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»Qualifikationen? Pah!«

Sarah Hakenberg ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Sarah Hakenberg (Foto: Copyrigh Foto Behrbohm Augsburg)Wie bastelt man sich einen Beruf, in dem man Schauspieler, Pianist, Dramaturg und Schriftsteller zugleich sein kann? Sarah Hakenberg erfand nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik einfach das »Literarische Kabarett« kurzerhand neu und bereist nun Deutschland mit ihren Geschichten, die oft harmlos beginnen, aber immer skurril enden. Ihre Naivität sei nur Tarnung, warnte früh die Süddeutsche Zeitung, der Sexappeal ihrer Geschichten dagegen »absolut direkt«.


Dr. BloodRayne

Uwe Boll ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Uwe Boll (Foto: Copyright BOLLFANS.DE)Für die einen ist er »der schlechteste Regisseur der Welt«, für die anderen ein Genie: Dr. Uwe Boll polarisiert mit seinen Filmen, in denen vielleicht nicht immer das Feinsinnige obsiegt. Noch seine starrsinnigsten Kritiker irritiert freilich dieses eigenartige »Dr.« vor seinem Namen, das da für viele so gar nicht hinpassen möchte. Als wir hörten, dass er seine Promotion im Fach Germanistik absolviert hat, wollten wir natürlich die ganze Geschichte erfahren: Schließlich macht (nicht nur) sein Doktortitel Boll ganz eindeutig zu einem »Germanisten, der es geschafft hat« …


Grundlagen der Kritik

Dorothea Marcus ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Das Verhältnis von Theorie und Praxis war während des Studiums von Dorothea Marcus bestens ausgewogen: Bei Hans-Ulrich Treichel bejubelte und verriss sie Gedichte von Kommilitonen, mit einer Arbeit über den Begriff der Mystik in der Literatur um 1900 schloss sie ihr Germanistik-Studium ab. Erst danach entdeckte sie das Berufsfeld des Kulturjournalismus für sich: Während es in Berlin, wo sie studierte, stets aussichtslos erschien, Praktika-Plätze zu ergattern, kam ihre berufliche Karriere in Freiburg richtig in Schwung. Mittlerweile ist Marcus Autorin für Rundfunk, Theater-Magazine und überregionale Tageszeitungen. Seit Anfang 2009 ist sie Chefredakteurin der akT, der neugegründeten Kölner Theaterzeitung, mit der der Medienlandschaft in der rheinischen Metropole eine vernehmbare Stimme für die Kultur hinzugefügt wurde …


Mit Bachmann ins Erzbistum

Elmar Funken ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Elmar Funken (Foto: Erzbistum Köln)Das »Buch der Bücher« gehört sicher zum festen Bestandteil der Lektüre von Elmar Funken, schließlich steht er im Dienste des Erzbistums Köln. Aber mit sozialkritischer Literatur wie Peter Weiss’ Ästhetik des Widerstands weiß er sich ebenso auseinanderzusetzen – und die Lyrik Ingeborg Bachmanns war das Thema des ersten Seminars, das er an der Familienbildungsstätte leitete. Die Erwachsenenbildung war Funkens Berufsziel, und nach seinem Studium der Theologie und der Germanistik stand dem nichts mehr im Wege. Als Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen stellt er heute selbst regelmäßig unter anderem ein Literaturprogramm mit Lesungen und Seminaren zusammen …


Frei vernetzt im Literaturbereich

Jan Valk ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Jan Valk (Foto: © privat)Freiberufler im besten Sinne ist Jan Valk: Germanist, Lektor, Veranstaltungsmanager, Journalist, Herausgeber – seinem Broterwerb kann man kaum einen einheitlichen Stempel aufdrücken. Schon während seines Studiums hat er es nicht allein bei der – wenn auch alles andere als grauen – Theorie belassen. Heute widmet er sich der Literaturproduktion und -vermittlung in ihren vielfältigen Realisierungsformen. Man kommt nicht umhin, diese sehr zeitgemäße und offenbar gut funktionierende berufliche Organisation als äußerst reizvoll zu empfinden. Wie er sich den Arbeitsplatz – oder besser: die Arbeitsplätze schaffen konnte, die er sich wünscht, zeigt er in seinen Antworten in unserem Fragebogen …


Dann geschieht es einfach

Swantje Karich ist eine »Germanistin, die es geschafft hat«

Swantje Karich (Foto: © F.A.Z.)Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie lautet die Studienkombination, die der Journalistin Swantje Karich den Karriereweg ebnete. Was in einer kleinen Buchhandlung in tiefer Provinz mit dem Schreiben von Kurzkritiken begann, hat seinen (vorläufigen) Höhepunkt gefunden in Kritiken über Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und über Kunst allgemein – als Redakteurin für das F.A.Z.-Feuilleton. Und dass ein solcher Job über gut vorbereitete und vielfältig interessierte Geisteswissenschaftler auch schon mal ganz unverhofft hereinbrechen kann, das schildert Karich in ihren Antworten zu unserem Fragebogen.


»… dann ging es zipp zapp«

Radio-Journalist Wolfgang Bender ist ein »Germanist, der es geschafft hat«

Wolfgang BenderVom historischen zum mythischen Faust – und weiter zum Radio: So verlief, kurz gefasst, der bisherige Karriereweg des Journalisten Wolfgang Bender. Zehn Jahre hat er studiert, zehn Tage nach seinem Studienabschluss war er Volontär und wechselte danach schnurstracks zum Westdeutschen Rundfunk. So ging schließlich also doch alles »zipp zapp« für den (laut freiwilliger Selbstauskunft) »Dauerquassler« seit Schulzeiten. Welche Vorbereitungen auf dem Weg zum Radio-Journalisten sonst noch notwendig waren, verrät Bender in unserem Fragebogen für »Germanisten, die es geschafft haben«.


Germanisten, die es geschafft haben

Am 10. Juli erzählen Swantje Karich, Wolfgang Bender und Jan Valk im Bonner »Forum B(eruf): Germanistik«, wie sie wurden, was sie sind

»Germanisten im Beruf« (Logo der »K.A. plus«-Rubrik)»Warum einer wurde, was er wurde – und wie: Das ist immer interessant«, meinte Fritz J. Raddatz einmal. Das gilt nicht nur für prominente Germanisten wie Peter Wapnewski, auf dessen Autobiographie sich Raddatz’ Aussage bezog, sondern auch für andere Studienabsolventen. Zumal, wenn sich aus den individuellen Erfahrungen eines »Germanisten im Beruf« mehr gewinnen lässt als launige Anekdoten – eine berufliche Orientierungshilfe für Sprach- oder Literaturwissenschaftler zum Beispiel.


»Fragen, Fragen, Fragen ...«

Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags.Eigentlich ist Ditta Kloth ja gar keine Germanistin: Sie hat ihr Germanistik-Studium abgebrochen und sich der – nach ihrem Geschmack – exotischeren Hispanistik zugewandt. Doch heute übt sie einen Beruf aus, der sicherlich auch ein Traum für viele angehende Germanisten sein dürfte: Sie ist Lektorin im belletristischen Lektorat des Rowohlt Taschenbuch Verlags. Schon während ihres Studiums hegte Ditta Kloth diesen Berufswunsch und absolvierte einige Praktika in Verlag, Presse sowie in der Veranstaltungsorganisation. Nach ihrem Studium arbeitete sie nebenher als freie Mitarbeiterin für diverse Verlage.


Quer einsteigen statt Karriere

Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen ...Mit deutschen Schriftstellern teilt sie die Liebe zu Italien: die Journalistin Luzia Braun hat sich aber auch dem Studium der Deutschen Literatur gewidmet. Bereits seit 15 Jahren moderiert sie eine der prominentesten Fernsehsendungen im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, das TV-Kulturmagazin aspekte im Zweiten Deutschen Fernsehen – allen Unkenrufen zum Trotz sehr ansprechend und meist sogar noch vor der Geisterstunde.


 

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