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Wir auf der Buchmesse

Frankfurter Buchmesse, 6.-10.10.2004

Vom 6.-10. Oktober ist wieder Frankfurter Fleischbeschau Buchmesse angesagt - und dank des Kranichsteiner Literaturverlags werden auch wir dort vertreten sein.

Wer uns besuchen möchte, findet uns in Halle 4.1, Stand D 133. Wo das genau ist, kann man sich übrigens - o Segen der Technik! - auf dem interaktiven Hallenplan anschauen.

Weitere Infos zur Buchmesse gibt es hier: www.buchmesse.de

www.kranichsteiner.de

 

addendum (07.10.04): Bilder gibt's übrigens auch. ;-)


Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann?

Nun ist es raus - und so ganz daneben liegt der gute Fraenke mit seinem heutigen Kommentar nicht...

Der heutige Börsenblatt-Newsletter lässt nämlich verlauten:

Am 7. Oktober fällt der Startschuss für die 25 Bände umfassende Bestseller-Bibliothek von "Bild" und Weltbild. Erster Titel ist "Der Pate" von Mario Puzo.

Das Buch hat mehr als 500 Seiten und kostet ebenso wie alle anderen Titel 4,90 Euro. Die Erstauflage soll bei 180000 Exemplaren liegen. "Der Pate" ist bisher nur in der Ausgabe des Rowohlt Taschenbuch Verlages lieferbar. Um Missverständnissen vorzubeugen, legt Rowohlt Wert auf die Feststellung, dass die Vergabe des Rechts an die "Bild-Bestseller-Bibliothek" allein durch die zuständige literarische Agentur erfolgt ist. Die Rechte an "Der Pate" liegen mit sämtlichen Nebenrechten, auch der Vergabe von Lizenzausgaben, bei der Züricher Agentur Fritz.


Wilde Ehen

Schon 1924 hat Ivor Armstrong Richards, einer der Väter der akademischen Literaturkritik, in seinem grundlegenden Werk Principles of Literary Criticism (dt.: Prinzipien der Literaturkritik. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1985) auf die zunehmende Bedeutung des "Anspielungscharakters moderner Poesie" hingewiesen und prognostiziert, dass

[u]nter den gegebenen Umständen und unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen in der Richtung, wie sie die Veränderungen der letzten zweihundert Jahre angegeben haben, [...] es sehr wahrscheinlich [sei], daß die Dichter nicht weniger, sondern noch mehr auf Anspielungen zurückgreifen werden und daß ihr Werk mehr und mehr nicht nur von anderer Poesie, sondern von allen möglichen Spezialgebieten, mit denen man vertraut sein muß, abhängen wird.

Bereits ein nur flüchtiger Blick in summarische Lyrikanthologien und Einzelpublikationen (längst nicht nur gefeierter Größen wie Durs Grünbein, Raoul Schrott oder Dieter M. Gräf) der letzten Jahre und Jahrzehnte bestätigt diesen Eindruck zweifellos: Referentialität ist das Schlüsselwort für die Interpretation moderner Lyrik. Gedichte korrespondieren mit anderen, nicht nur literarischen Texten, bilden komplexe Vernetzungsstrukturen aus und bisweilen reale Kommunikation zwischen Autoren ab, gehen gleichsam "wilde Ehen" ein... Diesem hochinteressanten Thema widmet sich nun die neueste Ausgabe der Literaturzeitschrift »intendenzen« (Nr. 10 (2004)):


»BILD-Bestseller-Bibliothek«?

Meldung aus dem Newsletter des Börsenblattes des deutschen Buchhandels vom heutigen Tage:

Möglichst noch im Oktober wollen die Partner "BILD" und Weltbild ihre gemeinsame "Bild-Bestseller-Bibliothek" starten. Das bestätigte Weltbild-Geschäftsführer Werner Ortner BÖRSENBLATT online.
[...] Mit etwa 20 bis 25 Titeln soll das Gemeinschaftsprojekt von Weltbild und "Bild" im Oktober starten. Der Preis der Bücher werde nicht über fünf Euro liegen, so Ortner. "Wir haben nicht die literarischen Ansprüche der "SZ Bibliothek", so Ortner. Bedient werde das Genre "gehobene Unterhaltung".
Wann die "BILD"-Zeitung ihre Werbeaktion für die Bestseller-Bibliothek startet, stehe noch nicht fest.

Was da wohl auf uns zukommen mag? Bis jetzt sind jedenfalls weder bei BILD, noch bei Weltbild nähere Informationen zu erfahren...

addendum (10.09.04): Näheres weiß die heutige FAZ...


 

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