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Identität im Untergrund

›Underground Culture‹ – das Phänomen eines widersprüchlichen Individualismus

In den Fünfzigern ist es der Rock `n` Roll, in den Siebzigern ist es dann der Punk und kurz vor der Jahrtausendwende: Rausch und Techno. ›Underground culture‹ ist längst kein neues Phänomen. Man begegnet ihr in der Musik immer wieder. Dass Identität im Untergrund jedoch stets wandelbar und immer etwas widersprüchlich ist, untersucht unsere Autorin in ihrem Artikel.


»Ihr spielt für euer Leben«

Das West-Eastern Divan Orchestra setzt auf die Kraft der Verständigung

Das West-Eastern Divan Orchestra ist ein einzigartiges und zugleich gewagtes Vorhaben. 1999 vom Musiker Daniel Barenboim und dem Literaturwissenschaftler Edward Said gegründet, versteht es sich nicht nur als ein Projekt der Völkerverständigung, sondern auch – gerade in einer Zeit, die durch Konflikte wie im Nahen Osten gestört ist – als dringlicher Appell an die Menschlichkeit. In ihrem Buch Die Kraft der Musik berichtet die Cellistin Elena Cheah von diesem Unternehmen, indem sie gerade auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die vom dabei entstehenden Geist der Freundschaft erzählen können.


»und ich male mir aus, was vorher noch dastand«

Auch das zweite Album der Schweizer Band Schöftland ist eine abwechslungsreiche Bilderreise

Ein unbeschriebenes Blatt oder – um auf die Texte von Floh von Grüningen anzuspielen – eine unbemalte Leinwand, sind Schöftland nicht mehr, auch wenn viele das denken können, da sie die Band bislang noch nicht wahrgenommen haben. Doch ihre vielgelobte erste Langspielplatte Der Schein trügt hat einige Erwartungen geweckt. Allein die Vielseitigkeit dieser Platte aus dem Jahr 2010 hat die Latte sehr hochgehängt und ein wenig stellte sich die Frage, was kann danach noch kommen?


Die Magie der Straße ist nicht einzufangen

Felix Meyers CDs Von Engeln und Schweinen und erste Liebe / letzter Tanz

»Wir sind Felix Meyer«, so stellte Felix Meyer sich und seine Band auf einem Straßenkonzert in Stralsund vorletzten Sommer auf einer Fußgängerzonenkreuzung vor. Schnell war die Gruppe von Zuhörern umringt - ein Phänomen, das ich vergangenes Jahr in Köln erneut beobachten konnte, wo sie am Abend noch ein Saalkonzert spielten.
Man merkt ihnen schnell an, daß sie schon viel zusammen gespielt haben. 15 Jahre seien sie bereits gemeinsam unterwegs, verrät ihre Homepage. Kein Wunder also, daß sich die Band einen eigenen Stil erspielt hat, wie man spätestens jetzt, da mit erste Liebe / letzter Tanz ihre zweite CD erschienen ist, bemerken kann.


»Kein Rezept für die Zukunft dieser Republik.«

Ein Interview mit Samy Deluxe

Samy Deluxe (*1977 in Hamburg als Samy Sorge) ist einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Das selbsternannte »Rapgenie«, auch unter den Namen Wickeda MC und Sam Semilia bekannt geworden, hat im Juli 2011 sein viertes Soloalbum SchwarzWeiss herausgebracht, das auf Platz 1 der deutschen Album-Charts eingestiegen ist. Mit der Kritischen Ausgabe sprach Samy Deluxe unter anderem über seinen Lieblingsautor, Weimar und sein soziales Engagement.


Ein Schatten geweckter Erwartungen

AaRON enttäuschen mit ihrem zweiten Album Birds in the Storm

»I'm just an empty bottle in the night« singen AaRON in der zweiten Strophe von »Ludlow L«, dem ersten Lied auf ihrem neuem Album Birds in the Storm. Bedauerlicherweise scheinen diese zitierten Worte genau das auszudrücken, was das neue Album der Band AaRON ausmacht.


Junge Musik als »Buchstützen« junger Literatur

Mit Bookends bietet der Mairisch Verlag eine spannende Entdeckungsreise durch neuere deutschsprachige Musik

Musiktexte lesen – nein danke! Gedichte singen – vielleicht, aber muß eigentlich auch nicht sein. Öder Stampfbeat zu deutschen Texten, gebrüllt, gerotzt, gesprochen zu seichten Gitarrentönen oder Klaviergeklimper? Und das als Coverversion oder in braver Liedermachertradition? Was die Veröffentlichung von Bookends im Hamburger Mairisch Verlag, bei dem die Verbindung zwischen Literatur und Ton nichts Neues ist, zusammenhält, ist Verschiedenes im Verschiedenen.


Zwischen Gestern und Heute

Eine Schau auf die Entwicklung innerhalb der Alben des Black Rebel Motorcycle Clubs

(Foto: © Elias Bauer)Zu einer Zeit, als Rock’n’Roll zu einem abgedroschenen Fachterminus einer längst überholten Musikweise verkommen war und dennoch jeder an ihm festhielt, traten Black Rebel Motorcycle Club auf die Bühne und fragten, ohne übertrieben philosophisch zu werden, vielmehr mit einer fast provozierenden Einfachheit »Whatever happened to my Rock’n’Roll« und waren damit eben jenem näher gekommen als die meisten dieser Tage. Dafür gab es Applaus, tosenden Beifall nicht nur im Heimatland, den USA, sondern auch in Europa von Musikkritikern und Moderatoren diverser Musiksender. Dem bejubelten Erstlingswerk B.R.M.C (2002) folgte mit Take them on, on your own (2003) ein nicht weniger beachteter Nachfolger.


Ein gezähmtes Monster

Die kanadische Band Wintersleep lässt auf ihrem Konzert in Köln die Schwarzmalerei hinter sich und nutzt ungeahnte Möglichkeiten

Die Indiepopgruppe »Wintersleep« (Foto: © Dustin Rabin)Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Musik in ihren Bann ziehen kann und man die Welt um sich herum vergisst. Jüngstes Beispiel ist das Konzert der Indiepopgruppe Wintersleep vom 6. September in Köln. Die Band aus Halifax, Nova Scotia in Kanada besteht aus fünf Mitgliedern. Am Schlagzeug: Loel Campbell, E-Bass: Mike Bigelow, Gitarre und Gesang: Paul Murphy, Keyboard und Gitarre: Jon Samuel (seit 2006) und Tim D’Eon. Ihre Musik ist ein Mix verschiedener Elemente von Bands wie den Editors, Joy Divsion, und auch ein wenig von Arcade Fire oder der amerikanischen Folkrock-Band Blitzen Trapper. Während sie vor vier Jahren bei ihrer ersten Europatour noch als Geheimtipp galten, konnten sie sich durch ihre beiden neuen Alben Welcome to the Night Sky (2007) und New Inheritors (2010) ein breiteres Publikum gewinnen und begeisterten das Luxor in Köln. Dabei hat die Band in den letzten Jahren eine hörbare Entwicklung durchgemacht.


Der Schein trügt

Warum das Leben ohne Tageszeitung ärmer wäre – am Beispiel der Berner Band Schöftland

Die Band Schöftland (Foto: © Schöftland, Bern)Die Informationsfülle im Internet bietet nur wenig orientierenden Überblick über das gesamte Tagesgeschehen. Schnell geht dabei etwas unter, das einen im Grunde auch interessiert hätte. Die Alternative heißt bis heute Tageszeitung, in deren Feuilleton man zum Beispiel auf eine Rezension des Albums Der Schein trügt der Berner Band Schöftland stoßen konnte


 

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