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Leipzig, zum ersten Mal

Ein nachgetragener Erlebnisbericht

Der jüngste Kritische-Ausgabler erkundet die Leipziger Buchmesse. Es sollte ein Kulturschock werden; genauer gesagt, der erste Schritt in eine schockierend bunte, kommerzielle, atemberaubende und immer wieder faszinierende Literatur- und Kulturwelt, die sich mit großer Geste (wie jedes Jahr) in Leipzig präsentierte.


Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.

Die Entstehung der Zeit durch die Vermessung der Welt im 19. Jahrhundert

Dargestellte Zeit ist kein Phänomen, das auf Text und Literatur beschränkt ist. Auch in Karten und Landkarten hinterlässt sie ihre Spuren und prägt unsere Wahrnehmung des Abgebildeten. Isabella Ferron geht diesem Aspekt der Zeit nach und zeigt auf, wie die Grenzen von Darstellung, Realitätsanspruch und narrativer Kontruktion verwischen. Niemand geringeres als Naturforscher Alexander von Humboldt ist dazu das prominente Beispiel. Lesen Sie hier den zweiten Teil unseres Schwerpunktes zur aktuellen Kritischen-Ausgabe Zeit.


Die Manipulation der Zeit

Der Kalender als preußisches Herrschaftsinstrument in der Provinz Posen um 1900

Nach Paul Ricœr ist die von jedem narrativen Werk entfaltete Welt immer eine zeitliche.1 Jedoch ist keine Textsorte so eindeutig der Zeit untergeordnet wie Kalender, deren Struktur und Inhalte gänzlich durch die Zeit bestimmt werden. Gemeint sind in diesem Fall Kalenderhefte, die mit ihren »ursprünglich zwölf, im späten 19. Jahrhundert bis zu 90 Seiten als weitere literarische Kleinform die Hauptmasse der billigen populären Lesestoffe«2 bildeten.

  • 1. Ricœr, Paul: Zeit und Erzählung. Zeit und historische Erzählung. München 1988. S. 13.
  • 2. Brunold-Bigler, Ursula: Kalender, Kalendergeschichte. In: Enzyklopädie des Märchens. Hrsg. v. Rolf Wilhelm Brednich. Bd. 7. Berlin u.a. 1993. S. 861-878; hier: S. 863.

 

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