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Nur die Liebe zählt

Die Skandinavischen Filmtage Bonn feiern mit dem Boxerfilm Hymyilevä mies 100 Jahre Finnland

Dieses Jahr gibt es bei den Skandinavischen Filmtage Bonn, die noch bis zum 25. Mai dauern, etwas Besonderes zu feiern: Finnland wird 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigten die Macher des Festivals vergangenen Freitag Hymyilevä mies. In Cannes im vergangenen Jahr mit dem Preis Un Certain Regard ausgezeichnet, führt der Film vor Augen, dass es im Leben eines Boxers nicht nur auf den Erfolg im Ring ankommt.


Viel heiße Luft und ein lauter Knall

Sandra Strunz' Inszenierung der Buddenbrooks ist ein Spiel mit Konvention und Erneuerung

Laut und leise, brav und skandalös, konventionell und doch bizarr – kurzum: Eine Aufführung voller Gegensätze. Die Rede ist von Sandra Strunz' Inszenierung der Buddenbrooks nach dem Roman von Thomas Mann, die seit dem 17. November in den Kammerspielen in Bad Godesberg zu sehen ist. Während sich der Verfall der berüchtigten Kaufmannsfamilie im Buch allmählich herauskristallisiert, kommt er in der Bühnenfassung des Theater Bonn als dramatischer Bruch daher, der alle Erwartungen hinter sich lässt.


»Das Wichtigste ist der Spaß an Weltliteratur«

Die Dauertheatersendung zeigt Shakespeares Othello in Bonn

Hektik auf der Bühne der Brotfabrik in Bonn. Kein Wunder, denn Dauertheatersendung, eine Kulturgruppe der Uni Bonn, probt ihr Stück Othello das erste Mal dort, wo sie auftreten wird. Während in einer Ecke noch Kampfszenen einstudiert werden, wird in der anderen ein Bett aufgebaut. Wir haben die Theatergruppe bei der Generalprobe besucht und uns von der Inszenierung mitreißen lassen.


Caesar über den Dächern von Bonn

Bundeskunsthalle zeigt wieder Filme unterm Sternenhimmel

Großes Kino mitten in einer paradiesischen, geradezu märchenhaften Gartenlandschaft gibt es derzeit in der Bundeskunsthalle Bonn. Eine riesige Leinwand auf dem Dach des Museums lädt bereits zum vierten Mal zu interessanten Kinoabenden ein. Den Auftakt zu einem Reigen sowohl bekannter als auch unbekannter Filme machte in der vergangenen Woche der Hollywood-Blockbuster Hail, Caesar!.


Alles andere als Laientheater

Ein Portrait der S.U.B.-Kultur kurz vor der nächsten Premiere

Während auf der Bühne noch am Licht gearbeitet und letzte Hand am Bühnenbild angelegt wird, begeben sich die Schauspieler auf ihre Positionen. Es ist wieder Probenzeit für die Theatergruppe S.U.B.-Kultur in Bonn. Demnächst hat die Inszenierung von Chris Noldes Stück Von der Unschuld des Atmens Premiere. Wer den Mitgliedern der Truppe, die nicht nur Studenten der Uni Bonn sind, vor, auf und hinter der Bühne zusieht, stellt schnell fest, dass hier vor allem Spaß vermittelt werden soll.


Liebe bis in den Tod

Die Oper Bonn zeigt Wagners Der Fliegende Holländer ganz frisch und doch bescheiden

Zweieinhalb Stunden – keine Pause. So lange dauert die Inszenierung des Fliegenden Holländers für gewöhnlich. Im Vergleich zu späteren Werken Richard Wagners ist das zwar gar nicht mal so lang, doch wegen der Aufführungszeiten genießen gerade seine Opern den hartnäckigen Ruf Publikumsfolter zu sein. Die Aufführung an der Oper Bonn ist es jedenfalls definitiv nicht. Dazu tragen insbesondere die Musik, aber auch die grandiosen Sänger Dara Hobbs und Max Morouse bei.


»Es wird viel Klipp-Klapp geben«

Interview mit dem Bonner Schauspieler Robert Höller (Teil II)

Stadttheater haben es nicht leicht. Immer wieder beginnen neue Schauspieler Engagements, bleiben, wenn es gut läuft, ein paar Spielzeiten und gehen dann wieder an eine neue Bühne. Einer davon ist Robert Höller, der seit 2013 in Bonn zu sehen ist und demnächst an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin wechselt. Als Schauspieler, dessen Karriere im Fernsehen begann, absolviert er in der aktuellen Spielzeit des Theater Bonn ein ehrgeiziges Programm an Produktionen. Aktuell ist er beispielsweise im Stück Draussen rollt die Welt vorbei zu sehen. Im zweiten Teil des Gesprächs mit ihm geht es um den Stellenwert des Schauspielens in seinem Leben und die Rolle, die Regisseur Volker Lösch dabei spielt.


»Hamlet würde ich auf jeden Fall gerne spielen!«

Interview mit dem Bonner Schauspieler Robert Höller (Teil I)

Arrivierten Schauspielern sagt man nach, sie seien nicht gerade umgänglich und schon gar nicht unkompliziert. Ganz anders ist es bei Robert Höller. Der junge Theaterschauspieler, den man nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch aus Produktionen des Theater Bonn kennt, erscheint geradezu wie der freundliche Kerl von nebenan. Demnächst verlässt er die Stadt am Rhein, um ein neues Engagement – dieses Mal im Osten der Republik – anzunehmen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit ihm kurz vor dem anstehenden Umzug zu sprechen.


»Sprache muss kreativ werden«

Interview mit dem Dramatiker und Theaterwissenschaftler Denis Leifeld

Wer kennt das nicht? Angesichts von Arbeitswut, Überforderung und Unsicherheit durch befristete Arbeitsverhältnisse geht im Kopf alles kreuz und quer. Die Gedanken kreisen und man glaubt, das Gehirn könnte platzen. Dieses Gefühl, das geradezu symptomatisch das Arbeitsleben im 21. Jahrhundert beschreibt, führt der Autor Denis Leifeld in seinem Stück Hirnblähung vor Augen, das kürzlich im Rahmen einer Urlesung beim Autorenlabor des Staatstheater Nürnberg präsentiert wurde. Wir haben mit ihm nicht nur über sein Werk, sondern auch seine besondere Beziehung zum Theater und nicht zuletzt das Geheimnis der Sprache geredet.


Fukushima: Die Musik und der unsichtbare Schmerz

Die Oper Stilles Meer als Versuch einer musikalisch-ästhetischen Auseinandersetzung mit einer Jahrhundertkatastrophe

Eigens für die Staatsoper Hamburg komponiert, wurde am Sonntag, den 24. Januar, die Oper Stilles Meer in Hamburg uraufgeführt. Das Auftragswerk setzt sich künstlerisch mit den Folgen des Tsunami in Fukushima im Jahr 2011 auseinander. Die Oper versteht sich somit auch als Requiem für die Opfer der kollektiven Katastrophe in Japan vor 5 Jahren.


 

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