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Im Narrenturm

Rattenrennen - Etappe 3

»Einmal Kanake – immer Kanake«, gegen diese Geisteshaltung muss der Protagonist aus Tekin Tegidas Erzähltext Rattenrennen auch dann ankämpfen, als er sich für eine Stelle in der Finanzbranche bewirbt. Nach einem halben Jahr erfolgloser Bewerbungen hat er Erfolg: Eine Fondsgesellschaft stellt ihn an. Doch das Glück währt nicht lange. Die globale Finanzkrise wirft bereits ihre Schatten voraus.


Vom Versuch, anzukommen

Rattenrennen – Etappe 2

In der zweiten Etappe des Erzähltexts Rattenrennen nimmt Tekin Tegida seine Leser weiter in das Leben des gerade erst nach Deutschland gekommenen Gastarbeiterkinds mit und schildert dessen steinigen Weg in all seinen Facetten. Ob in der Konfrontation mit Herrn und Frau Hügel aus der Nachbarschaft oder aber dem Lehrer Bart, der als alter Nazi mit Hitlerfrisur über die Schule wie ein Tyrann herrscht, und den Schlägereien am Busbahnhof, überall zeigt sich die harte Realität des Alltags.


Der Aufbruch

Rattenrennen - Etappe 1

In seinem Erzähltext Rattenrennen schildert der Autor Tekin Tegida die autobiografisch inspirierten Erfahrungen und Erlebnisse eines »deutschen Kanaken« – von dessen Kindheit und Jugend bis hin zu der steinigen und sumpfigen Karriere in den oberen Etagen renommierter deutscher Bankhäuser. Vor dem Hintergrund der Dot.Com- und Finanzkrise gibt er einen Einblick in das Tagesgeschäft, das durch Verleumdungen, Abzocken, Affären und nicht zuletzt auch einer guten Portion Diskriminierung geprägt ist. 


Ungewöhnliche Vorkommnisse

In ihrem Debütroman beweist Juliana Kálnay ihr erzählerisches Können

Am 13. Juni geht Dorian Steinhoffs Literaturshow IMPORT/EXPORT um 20 Uhr in eine neue Runde. Zu Gast ist dann die Autorin Juliana Kálnay, die in diesem Jahr ihr Debüt Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens veröffentlicht hat. In ihrem Roman erzählt sie außergewöhnliche Geschichten einer Hausgemeinschaft, die den Leser wie ein Puzzle herausfordern und zugleich aber auch neugierig darauf machen, was die Autorin noch zu erzählen hat.


Auf der Suche nach Liebe

Navid Kermani bedient sich in Sozusagen Paris bei den großen französischen Literaten

Was ist eigentlich Liebe? Ist sie das Leben, das man miteinander teilt, das Sorgen um das gemeinsame Kind oder doch etwas ganz Anderes – etwa jenes Mysterium, das in unzähligen Romanen bereits verarbeitet wurde? Fragen wie diesen widmet sich der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani in Sozusagen Paris, der eine Fortsetzung seines 2014 erschienenen Romans Große Liebe ist, doch kann er damit nicht gänzlich überzeugen.


Unheimlich rasant und radikal dystopisch

Hendrik Otremba kommt mit seinem Debüt Über uns der Schaum nach Bonn

Zum Staffelstart der zweiten Runde der Literaturshow IMPORT/EXPORT im Literaturhaus Bonn hat sich der Gastgeber Dorian Steinhoff morgen Hendrik Otremba eingeladen. Der Autor, bildende Künstler und Musiker hat gerade seinen ersten Roman mit dem Titel Über uns der Schaum veröffentlicht. In seinem Debüt erzählt er die surreale Geschichte zweier Menschen, die ums Überleben kämpfen und dabei erleben, wie die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit immer mehr verschwimmt.


Ein Pizzabäcker schreibt einen Bestseller

In seinem neuen Roman Das geheime Leben des Monsieur Pick widmet sich David Foenkinos den abgelehnten Manuskripten des Literaturbetriebs

David Foenkinos neuster Roman Das geheime Leben des Monsieur Pick überzeugt mit einer originellen Idee, weist jedoch auch zahlreiche Schwachstellen auf. Es eröffnen sich zahlreiche Handlungsstränge, es gibt eine aufwändige Verschachtelung der Begebenheiten und die abwegigsten Figuren haben hier ihren Auftritt. Das sorgt für einige absurde Momente, macht aus Foenkinos neuem Roman aber auch ein Stück kurzweiliger Unterhaltungsliteratur.


Vom Terror und der Suche nach Schönheit

Catherine Meurisse kämpft sich mit ihrem Comic Die Leichtigkeit ins Leben zurück

Das Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo erschütterte nicht nur Frankreich. Weltweit solidarisierten sich Menschen mit dem Spruch »Je suis Charlie«. Jene Mitarbeiter des Magazins, die durch glückliche Umstände zwar überlebt hatten, aber dennoch traumatisiert wurden, blieben dabei außen vor. Eine von ihnen ist Karikaturistin Catherine Meurisse. Ihr Comic Die Leichtigkeit zeigt rührend und hoffnungsvoll, wie es gelingt durch die Kunst und die Suche nach Schönheit das Grauen zu überwinden.


Der vergessene Araber

Kamel Daouds Debütroman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung ist ein Dokument postkolonialer Selbstreflexion

70 Jahre ist es her, dass die Sonne Meursault das Hirn verbrannte und er vier Kugeln auf einen ihm völlig Unbekannten abfeuerte. Doch nachdem Albert Camus‘ Der Fremde (1942) jahrelang Prestige genoss, zieht Kamel Daoud in seinem Debütroman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung den mörderischen Helden endlich zur Rechenschaft, denn Mord verjährt bekanntermaßen nicht – erst recht nicht in der Literatur.


Die Bestie ist nicht nur im Kopf

Luca D'Andrea bleibt mit seinem Thriller Der Tod so kalt hinter den Erwartungen zurück

Die Nachricht verbreitete sich auf der Londoner Buchmesse 2016 wie ein Lauffeuer: In Italien soll ein atemberaubendes Debüt erscheinen. Die Rede ist von Luca D'Andreas erstem Thriller Der Tod so kalt, der in Italien direkt nach Erscheinen in die Top-Ten der italienischen Bestsellerliste aufstieg und nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Der Südtiroler Autor erzählt die grausame Geschichte des Dorfs Siebenhoch.


 

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