oder über die Techniken dramatischer Spannungserzeugung – um nur einige Beispiele zu nennen – behaupten ihren Platz als Meilensteine germanistischer Forschungsliteratur ...


Just left the building: Gerhard Meier

Wenige Tage nach seinem 91. Geburtstag ist Gerhard Meier am vergangenen Sonntag nach langer Krankheit im schweizerischen Langenthal verstorben. Die Welt der Literatur trauert um einen ihrer überzeugtesten Provinzler, der zugleich ein Weltbürger im Reich der Poesie war …


Geklickt, geschickt & angefangen

Nicht, dass wir es dem Goethe-Institut in London nicht durchaus gönnen würden. Aber an Nicole Maus ist höchstwahrscheinlich eine großartige Journalistin verloren gegangen. Folgen wir der Darstellung in ihrer Antwort zu Frage sieben in unserem »Germanisten-Fragebogen«, so müssen wir respektvoll den Hut ziehen und eingestehen: Es sieht ganz so aus, als vereinte sie schon zu Schulzeiten Eigenschaften auf sich, um die sich noch manche ganze Zeitschrift glücklich schätzen würde ...Nicht, dass wir es dem Goethe-Institut in London nicht durchaus gönnen würden. Aber an Nicole Maus ist höchstwahrscheinlich eine großartige Journalistin verloren gegangen. Folgen wir der Darstellung in ihrer Antwort zu Frage sieben in unserem »Germanisten-Fragebogen«, so müssen wir respektvoll den Hut ziehen und eingestehen: Es sieht ganz so aus, als vereinte sie schon zu Schulzeiten Eigenschaften auf sich, um die sich noch manche ganze Zeitschrift glücklich schätzen würde.


Der Sprachvirtuose mit Neigung zum Protest und Anderssein

Seine Vorliebe für Reime und Wortspiele jeglicher Art dürfte sich für Peter Rühmkorf bereits in seiner Kindheit manifestiert haben, denn seine Mutter war in der kleinen Dorfgemeinschaft seines nordniedersächsischen Geburtsortes Warstade berühmt für ihre Verse und Reime, die sie dann auch regelmäßig auf Festlichkeiten vorzutragen pflegte. Auch Rühmkorf selbst, am 25.10.1929 als Sohn einer Pastorentochter und eines fahrenden Puppenspielers geboren und als Patenkind des berühmten Theologen Karl Barth sehr fromm erzogen, fing schon früh an, eigene Gedichte zu notieren, die er allerdings allesamt wieder verbrannte. In seiner Jugend wurde der angehende Poet, Essayist und Dramatiker von einer Art Pubertätsmagersucht geplagt, die er durch Tagebuchschreiben versuchte zu bewältigen. Diese Angewohnheit sollte ihn nie wieder loslassen, bis ins hohe Alter hinein widmete er sich dem täglichen Ritual ...


 

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