Inhalt abgleichen

Junge Stimmen braucht das Land

Das literarische Frühjahrsprogramm der Kritischen Ausgabe hat es 2016 in sich

Ganz im Zeichen der Freundschaft starten wir nicht nur mit unserem neuen Heft, sondern auch mit unserem neuen Lese-Programm in das Jahr 2016 und setzen dabei nicht nur unsere Lesereihe »Forum Junge Literatur« (FJL) fort. Ehe am 6. April in Bonn die vierte Lesung des FJL stattfindet und Julia Trompeter ihren jüngst erschienenen Lyrikband Zum Begreifen nah präsentiert, sind wir bereits am 20. März im Rahmen des »Literarischen Salons NRW« auf der Leipziger Buchmesse vertreten.


»Schreiben ist Teil meines Lebens, ohne davon verschlungen zu werden«

Interview mit dem niederländischen Schriftsteller und Journalisten Daan Heerma van Voss

Wenn der europäische Zusammenhalt bröckelt und Politiker darüber nachdenken Ländergrenzen zu schließen, scheint es notwendig über den Staatenbund zu reden. Das Literaturhaus Bonn und die Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn bieten mit ihrer neuen Lesereihe »Literatour d’Europe. Neue Texte aus Europa« Gelegenheit dazu. Zweimal im Jahr sollen neue literarische Stimmen mitten aus Europa zu Wort kommen. Den Anfang macht an diesem Donnerstag der niederländische Autor Daan Heerma van Voss, der in seiner Heimat – nicht nur als Schriftsteller – bereits sehr erfolgreich ist und sich in jüngster Vergangenheit immer wieder der europäischen Geschichte des letzten Jahrhunderts genähert hat.


Reise in die Nacht

Faszinierend düster und schonungslos kritisch: Andrej Nikolaidis' neuer Roman Der Sohn

In Deutschland noch weitgehend unbekannt, zählt Andrej Nikolaidis in seiner bosnischen Heimat seit langem zu den führenden Intellektuellen. Vor allem bekannt für seinen Einsatz für Menschenrechte und die montenegrinische Unabhängigkeit, hat er sich im Balkanraum schon länger als erfolgreicher Schriftsteller etabliert. Nun ist nach Die Ankunft (2014) bereits sein zweiter Roman ins Deutsche übersetzt worden und im vergangenen Jahr bei Voland & Quist erschienen. Wie von einem politisch so unbequemen und geradlinigen Autor erwartet, ist auch Der Sohn ein Buch, das polarisiert und nicht davor zurückschreckt, auch sensible Themen erschreckend direkt anzugehen.


»Wir wollen etwas produzieren, das Bestand hat«

Interview mit dem Zeitschriftenmacher Peter Wagner

Während das Feuilleton in den Zeitungen immer dünner wird, scheint der Markt der Kulturzeitschriften regelrecht zu boomen. Immer wieder entstehen neue Projekte, die Kultur und Journalismus auf spannende Weise vereinen. Eine Zeitschrift, die dabei gegenwärtig heraussticht und geradezu erfrischend wirkt, ist Das Buch als Magazin. 2014 bei den Lead Awards als Newcomer-Magazin des Jahres gefeiert, trägt es mit seinen zweimal pro Jahr erscheinenden Ausgaben dazu bei, das Klassiker der Literaturgeschichte und ihre Inhalte mit der Sicht von Heute konfrontiert und ergänzt werden. Im aktuellen Heft steht der erste Teil von Goethes Faust im Mittelpunkt. Wir haben mit dem Verleger Peter Wagner gesprochen.


Verkehrte Welt, von jeher

Über ein mögliches Leitmotiv in Ralf Rothmanns Feuer brennt nicht

Ralf Rothmanns Berlin-Roman Feuer brennt nicht von 2009 nimmt die Zeit der Wende im Jahre 1989 zum Anlass, einen Ausflug ins Metaphysische zu wagen. Ausgangspunkt hierfür ist eine bildreiche Erzählweise, die nicht bei allen Kritikern auf Gegenliebe stieß. Ein »fatales Faible für Pathos und Bildhaftigkeit« attestierte etwa die Badische Zeitung dem Roman. Doch eine solche Lektüre verkennt das Aufbaumoment, das Rothmann seiner bildreichen Sprache zuwachsen ließ.


Gegen die Zeit

In Nein. Ein Manifest zeigt Eric Jarosinski nicht nur, welcher Witz im Scheitern steckt

Überall wird Ja gesagt oder der Daumen gehoben. Ja zu den Freunden auf Facebook, ja zu den AGBs im Internet, ja zu einem Leben, in dem es immer seltener Nein heißt. Wir leben in einer »Tyrannei des Ja«, schreibt der amerikanische Germanist Eric Jarosinski in seinem Buch Nein. Ein Manifest und setzt ihr kluge Aphorismen entgegen. In den sozialen Medien gilt er damit seit 2012 als Phänomen. Bei allem Erfolg rund um das Nein-Sagen gelingt ihm darüber hinaus auch das, woran manch einer seiner ehemaligen Kollegen verzweifelt: für die Klassiker der deutschen Geistesgeschichte zu faszinieren.


Eduard Engels ›Deutsche Stilkunst‹ und Ludwig Reiners – revisited

Zu Heidi Reuschels Dissertation, einer Arbeit mit wertvollen Ergebnissen – und Mängeln

Vor fünfzehn Jahren erschien Anke Sauters von Helmut Glück betreute Bamberger Dissertation über Eduard Engel, den »Literaturhistoriker, Stillehrer, Sprachreiniger«. In einem Kapitel (»Stille Erben: Ludwig Reiners und seine Nachfolger«) behandelte Sauter damals das Verhältnis, in welchem Reiners zu Engel steht. Zu diesem Thema hat nun wiederum eine Schülerin Glücks, Heidi Reuschel, eine umfangreiche Dissertation vorgelegt: Tradition oder Plagiat? Die ›Stilkunst‹ von Ludwig Reiners und die ›Stilkunst‹ von Eduard Engel im Vergleich (University of Bamberg Press, 2014).


»Die Sprache trägt sich selbst weiter«

Interview mit der Philosophin, Lyrikerin und Romanautorin Julia Trompeter (Teil II)

Julia Trompeter ist eine Autorin, die in ihrem Romandebüt Die Mittlerin weit mehr als nur das Entstehen eines Romans behandelt. Auf ganz besondere Weise setzt sich die Schriftstellerin, die 1980 in Siegburg geboren wurde, nicht nur mit dem Literaturbetrieb auseinander, sondern denkt auch über das Verhältnis von Sprache, Denken und Handeln nach. Im zweiten Teil des Interviews, das wir mit Julia Trompeter vor ein paar Wochen geführt haben, erklärt sie unter anderem, ob sie ein literarisches Vorbild hat und wie sie die Kritik an ihrem Debüt aufgenommen hat.


»Ich wollte nicht bewusst gegen Konventionen verstoßen«

Interview mit der Philosophin, Lyrikerin und Romanautorin Julia Trompeter (Teil I)

Julia Trompeter fühlt sich in Prosa und Lyrik gleichermaßen zuhause. Mit ihrem Debütroman Die Mittlerin aus dem vergangenen Jahr hat sie ein vielschichtiges Werk vorgelegt, in dem es nicht nur um das Entstehen eines Romans geht. Julia Trompeter entspannt auch ein Netz aus vielen klugen Verweisen, bei denen gerade der griechische Philosoph Aristoteles eine wichtige Rolle spielt. Vor ein paar Wochen hat sie uns dazu Rede und Antwort gestanden und ein längeres Interview gegeben, das wir in zwei Teilen präsentieren. Im ersten Teil erklärt sie, wie es zu diesem Debüt gekommen ist und welchen Stellenwert die Lyrik in ihrem Schreiben hat.


Am Puls der Gegenwart

Die Kritische Ausgabe präsentiert das »Forum Junge Literatur«

In diesem Sommer startet unter dem Titel »Forum Junge Literatur« die neue Lesereihe der Kritischen Ausgabe. Im Buchcafé Antiquarius präsentieren junge Autorinnen und Autoren in den kommenden Wochen und Monaten einen bunten Mix aus Prosa und Lyrik und zeigen, wie lebendig junge Literatur gegenwärtig ist. Zum Auftakt begrüßen wir Dorian Steinhoff, Christoph Wenzel und Roman Ehrlich.


 

Spendenaufruf

Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Literatur im Dialog« sowie das Online-Magazin wird von einer jungen, ehrenamtlichen Redaktion betreut. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, mit unserer Arbeit weiterzumachen.

Detaillierte Hinweise für Spenden finden Sie im Impressum.

Wenn Sie mögen, können Sie uns auch ganz einfach unterstützen, während Sie online einkaufen, einen Flug oder Ihren nächsten Urlaub buchen – ohne, dass es Sie mehr als ein paar zusätzliche Mausklicks kostet. Wenn Sie vor dem Einkauf bzw. der Buchung über nachstehenden Button zu einem Online-Shop gehen und dort dann wie gewohnt einkaufen, bekommt die »Kritische Ausgabe« automatisch eine kleine Spende von etwa fünf Prozent des Einkaufswertes gutgeschrieben. Ihnen entstehen dadurch garantiert keine Mehrkosten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!