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»Familienhöllen« und Theaterhimmel

Im Theater arbeiten wollte sie, das stand für Yvonne Büdenhölzer fest. Und weil Theater auch recht viel mit Literatur zu tun hat, lag ein Studium der Germanistik nicht fern. Nachdem sie sich für ihre Abschlussarbeit mit »Familienhöllen« in deutschen Dramen wissenschaftlich auseinandergesetzt und anschließend ein paar Stationen als Regiehospitantin und -assistentin absolviert hat, kann sie heute als Dramaturgin am Stückemarkt beim Theatertreffen der Berliner Festspiele ihr Wissen für die Bretter, die die Welt bedeuten, praktisch zur Anwendung bringen.Im Theater arbeiten wollte sie, das stand für Yvonne Büdenhölzer fest. Und weil Theater auch recht viel mit Literatur zu tun hat, lag ein Studium der Germanistik nicht fern.


»Als Exot lebt es sich prima«

Wie man mit Germanistik und Philosophie an eine Designer-Akademie kommen kann, das zeigt das Beispiel von Bernd Draser: Als Magister Artium mit diesen Geisteswissenschaften im Gepäck hat er sich 2004 selbständig gemacht und unterrichtet nun als freiberuflicher Dozent unter anderem an der »ecosign/Akademie für Gestaltung« das Fach Philosophie. Aber auch Seminare etwa zur Deutschen Literaturgeschichte oder zu »Romanen des 20. Jahrhunderts« hat er in seinem Repertoire.Wie man mit Germanistik und Philosophie an eine Designer-Akademie kommen kann, das zeigt das Beispiel von Bernd Draser: Als Magister Artium mit diesen Geisteswissenschaften im Gepäck hat er sich 2004 selbständig gemacht und unterrichtet nun als freiberuflicher Dozent unter anderem an der »ecosign/Akademie für Gestaltung« das Fach Philosophie. Aber auch Seminare etwa zur Deutschen Literaturgeschichte oder zu »Romanen des 20. Jahrhunderts« hat er in seinem Repertoire. Ein »Exot« ist er damit allemal, räumt er in seinen Antworten zum Germanisten-Fragebogen ein, zumal unter Designern.


Just left the building: Christian Bourgois

Gänzlich unbemerkt vom deutschen Kulturbetrieb ist bereits am 20. Dezember letzten Jahres »einer der letzten Gentlemen des europäischen Verlagwesens« nach langer Krankheit in Paris verstorben: Christian Bourgois.


Just left the building: Walter Haug

Er sei die »Idealbesetzung für die für die Rolle des Entdeckers und Promotors performativen Eigensinns« gewesen, heißt es in der heutigen F.A.Z. über den aus dem schweizerischen Glarus stammenden Mediävisten Walter Haug. Nur wenige Wochen nach seinem achtzigsten Geburtstag ist der Universitätsprofessor und Mitherausgeber der Deutschen Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte gestern in Tübingen verstorben.


Feiern, schlafen, fressen

Im Herbst 2007 veröffentlichte ein neuer Verlag sein erstes Programm: Gegründet wurde der Lilienfeld-Verlag von Viola Eckelt und Axel von Ernst. Letzterer hat sein Germanistik-Studium im Jahr 2000 in Düsseldorf abgeschlossen und versucht seither, sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren. Ein Ziel, das, wie er in seinen Antworten selbst einräumt, (noch) nicht erreicht ist.Im Herbst 2007 veröffentlichte ein neuer Verlag sein erstes Programm: Gegründet wurde der Lilienfeld-Verlag von Viola Eckelt und Axel von Ernst. Letzterer hat sein Germanistik-Studium im Jahr 2000 in Düsseldorf abgeschlossen und versucht seither, sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren. Ein Ziel, das, wie er in seinen Antworten selbst einräumt, (noch) nicht erreicht ist.


Just left the building: Jaan Kross

»Dies ist ein bedeutender Schriftsteller im alten großen Stil«, sagte die diesjährige Literaturnobelpreis-Trägerin Doris Lessing einst über ihren Kollegen Jaan Kross, der mehrfach als hoffnungsvoller Anwärter auf diesen Preis gehandelt wurde – und ihn schlussendlich doch nie bekam. Heute ist der wohl bekannteste estnische Romancier der Gegenwart im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit verstorben, wie das estnische Fernsehen am Nachmittag meldete.


Just left the building: Julien Gracq

Den renommierten französischen Literaturpreis Prix Goncourt für sein weltgeschichtliches Epos Das Ufer der Syrten lehnte er 1951 ab – und überhaupt galt Julien Gracq stets als »der Schriftsteller, der sich versteckt«. Am gestrigen Samstag ist, so meldete der Österreichische Rundfunk heute morgen, einer der »bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwartsliteratur nicht nur Frankreichs« im Alter von 97 Jahren in Angers verstorben.


Just left the building: Peer Hultberg

Als »eine[n] der bedeutensten dänischen Autoren unserer Zeit«, »einen Sprachvirtuosen und einen Menschenkenner« und »de[n] Außenseiter der Hamburger Literaturszene«, der »ganz große Literatur« schreibe, feierten die Kritiker Peer Hultberg noch vor wenigen Wochen, als die deutsche Übersetzung seines Familienromans Vredens nat (Eines Nachts) veröffentlicht wurde. Am vergangenen Donnerstag nun ist der mehrfach ausgezeichnete Romancier im Alter von 72 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat Hamburg verstorben.


Just left the building: Celestino Piatti

Fast jeder, der einmal einen älteren dtv-Band in der Hand hatte, dürfte diesen Künstler kennen: Celestino Piatti, »Europas bedeutendster Gebrauchsgrafiker« (so die NZZ), ist am 17. Dezember im Alter von 85 Jahren in Duggingen (Schweiz) gestorben ...


Mit Frisch zum Fernsehen

Die Schweizer Literatur, so wird immer wieder mal behauptet, sei ein Stiefkind der Germanistik. Dabei gab und gibt es nicht nur faszinierende deutschsprachige Autoren in der Schweiz und sogar eine eigene Schweizerische Akademische Gesellschaft für Germanistik – auch das Fach selbst scheint bei unseren südlichen Nachbarn durchaus beliebt. Dass es auf jeden Fall zum »Neigungsfach« taugt, zeigt das Beispiel von Andrea Vetsch: Sie überlegte einst, sich im Studium den Rechtswissenschaften zuzuwenden. Zum Neigungsstudium geraten haben ihr dann aber die Eltern, und so entschied sie sich gegen Jus – und für Germanistik.Die Schweizer Literatur, so wird immer wieder mal behauptet, sei ein Stiefkind der Germanistik. Dabei gab und gibt es nicht nur faszinierende deutschsprachige Autoren in der Schweiz und sogar eine eigene Schweizerische Akademische Gesellschaft für Germanistik – auch das Fach selbst scheint bei unseren südlichen Nachbarn durchaus beliebt.


 

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