Ein Sommer mit Kikujiro
Japan-Liebhaber Manfred Poser hat ein Buch von und über Takeshi Kitano entdeckt
Manfred Poser, 3. September 2010, 0:01 Uhr
Noch vor Sommerbeginn las ich in einem Satz die vielen Sätze des Buches Kitano par Kitano, in diesem Jahr bei Bernard Grasset in Paris erschienen. Dann legte ich es auf einen Stapel, und immer wenn ich vorbeikam, fiel mein Blick auf Takeshi Kitanos Gesicht auf dem Titelbild: Er hält sich das linke Auge zu und trägt eine unergründliche Maske zur Schau wie der blinde Masseur Zatoichi in seinem Film von 2003. Der französische Journalist Michel Temman lebte zufällig in Kitanos Nähe und unterhielt sich über vier Jahre hinweg mit ihm; daraus wurde dieses Buch …


Im Januar dieses Jahres hat Kristof Magnusson seinen lange erwarteten zweiten Roman Das war ich nicht veröffentlicht. Mit Katrin Uelpenich sprach er in Köln über dessen Entstehung, die Angst vor den Erwartungen nach seinem erfolgreichen Romandebüt Zuhause, den künstlerischen Schock der Finanzkrise und seinen Traum, nach den nächsten fünf Projekten Urlaub zu machen.
Cicero soll einst gesagt haben: »Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.« Auch heute hat das, was der berühmte römische Philosoph vor mehr als 2000 Jahren mit Blick auf das individuelle Gedächtnis formuliert haben soll, seine Gültigkeit: Vergessen und sich (wieder) erinnern gehört zu den menschlichen Grundeigenschaften schlechthin …