Inhalt abgleichen

Ungewöhnliche Vorkommnisse

In ihrem Debütroman beweist Juliana Kálnay ihr erzählerisches Können

Am 13. Juni geht Dorian Steinhoffs Literaturshow IMPORT/EXPORT um 20 Uhr in eine neue Runde. Zu Gast ist dann die Autorin Juliana Kálnay, die in diesem Jahr ihr Debüt Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens veröffentlicht hat. In ihrem Roman erzählt sie außergewöhnliche Geschichten einer Hausgemeinschaft, die den Leser wie ein Puzzle herausfordern und zugleich aber auch neugierig darauf machen, was die Autorin noch zu erzählen hat.


Auf der Suche nach Liebe

Navid Kermani bedient sich in Sozusagen Paris bei den großen französischen Literaten

Was ist eigentlich Liebe? Ist sie das Leben, das man miteinander teilt, das Sorgen um das gemeinsame Kind oder doch etwas ganz Anderes – etwa jenes Mysterium, das in unzähligen Romanen bereits verarbeitet wurde? Fragen wie diesen widmet sich der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani in Sozusagen Paris, der eine Fortsetzung seines 2014 erschienenen Romans Große Liebe ist, doch kann er damit nicht gänzlich überzeugen.


Unheimlich rasant und radikal dystopisch

Hendrik Otremba kommt mit seinem Debüt Über uns der Schaum nach Bonn

Zum Staffelstart der zweiten Runde der Literaturshow IMPORT/EXPORT im Literaturhaus Bonn hat sich der Gastgeber Dorian Steinhoff morgen Hendrik Otremba eingeladen. Der Autor, bildende Künstler und Musiker hat gerade seinen ersten Roman mit dem Titel Über uns der Schaum veröffentlicht. In seinem Debüt erzählt er die surreale Geschichte zweier Menschen, die ums Überleben kämpfen und dabei erleben, wie die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit immer mehr verschwimmt.


Ein Pizzabäcker schreibt einen Bestseller

In seinem neuen Roman Das geheime Leben des Monsieur Pick widmet sich David Foenkinos den abgelehnten Manuskripten des Literaturbetriebs

David Foenkinos neuster Roman Das geheime Leben des Monsieur Pick überzeugt mit einer originellen Idee, weist jedoch auch zahlreiche Schwachstellen auf. Es eröffnen sich zahlreiche Handlungsstränge, es gibt eine aufwändige Verschachtelung der Begebenheiten und die abwegigsten Figuren haben hier ihren Auftritt. Das sorgt für einige absurde Momente, macht aus Foenkinos neuem Roman aber auch ein Stück kurzweiliger Unterhaltungsliteratur.


Vom Terror und der Suche nach Schönheit

Catherine Meurisse kämpft sich mit ihrem Comic Die Leichtigkeit ins Leben zurück

Das Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo erschütterte nicht nur Frankreich. Weltweit solidarisierten sich Menschen mit dem Spruch »Je suis Charlie«. Jene Mitarbeiter des Magazins, die durch glückliche Umstände zwar überlebt hatten, aber dennoch traumatisiert wurden, blieben dabei außen vor. Eine von ihnen ist Karikaturistin Catherine Meurisse. Ihr Comic Die Leichtigkeit zeigt rührend und hoffnungsvoll, wie es gelingt durch die Kunst und die Suche nach Schönheit das Grauen zu überwinden.


Der vergessene Araber

Kamel Daouds Debütroman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung ist ein Dokument postkolonialer Selbstreflexion

70 Jahre ist es her, dass die Sonne Meursault das Hirn verbrannte und er vier Kugeln auf einen ihm völlig Unbekannten abfeuerte. Doch nachdem Albert Camus‘ Der Fremde (1942) jahrelang Prestige genoss, zieht Kamel Daoud in seinem Debütroman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung den mörderischen Helden endlich zur Rechenschaft, denn Mord verjährt bekanntermaßen nicht – erst recht nicht in der Literatur.


Die Bestie ist nicht nur im Kopf

Luca D'Andrea bleibt mit seinem Thriller Der Tod so kalt hinter den Erwartungen zurück

Die Nachricht verbreitete sich auf der Londoner Buchmesse 2016 wie ein Lauffeuer: In Italien soll ein atemberaubendes Debüt erscheinen. Die Rede ist von Luca D'Andreas erstem Thriller Der Tod so kalt, der in Italien direkt nach Erscheinen in die Top-Ten der italienischen Bestsellerliste aufstieg und nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Der Südtiroler Autor erzählt die grausame Geschichte des Dorfs Siebenhoch.


Dunkle Phantasien für lichte Momente

Die Neuausgabe von Gérard de Nervals Aurelia legt einen vergessenen Klassiker frei

Gewöhnlich endet das Träumen mit dem Aufwachen. Was aber, wenn man nicht mehr aus ihm erwachen kann? Gérard de Nerval beschreibt diesen Zustand in seinem autofiktionalen Text Aurelia und zeigt, ehe die Surrealisten ihm nacheifern, wie der Traum zu einem zweiten Leben wird. Auch wenn er das mit dem eigenen Leben bezahlen muss, gelingt ihm damit ein Bericht, der einen bei aller Verwirrung durchaus in seinen Bann zieht.


Das verheißene Land

Im Gespräch mit dem Schriftsteller Walid Nabhan über Sprache, Heimat und sein Malta

Am 22. März ist wieder Zeit für »Literatour d’Europe. Neue Texte aus Europa« im Literaturhaus Bonn. Passend zum aktuellen Land, das in dieser Jahreshälfte die europäische Ratspräsidentschaft innehat, ist um 19:30 Uhr der Autor Walid Nabhan aus Malta zu Gast. Im Interview spricht er mit uns nicht nur über seine Erfahrung als Geflüchteter, sondern auch über sein besonderes Verhältnis zu seiner neuen Heimat.


Unruhige Zeiten

Der Kriegsroman Ketten in das Meer beleuchtet eindrucksvoll die Vergangenheit Österreichs

Gut 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg erinnert der Wiener Verlag Edition Atelier mit der Veröffentlichung des Romans Ketten in das Meer an dessen Autor Bohuslav Kokoschka, der als Schriftsteller und Maler Zeit seines Lebens hinter seinem viel bekannteren Bruder Oskar zurückstecken musste. Das Werk erlaubt es der Zerrissenheit des Alltags am Ende der Donaumonarchie nachzuspüren und lädt nicht zuletzt auch dazu ein, einen fast vergessenen Autor neu zu entdecken.


 

Spendenaufruf

Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Literatur im Dialog« sowie das Online-Magazin wird von einer jungen, ehrenamtlichen Redaktion betreut. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, mit unserer Arbeit weiterzumachen.

Detaillierte Hinweise für Spenden finden Sie im Impressum.

Wenn Sie mögen, können Sie uns auch ganz einfach unterstützen, während Sie online einkaufen, einen Flug oder Ihren nächsten Urlaub buchen – ohne, dass es Sie mehr als ein paar zusätzliche Mausklicks kostet. Wenn Sie vor dem Einkauf bzw. der Buchung über nachstehenden Button zu einem Online-Shop gehen und dort dann wie gewohnt einkaufen, bekommt die »Kritische Ausgabe« automatisch eine kleine Spende von etwa fünf Prozent des Einkaufswertes gutgeschrieben. Ihnen entstehen dadurch garantiert keine Mehrkosten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!